Ergebnisse Vielseitigkeit aus Strzegom: Michael Jung mit "Trainingsrunde" Zweiter

Die Sieger vom britischen Team v.l.n.r. Izzy Taylor, Laura Collett, Chef d’Equipe Philip Surl, Holly Woodhead und Rosalind Canter. (FEI/Eventing Photo)

Deutsche Mannschaft Vierte im Nationenpreis

Strzegom/POL (fn-press). Volles Programm boten die Strzegom Horse Trials in Polen, mit Vielseitigkeitsprüfungen von Ein- bis Drei-Sterne-Niveau, darunter auch einen Nationenpreis. Hier verpasste Michael Jung (Horb) mit fischerTakinou um ein Zehntel den Sieg in der Einzelwertung, die deutsche Mannschaft wurde Vierte.

Es war der Schwede Ludwig Svennerstal mit King Bob, der dem Doppelolympiasieger Michael Jung den Sieg abknöpfte. Mit einer Nullrunde im Gelände verwies er Jung, der mit seinem beiden Pferden, fischerTakinou (34,2) und fischerRocana FST (38,3) in der Dressur noch den Ton angegeben hatte, auf die Plätze und leistete sich auch im abschließenden Springen keinen Abwurf. Damit blieb es für ihn bei 40,5 Minuspunkten. Ein Zehntel weniger als Jung, der sich im Gelände etwas Zeit gelassen hatte und das CICO3* mit fischerTakinou mit 40,6 Minuspunkten auf Platz zwei beendete. Eine Sekunde weniger – und der Sieg wäre ihm nicht zu nehmen gewesen. „Das ist ein bisschen schade, aber Michael hat hier zwei wunderschöne Trainingsrunden im Gelände gedreht. Das sah aus wie Geländepferdeprüfungen, dabei war der Kurs richtig anspruchsvoll“, geriet Bundestrainer Hans Melzer ins Schwärmen.

Mit der in Thüringen gezogenen Ituango xx-Tochter FischerRocana FST, mit der er für die deutsche Mannschaft startete, wurde Jung darüber hinaus mit 46,7 Minuspunkten Vierter. Ebenso wie mit dem deutschen Team, für das außerdem Jörg Kurbel (Rüsselsheim) mit Brookfield de Bouncer (95,6/Platz 24) und Falk-Filip-Finn Westrich (Ruppertshofen) mit FBW Gina K v. Grafenstolz (102,7/Platz 27) an den Start gingen. Den Sieg im Nationenpreis trug das britische Team mit 160,6 Minuspunkten vor Italien (173,9) und Belgien (238,7) davon.

Die internationale Drei-Sterne-Prüfung, die längste und anspruchsvollste Prüfung der Strzegom Horse Trials, quasi die Generalprobe für die Europameisterschaften im kommenden Jahr, ging auf das Konto des Italieners Stefano Brecciaroli mit der westfälischen Rubin-Royal OLD-Tochter Roulette B. Mit 50,1 Minuspunkten verwies er die Dänin Irene Mia Hastrup mit dem dem Hannoveraner Constantin M (v. Concetto) mit 61,1 Minuspunkten und den Schweden William Nilsson Fryer mit Quireboy (74,5) auf die Plätze. Direkt dahinter konnte sich auf den Plätzen vier bis sechs ein deutschen Trio einordnen: Josefa Sommer (Immenhausen) mit dem Hannoveraner Heraldik xx-Sohn Hamilton, Maja Kozian-Fleck (Felde) mit der Trakehner Stute Saviola v. Grafenstolz und Ben Leuwer (Königswinter) mit NZB Port Royal.

Zu feiern gab es aber auch zwei deutsche Siege. Im CCI2* setzte sich Beeke Jankowski (Schmalensee) mit dem Holsteiner Loucius v. Lou Bega gegen die Konkurrenz durch und Ingrid Klimke (Münster) konnte mit dem Trakehner Königssee v. Interconti das CIC1* gewinnen.