Ergebnisse Springen vom Freitag October Festival Wiener Neustadt 2014 – Woche 01

 

Jiri Hruska kürte sich zum Winner in der Lake Arena

Lake Arena – Nach einem selektiven, aber durchaus fair gestellten Umlauf zogen in Summe elf ReiterInnen in die Entscheidung der freitägigen Big Tour ein. Und da hieß es nochmals Konzentration wahren und alles geben, denn immerhin ging es um das zweitwichtigste Springen des Wochenendes und die Generalprobe für den Großen Preis, der ja mit seiner Dotation von 24.000,- Euro zum Weltranglistenranking zählen wird.

Mit Teilnehmern aus Ungarn, Bulgarien, Deutschland, Irland, Tschechien und Italien waren im Stechen sechs Nationen vertreten und in diesem buntgemischten Starterfeld hätte es beinahe einen Doppelsieg für Deutschland gegeben: Jana Wargers und Armin Himmelreich lagen bis zuletzt mit ihren genialen Nullrunden in Führung und das mit doch beachtlichem Vorsprung. Die erst 22-jährige Amazone stellte ihren imposanten „Cornet´s Dream“ vor, der im heurigen Jahr schon mit einigen Grand Prix-Platzierungen entzückte. Sie erwischte vor allem die eng angelegten Wendungen mit gutem Tempo und lieferte das Top-Ergebnis von 40,85 Sekunden ab. Nur wenige Zehntel dahinter rangierte ihr Landsmann in 41,05 Sekunden am zweiten Zwischenrang. Armin Himmelreich sattelte sein erst achtjähriges Ausnahmepferd „Clenur“, der sich nicht nur wegen seines bemerkenswerten Potentials einen gewissen Bekanntheitsgrad aufgebaut hat, sondern auch wegen seiner beständigen Runden, die er mittlerweile auch im großen Sport zeigt.

Aber die Rechnung durfte nicht ohne Schlussreiter Jiri Hruska gemacht werden. Der Tscheche konnte nach einem souveränen Grundumlauf mit viel Selbstvertrauen und Zuversicht ins Stechen einziehen und hatte zudem mit „Aristo Z“ einen verlässlichen Partner im Parcours. Der Artos Z-Nachkomme hatte vom ersten Sprung an alles richtig gemacht und galoppierte am Weg zum Schlussoxer dem Sieg entgegen. Beim mächtigen Satz über die Ziellinie hielt man noch einmal gespannt die Luft, bevor dann lautstarker Jubel ertönte: Fehlerfreie 39,79 Sekunden bedeuteten den Triumph im Hauptbewerb des Tages.

Tag zwei startete mit 20 Nullern in der Jungpferde Tour

Zum Start in den zweiten Veranstaltungstag des diesjährigen Equestrian October Festivals wurden 20 Youngsters am ersten Rang platziert. Sie alle trumpften in ihrer zweiten Teilprüfung mit astreinen Nullfehlerritten auf und ziehen nun mit einem tollen Ergebnis in das Finale am Samstag beziehungsweise Sonntag ein. Bei den fünfjährigen Nachwuchspferden trugen sich Pascale Pfeiffer auf ihrem Holländer „Eljenohve“, Attila Técsy mit der Colando-Tochter „Cessna“, Marian Stangel auf der Colander-Stute „Cool Silvi“, Juraj Hanulay auf der bereits gestern brillant springenden „Eagel“, Simon Schröder mit seinem Rheinländer „Pride 16“ und nicht zuletzt auch Mario Bichler mit dem überaus talentierten „Can Do It 2“ nach Can Do L (v. Cornet Obolensky) in die Siegerliste ein.

Insgesamt 14 StarterInnen konnten anschließend in der Prüfung der sechs- und siebenjährigen Youngsters mit Nullrunden auf sich aufmerksam machen. Darunter waren neben der gut aufgestellten ausländischen Konkurrenz auch fünf rot-weiß-rote Pferd-Reiter-Paarungen dabei: Benjamin Saurugg zeigte auf dem vermögenden „Contador“ wie gestern schon einen souveränen Nuller, ebenso wie Siegfried Schlemmer auf „Coupe Daenemark“, Kathrin Weinberger mit dem Chin Chin-Nachkommen „Real Steel“ und Natascha Kreutner, die mit ihren beiden Stuten „Antara 2“ und „Issini Star“ ganz oben auf der Ergebnisliste zu finden war. Große Freude aus den eigenen Reihen gab es darüber hinaus dank Szabolcs Krucsó, denn er pilotierte beide Pferde von Michael Steinbrecher komplett strafpunktefrei über den geforderten Parcours. „Global Loveaffair“, der schicke Wallach nach Lapollo x Pilot, bestach ja bereits gestern mit einem souveränen Nuller. Ihm nach machte es Stallkollegin „Global Nautica“, die Numero Uno-Tochter aus einer Polydor-Mutter.

Die Fronten geklärt!

Stefan Laditsch triumphierte in der freitägigen Elite Tour

Wie viele Siege sie hier in der Lake Arena schon mit nach Hause nahmen, können sie beinahe schon gar nicht mehr zählen. Auf jeden Fall waren es in den letzten Jahren doch einige und mit der heutigen Darbietung sollte es noch einer mehr sein: Stefan Laditsch und seine flinke Stute „Gracia 5“ ließen im Einlaufspringen der Elite Tour nichts anbrennen, drängten sich mit 57,85 Sekunden ganz klar an die Spitze und verwiesen Svitlana Vinnichenko am zweiten Rang. Die smarte Amazone aus der Ukraine war zuvor mit „Lovely Orsza S“ in phänomenalen 59,05 Sekunden über die Hindernisse gebraust. Vom dritten Rang gaben die Gastgeber mit Birgit Peintner erneut ein kräftiges Zeichen. Die Kärntnerin konnte bei ihrer brillanten Runde auf den Schimmelwallach „Gaspari“ vertrauen, der mit ihr in 60,76 Sekunden aufs Treppchen jumpte.

Irischer Sieg in der Medium Tour:

Gerard Clarke galoppierte on Top

Übermäßig viele fehlerfreie Ritte gab es in der 1,35 Meter hohen Prüfung, dem zweiten Teilbewerb der Mittleren Tour, nicht zu bejubeln. Der Kurs, in Szene gestellt von Österreichs Top-Parcoursdesigner Franz Madl, verbarg mit seinen technischen Linien und Folgen doch etliche Tücken, die einigen TeilnehmerInnen zum Verhängnis wurden. Nicht so Gerard Clarke, der sich heute in grandioser Siegerlaune zeigte. Der 23 Jahre junge Ire setzte dabei auf seinen Fuchswallach, der auf den passenden und sehr treffenden Namen „Kings Best“ hört, und ließ den Mitstreitern schlichtweg keine Chance: Die Zeit von 59,43 Sekunden sprach für sich und das bedeutete nicht weniger als gut fünf Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Michael Cristofoletti. Mit dem bekannten italienischen Temperament nahm der ebenfalls 23-Jährige die aufgebauten Hindernisse in Angriff und musste sich dennoch in 64,60 Sekunden geschlagen geben. Dritter wurde Ansgar Schmidt, der zu Beginn des Starterfeldes mit einer genialen Runde glänzte. Der deutsche Routinier pilotierte seinen „Parcival 52“, mit dem er ja immer wieder für Spitzenplatzierungen sorgt, in 65,31 Sekunden über die Ziellinie.

Ergebnisse Springen vom Freitag October Festival Wiener Neustadt 2014 – Woche 01:

Elite Tour Opening

Int. Jumping Competition - 1,15 m

1.GRACIA 5 / LADITSCH Stefan (AUT) - 0 / 57.85  

2.LOVELY ORSZA S / VINNICHENKO Svitlana (UKR) - 0 / 59.05  

3.GASPARI / PEINTNER Birgit (AUT) - 0 / 60.76  

4.OBORA'S MERCURY / WEINBERGER Kathrin (AUT) - 0 / 62.20  

5.FIBI 3 / STUMPAUER David (AUT) - 0 / 74.24  

6.VILLAM / MARKÓ Sándor (HUN) - 0 / 75.20  

7.DSTUD ANNUSHKA / DUNN Tori (IRL) - 4 / 59.39  

8.FLYING FREYA Z / WEINBERGER Kathrin (AUT) - 4 / 61.60  

9.PIT STOP NRW / COSGROVE Barbara (IRL) - 4 / 67.40  

10.BALVINI / LADITSCH Stefan (AUT) - 4 / 68.31

Medium Tour

Int. Jumping Competition - 1,35 m

1.KINGS BEST / CLARKE Gerard (IRL) - 0 / 59.43  

2.ALL STAR 7 / CRISTOFOLETTI Michael (ITA) - 0 / 64.60  

3.PARCIVAL 52 / SCHMIDT Ansgar (GER) - 0 / 65.31  

4.LENIN 6 / WARGERS Jana (GER) - 0 / 66.61  

5.CARTOON 28 / BELOVA Natalia (RUS) - 0 / 67.32  

6.GICCO / WARGERS Jana (GER) - 0 / 68.97  

6.CHARMEUR Z / TÉCSY Attila (HUN) - 0 / 68.97  

8.ZORM / KOCIKOVA Svetlana (SVK) - 0 / 71.18  

9.LACRIMA DI FELICITA / LÁZÁR JR. Zoltán (HUN) - 0 / 71.54  

10.KATYUSA / LÁZÁR JR. Zoltán (HUN) - 1 / 72.31  

11.JOTTER / PIRIK Zsolt (HUN) - 3 / 80.18  

12.ARIA G / BONEV Ivaylo (BUL) - 4 / 63.09

Big Tour

Int. Jumping Competition with jo - 1,45 m

1.ARISTO Z / HRUSKA Jiri (CZE) - 0 / 39.79 / Stechen

2.CORNET'S DREAM / WARGERS Jana (GER) - 0 / 40.85 / Stechen

3.CLENUR / HIMMELREICH Armin (GER) - 0 / 41.05 / Stechen

4.CUCUMA / CRISTOFOLETTI Michael (ITA) - 0 / 43.43 / Stechen

5.STAKKI'S JUMPER / SPREHE Jörne (GER) - 0 / 43.58 / Stechen

6.AMAZING 27 / BONEV Ivaylo (BUL) - 0 / 43.83 / Stechen

7.RAFIKI / CLARKE Gerard (IRL) - 0 / 43.93 / Stechen

8.CRISTO / HUGYECZ Mariann (HUN) - 0 / 50.62 / Stechen

9.ABADASCH / BERGER Sabrina (GER) - 4 / 39.86 / Stechen

10.FONTAINEBLEAU 22 / SCHRÖDER Simon (GER) - 8 / 39.23 / Stechen

11.CONCORD 60 / ERNSTING Karin (GER) - Eliminated / Stechen

12.CHACCO / TÉCSY Attila (HUN) - 4 / 70.52 / Umlauf

Foto von Sibil Slejko: Behielt als letzter Starter eisern die Nerven - Jiri Hruska rollte das Starterfeld sprichwörtlich von hinten auf