Ergebnisse Springen EM Dänemark 2013: Daniel Deußer bester Deutscher

 

Deutsches Team rangiert nach dem Zeitspringen an vierter Stelle

Herning (fn-press). In bestechender Form startete die französische Equipe in die Europameisterschaft der Springreiter, die im Fußballstadion von Herning (Dänemark) ausgetragen wird. Die deutsche Mannschaft mit Christian Ahlmann, Ludger Beerbaum, Daniel Deußer und Carsten-Otto Nagel belegt nach der ersten Wertungsprüfung Platz vier. Bundestrainer Otto Becker: „Da ist noch alles drin, wir sind noch in Medaillennähe.“

Die Abstände sind hauchdünn: Nach dem Zeitspringen, der ersten Wertungsprüfung der Europameisterschaft, hat zwar die Mannschaft aus Frankreich die Führung übernommen (3,14 Strafpunkte), aber die Equipen aus Großbritannien (8,18), der Schweiz (8,45), Deutschland (8,77), Italien (8,84), Irland (9,42), Schweden (9,44) und Spanien (11,77) liegen nicht einen einzigen Springfehler (vier Fehlerpunkte) auseinander. Das deutsche Team schlug sich achtbar. Daniel Deußer gelang auf dem westfälischen Schimmel Cornet D’Amour eine fehlerfreie Runde in 80,3 Sekunden. Das war zwar keine superschnelle Zeit, aber dafür souverän und stilistisch bilderbuchreif. In der Einzelwertung rangiert der in Belgien lebende gebürtige Hesse an zehnter Stelle.

Seine Teamkollegen ritten zwar etwas flotter, kassierten aber alle einen Abwurf an der dreifachen Kombination und dafür je vier Strafpunkte. Die Dreifache war das vorletzte Hindernis im Parcours und kostete die Pferde viel Kraft. Zahlreichen Pferden unterliefen hier Fehler. Ludger Beerbaum und die Holsteinerin Chiara belegen nach dem ersten Wettbewerb Platz 22 (82,99), Christian Ahlmann und Hannoveraner Codex One Platz 23 (83,15) und Carsten-Otto Nagel und die Holsteinerin Corradina Platz 24 (83,3).

In der Einzelwertung gelang dem Briten Ben Maher auf Cella der beste Ritt: fehlerfrei in 76,31 Sekunden. Ihm dicht auf den Fersen ist der Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat auf Nino de Buissonetts (76,89). An dritter Stelle folgt der Franzose Roger Yves Bost (77,47).

Im Nationenpreis, dem Mannschaftswettbewerb, werden die Karten neu gemischt. Ihre Fehler aus dem Zeitspringen nehmen die Reiter allerdings mit. Für Springreiter unüblich, beginnt der erste Umlauf am Mittwoch bereits um 8.45 Uhr. In der zweiten Runde am Donnerstagabend (ab 18 Uhr) fällt die Entscheidung, welche Nationen sich mit Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen schmücken dürfen.

Ergebnisse: www.european-herning.de