Ergebnisse Springen DM Balve 2016: Simone Blum und Philipp Weishaupt gewinnen erste Qualifikationen

Springreiter starten erfolgreich in nationale Titelkämpfe

Balve (fn-press). Auch für die Springreiter haben am Freitag die Deutschen Meisterschaften begonnen. Damen und Herren tragen ihre Titelkämpfe getrennt aus. Beste Amazone im Auftaktspringen war Simone Blum, die bereits im vergangenen Jahr die Silbermedaille gewonnen hatte. Bei den Herren entschied Philipp Weishaupt mit L.B. Convall die erste Wertungsprüfung und damit den Großen Preis von Nordrhein-Westfalen für sich. Die Entscheidungen um die Medaillen fallen in den kommenden beiden Tagen.

Die großen Überraschungen im Parcours blieben am Freitag aus. Die drei bestplatzierten Herren haben allesamt in dieser Saison bereits Erfolge gefeiert. Allen voran Philipp Weishaupt aus Riesenbeck, der im April zum Auftakt der grünen Saison beim CSI4* Hagen a. T.W. den Großen Preis gewann. In Balve trat er mit dem neunjährigen Holsteiner L.B. Convall (von Colman/Cascavelle) an und blieb in beiden Umläufen fehlerfrei (72.49sec). „Convall ist noch nicht so erfahren, das hier ist eins der ersten richtig interessanten Turniere für ihn“, sagte Weishaupt, der 2009 schon einmal die Deutschen Meisterschaften gewonnen hat. „Mein Ziel ist es, hier vor allem ohne Fehler zu reiten. Aber ich weiß auch, dass man schnell sein muss und auch ein bisschen mit Risiko reiten muss, wenn man in der Meisterschaftswertung vorne bleiben will. Mein Pferd hat das gut gemacht und ich glaube, ich habe als Reiter heute auch nicht viel falsch gemacht.“

Mit dem Herforder Markus Brinkmann und seinem ebenfalls neunjährigen Holsteiner Pikeur Dylon (Diamant de Semilly/Carry) belegte ein Paar den zweiten Rang (73.58sec), das vor zwei Wochen in Nörten-Hardenberg die Plätze drei und vier in den beiden Hauptspringen belegt hat. Jan Wernke (Holdorf) und Queen Mary, ebenfalls eine Holsteinerin (von Contendro/Caretino), wurden Dritte in der ersten Wertungsprüfung (73.99sec). Die beiden hatten im März den Großen Preis von Dortmund für sich entschieden. Titelverteidiger Denis Nielsen (Löningen) und sein DSP-Hengst Cashmoaker (von Calido/Lafitte), leisteten sich einen Abwurf im zweiten Umlauf und belegen nun aufgrund ihrer vergleichsweise langsamen Zeit (76.96sec) mit sieben weiteren Paaren Rang 13 im Zwischenstand der Meisterschaftswertung.

Bei den Damen siegte eine Reiterin, die gute Erinnerungen an Balve hat. 2015 gewann die Bayerin Simone Blum (Zolling) mit Flying Boy die erste Wertungsprüfung und später die Silbermedaille. Diesmal hat sie ihre DSP-Stute Alice (von Askari/Landrebell) dabei. Die beiden waren mit einer Zeit von 74.24 Sekunden zwei Sekunden schneller als Inga Czwalina und ihr Holsteiner Silver Surfer (von Casall/Levisto), die 76.26 Sekunden benötigten. Ganz knapp dahinter platzierten sich Jörne Sprehe (Fürth) und Luna, eine Stute aus dem Zuchtverband für deutsche Pferde (von L'Avian/Leader M), in 76.28 Sekunden. Debütantin Kendra Claricia Brinkop, die der Perspektivgruppe Springen in Warendorf angehört, blieb mit ihrem westfälischen Landbeschäler A la carte NRW (von Abke/Lux) ebenfalls ohne Fehler und belegte in 79.05 Sekunden Rang neun.

„Ich bin wirklich beeindruckt von dem Niveau, auf dem hier geritten wird, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren“, sagte Co-Bundestrainer Heinrich-Hermann Engemann. „Allein bei den Herren haben wir acht Doppel-Nullrunden gesehen. Viele Reiterinnen und Reiter wissen diese Plattform hier sehr gut zu nutzen und präsentieren sich in Topform.“ Auch der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsminister Johannes Remmel stattete dem Balve Optimum einen Besuch ab. Er dankte dem Organisationsteam, das zum größten Teil aus ehrenamtlichen Helfern besteht, für das große Engagement und hob die Bedeutung des Balve Optimums für die Region noch einmal hervor.