Ergebnisse Springen DM Balve 2015: Goldmedaille für Evi Penzlin

Simone Blum und Tina Deuerer auf dem Silber- bzw. Bronzerang

Balve (fn-press). Evi Penzlin (Itzehoe) ist neue Deutsche Meisterin der Springreiterinnen. Die 38-jährige Lebensgefährtin des schwedischen Erfolgsreiters Rolf-Göran Bengtsson setzte sich mit der Stute La Pasion de Caballo Ulika im Stechen gegen Simone Blum (Zolling) mit Fyling Boy und Tina Deuerer (Bretten) mit Chanoc durch.

Sieg in der ersten Wertung, ebenso Sieg in der zweiten, und doch musste Simone Blum aus dem oberbayerischen Zolling den Titel „Deutsche Meisterin“ einer Mitstreiterin überlassen. Drei Reiterinnen waren nach den beiden Wertungsprüfungen ohne Fehlerpunkte, so dass ein Stechen notwendig wurde. In der besten Zeit von 46,37 Sekunden überwanden Simone Blum und ihr Hannoveraner Flying Boy den Parcours zwar, aber einmal fiel die Stange. Es wurde die Silbermedaille.

Fehlerfrei meisterte Evi Penzlin mit ihrer elfjährigen Holsteiner Stute La Pasion de Caballo Ulika das Stechen (47,32). Die 38-Jährige, die einen eigenen Reitstall bei Itzehoe betreibt, sagte: „Dass sie hier drei fehlerfreie Runden zeigt und dann noch das Stechen gewinnt, das macht mich ganz glücklich, denn damit hätte ich nie gerechnet.“ Ihre neuen Monate alte Tochter Pamina brachte die frischgebackene Meisterin mit nach Balve, Lebensgefährte Rolf-Göran Bengtsson, der in der Nachbarschaft auf Gut Breitenburg trainiert, hatte allerdings andere Jobs an diesem Wochenende zu erledigen.

Die Bronzemedaille sicherte sich Tina Deuerer aus dem baden-württembergischen Bretten. Auch die 36-Jähroge hatte schon mal DM-Luft geschnuppert, verlor aber vor fünf Jahren ihr bestes Pferd. Nun hat sie wieder einen neuen Partner für große Aufgaben: Chanoc, elfjähriger Holsteiner, leistete sich allerdings auch einen Fehler (4/46,76). Auf den Plätzen vier bis sechs behaupteten sich Denise Sulz mit Carolus-Magnus, Jörne Sprehe mit Luna und Jana Wargers mit Caspar.

Bundestrainer Otto Becker freute sich über „grandiosen Sport bei den Damen“. „Ich habe mich immer dafür engagiert, dass die Damenmeisterschaft erhalten bleibt, denn sie motiviert die Reiterinnen, auf den Saisonhöhepunkt hin zu arbeiten.“ Parcourschef Frank Rothenberger habe alles richtig gemacht. „In der ersten Wertung war es nicht zu schwer, deshalb hatten wir auch viele Nullfehlerritte. Die zweite Prüfung war sehr anspruchsvoll und brachte ein perfektes Ergebnis“, sagte der Bundestrainer zufrieden.