Ergebnisse Springen DJM München 2013: Kendra Claricia Brinkop und Marie Schulze Topphoff in Führung

 

Sechs Paare bei Ponyreitern und Children gehen mit "Doppel-Null" ins Finale

München (fn-press). Spannend ging es weiter bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in München. Sowohl bei den Jungen Reitern, als auch den Junioren gab es einen Führungswechsel, bei den Ponyreitern und Children teilen sich jeweils sechs Paare Platz eins.

Ein Nord-Süd-Duell bestimmte die zweite Wertungsprüfung der Jungen Reiter. Am Ende gewann Kaya Lüthi aus Aach am Bodensee mit Pret a Tout die Prüfung vor Kendra Claricia Brinkop (Neumünster) mit Leonardo B, die wiederum mit nur 0,41 Strafpunkten die Führung im DJM-Zwischenstand übernahm. Lüthi rückte auf Platz drei vor (Zwischenstand 1,44). Zweiter vor dem Finale ist ihr Landsmann Tobias Schwarz (Herbolzheim) mit der achtjährigen Holsteiner Stute La Belle J (1,69). Auch er bestätigte sein gutes Ergebnis vom Vortag mit einer weiteren Nullrunde. „Tobi ist ein Instinktreiter. Er hat sehr viel Gefühl“, lobte Jürgen Kurz den DM-Neuling. Der baden-württembergische Landestrainer ist mit einer Top-Besetzung in München am Start („Und wir mussten noch zwei zuhause lassen.“). So reitet auch der Sieger der ersten Wertungsprüfung fürs Ländle, Niklas Krieg (Villingen-Schwenningen). Heute hatte der dreimalige Championatsreiter allerdings etwas Pech. Ein Abwurf von Carella am dritten Sprung kostete ihn vier Strafpunkte und die Spitzenposition. Er startet morgen von Platz fünf ins Finale (4,0).

„Das war mein Fehler, da kann das Pferd nichts dafür“, sagte Guido Klatte jun., der mit Cornet’s Prinz aus der ersten Wertungsprüfung hervorgegangen war. Heute hakte es am Einsprung der zweifachen Kombination. Mit insgesamt 4,0 Strafpunkten musste sich der 17-Jährige von Marie Schulze Topphoff (Havixbeck) mit Corpiccio (2,92) sowie Titelverteidiger Philipp Koch (Tasdorf) mit Cracker Jack (3,26) überrunden lassen. Mit insgesamt vier Strafpunkten rangiert er vor dem Finale auf Platz drei. Der Sieg in der zweiten Wertungprüfung ging allerdings an die erst 16-jährige Frederike Staack (Lasbek) mit Goshawk, die damit vom elften auf den vierten Platz vorrückte (4,25).

Anders als bei den Jungen Reitern und den Junioren, deren erste Prüfung eine Zeitspringprüfung war, liegen bei den Ponyreitern gleich sechs Paare mit weißer Weste auf Platz eins des DJM-Zwischenstandes. Titelverteidiger Lars Volmer (Legden) mit seinem Schimmel Carrick zusammen mit seinen EM-Kollegen Philipp Schulze Topphoff (Havixbeck) mit Mentos Junior und Enno Klaphake (Steinfeld) mit Pepper Ann, Sophia Beckmann (Kalkar) mit Leo, Philip Houston (Leichlingen) mit Celina und Lea Ercken (Herten) mit Massaqua T. Alle sechs hatten weder in der ersten noch der zweiten Wertungsprüfung Fehler. Den Sieg in der zweiten Wertungsprüfung sicherte sich allerdings Ann-Katrin Dettmer (Porta Westfalica) mit Llaun Bonheddwr, die jedoch acht Strafpunkte vom ersten Tag mitbringt.

Sechs Paare geben auch bei den Children den Ton an. Allen voran Kathrin Stolmeijer (Emsbüren), die nach einer ruhigen Einstiegsrunde mit Apricot van Spalbeek Z heute den Sieg nach Hause brachte. Die Schnellste im Parcours war zwar Vortagessiegerin Riana Eisenmenger (Niederzeuzheim) mit Angelina, die aber einen Abwurf kassierte. Mit „Doppel-Null“ auf Platz eins im Zwischenstand liegen neben Stolmeijer auch Lilli Kremer (Kaarst) mit Quite Classic, Marec Dänekas (Holtland) mit City, Max Haunhorst (Hagen) mit Flashlight, Britt Roth (Freimersheim) mit Acontenance sowie EM-Teilnehmerin Laura Schoechert (Lossatal) mit Linett.

Im morgigen Finale ist jeweils nur noch die erste Hälfte des Teilnehmerfeldes startberechtigt. Zu absolvieren sind zwei Umläufe. "Da wird sich sicher noch das eine oder andere verändern. Nach einer in den Anforderungen moderaten ersten Prüfung, wird von Reiter und Pferd zunehmend mehr verlangt. Dazu kommen natürlich noch die Nerven, die bei so einem wichtigen Ereignis oftmals schon über die Platzierung entschieden haben", sagte Children-Bundestrainer Eberhard Seemann aus Münster.