Ergebnisse Pony EM Irland 2014: Gold für Semmieke Rothenberger

Deutsche Vielseitigkeitsreiter verpassen Medaillenchancen im Gelände

Millstreet/IRL (fn-press). Im dritten Anlauf hat es geklappt. Nach zwei Mal Silber gewann Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) jetzt bei den Europameisterschaften der Ponydressurreiter Gold in der Einzelwertung. Die 14-Jährige tritt damit in die Fußstapfen ihres Bruders Sönke, der 2008 ebenfalls mit Deinhard B den Titel holte.

Als drittletzte Starter setzten sich Semmieke Rothenberger und Deinhard B mit unangefochten mit 78,341 Prozentpunkten vom Rest des Feldes ab. "Das war total konzentriert, ganz korrekt und einfach nur gut“, sagte Bundestrainerin Cornelia Endres. Auf Platz zwei folgte die Vorjahres-Dritte Lisanne Zoutendijk aus den Niederlanden mit Champ of Class und 74,976 Prozentpunkten. Die Bronzemedaille ging nach Großbritannien, allerdings nicht an die Titelverteidigerin Phoebe Peters, sondern deren Landsfrau Alexandra Hellings mit Der Kleine Lord (74,756).

Ihre Sache gut machten auch Nadine Krause (Bad Homburg) und Danilo. Mit 73,951 Prozentpunkten verpassten die beiden nur knapp den Sprung aufs Treppchen und wurden Vierte. Newcomerin Lea Luise Nehls (Berlin), die mit DSP De Long recht kurzfristig ihre EM-Fahrkarte erhalten hatte, belegte Platz sechs (72,854). Etwas Pech hatte die zweite EM-Debütantin Maike Mende (Nordwalde), deren Desert Rose sich wie schon in der Mannschaftaufgabe auch in der zweiten Prüfung schwer von der Championatskulisse hatte beeindrucken lassen. Für sie endete die EM-Premiere mit einem 16. Platz (70,195 Prozentpunkten), für die anderen drei geht es morgen mit der Kür weiter.

Deutsche Vielseitigkeitsteam vergibt Medaillenchancen im Gelände

Nach dem guten Start in der Dressur ging es für die Vielseitigkeitsreiter heute ins Gelände. Mit einer souveränen Nullrunde arbeitete sich Calvin Böckmann (Lastrup) mit Askaban B vom siebten auf den vierten Platz vor und hat mit 41,3 Strafpunkten damit morgen noch Aussichten auf einen Treppchenplatz. „Das war wirklich eine Punktlandung“, sagte Bundestrainer Fritz Lutter und bescheinigte dem 13-Jährigen „viel Übersicht“. So kam innerhalb der erlaubten Zeit ins Ziel, obwohl er an Hindernis 8a/b die längere Alternative gewählt hatte. An besagter Hinderniskombination, einem Tiefsprung mit darauffolgendem Trapez, hatten zuvor seine Teamkolleginnen Christina Schöniger (Lengenfeld) mit Napoli und Celine Geißler (Bobenheim) mit Heiligenberg’s Normandie eine Verweigerung, Einzelreiterin Annie Kamieth (Apenburg-Winterfeld) sogar zwei Vorbeiläufer kassiert. Damit wurde auch das deutsche Team vom zweiten auf den fünften Platz durchgereicht, obwohl neben Calvin Böckmann auch Emma Brüssau (Schriesheim) mit Rocky fehlerfrei ins Ziel kam. Die Preis-der-Besten-Siegerin hatte mit 38,7 Minuspunkten das beste deutsche Dressurergebnis erzielt, zu dem im Gelände allerdings Zeitstrafpunkte hinzukamen. Mit 46,7 Minuspunkten belegt sie vor dem abschließenden Springen Platz acht.

Die Führung in der Mannschaftswertung haben die Franzosen mit nur 128,2 Minuspunkten. Sie könnten es damit ihren Springreiterkollegen nachmachen, die gestern souverän die Mannschaftswertung gewinnen konnten. Auf Platz zwei liegen die Briten mit 140,0 Minuspunkten, gefolgt von Italien (142,8), Belgien (153,3) und Deutschland (160,0). In der Einzelwertung konnte sich der nach Dressur führende Franzose Victor Levecque mit Qualitat de Bourdons seine Spitzenposition behaupten. Mit 33,4 Minuspunkten ist sein Vorsprung auf die Britin Isabelle Upton (38,3) allerdings etwas geschrumpft. Auf Rang drei rangiert mit 40,2 Minuspunkten der Italiener Matteo Guiducci mit dem Europameister von 2011, Mon Nantano de Florys.