Ergebnisse Pony-EM Arezzo 2013: Rothenberger holt Einzel-Silber in der Dressur

 

Gold geht nach England, Bronze in die Niederlande

Arezzo/ ITA (fn-press). Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) hat bei den Pony-Europameisterschaften in Arezzo als beste Reiterin des deutschen Dressurteams mit ihrem Hengst Deinhard B die Silbermedaille in der Einzelwertung geholt (78,463 Prozent). Die Goldmedaille ging dieses Jahr an die Britin Phoebe Peters mit St. Lucci (79,049). Die Niederländerin Lianne Zoutendijk war neue Reiterin des Champion de Luxe-Sohnes Champ of Class, der 2012 mit Susanne Vos Einzel-Gold holte. Dieses Jahr wurde es der Bronze-Rang (77,317 Prozent).

Semmieke Rothenberger wiederholte mit ihrer Silbermedaille den Einzel-Erfolg der Vorjahres-Euro in Frankreich. Allerdings hatte sie diesmal nicht auf Stute Golden Girl, sondern Hengst Deinhard B v. Dornik B-Golden Dancer gesetzt. Nach einem durchwachsenen Start in der Team-Entscheidung, wo der Ponyhengst noch etwas „spooky“ (O-Ton Bundestrainerin Cornelia Endres) war wegen knackender Lautsprecher und Unruhe auf der Tribüne, legte das Erfolgspaar (Sieg im Preis der Besten 2013) nun eine gewohnt gute Runde aufs Parkett. „Das war einfach wie an der Schnur gezogen. Deinhard B war heute top gehorsam, sehr durchlässig und hatte das Vertrauen zu seiner Reiterin wieder gefunden. Semmie ist super korrekt geritten und war richtig happy, dass ihr Pony wieder so kooperativ war“, berichtet Conny Endres. Ihre Taktik, den Ponyhengst in den frühen Morgenstunden nur eine halbe Stunde zu bewegen und dann noch einmal eine halbe Stunde zur Vorbereitung auf die Prüfung, war aufgegangen. „Bei diesen heftigen Temperaturen über 40 Grad, kann man Ponys und Kinder auch nicht länger in der Hitze lassen, sonst kriegen die ja einen Sonnenstich.“ Also galt es, die Ponys zu kühlen und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Auf Rang vier bis sechs ritten die weiteren drei deutschen Ponyreiterinnen mit einer sehr konzentrierten Leistung bereits am Freitag. „Die Mädchen waren punktemäßig so dermaßen dicht zusammen, dass es natürlich sehr schade ist, dass in der Kür am Sonntag nur die besten drei Reiter einer Nation starten dürfen. Ich hätte da nicht Richter sein wollen“, bedauerte Endres. Rang vier belegte Nadine Krause (Bad Homburg) mit Danilo (76,488 Prozent), gefolgt von Sophie Kampmann (Hamburg) mit Voyager (75,805 Prozent) und Hannah Cichos (Gelsenkirchen) mit Equistricons Lord Champion (75,293 Prozent). „Man kann schon sehr stolz sein, auf diese geschlossen gute Team-Leistung und vor allem auch die Ponys, die hier immer ihr Bestes geben wollten. Das hat auch die Richter beeindruckt."

Anerkennende Worte fand Cornelia Endres auch für die neue Einzel-Europameisterin Phoebe Peters: „Phoebe Peters ist einfach sehr fein geritten und hat ein extrem durchlässiges Pony. In den Lektionen hat sie überhaupt keine Punkte liegen lassen. Mir gefällt, dass vor allem die gute Ausbildung der jungen Reiterin honoriert wird, die einfach sehr gut ritt, auch wenn das Pony jetzt nicht für eine zehn trabt.“ Übrigens gratulierte das bereits „vergoldete“ Pony-Dressurteam auch gleich den erfolgreichen Pony-Springreitern von Bundestrainer Peter Teeuwen zu seiner Mannschafts-Goldmedaille. Die Parcours-Spezialisten und die „Buschis“ sah man wiederum zum Daumendrücken im Dressurstadtion. „Wir haben einen ganz tollen, disziplinübergreifenden Teamgeist hier in Italien, wo alle Wettkämpfe dicht beieinander ausgetragen werden“, freut sich die Bundestrainerin. Nun müssen weiter die Daumen gedrückt werden, denn weitere Einzel-Medaillen in der Kürz sind „durchaus noch drin“. FN-aktuell/ Tina Pantel