Ergebnisse Nachwuchschampionat Vielseitigkeit: Westfalen und Schleswig-Holstein gewinnen uvex-Trophy

Luisa Sophie Welsch und Martje Dethlefsen siegen in der Einzelwertung

Warendorf (fn-press). Platztausch beim Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit. Der Sieg in der uvex-Trophy 2013 ging an die westfälischen Ponyreiter und das „Pferde“-Team aus Schleswig-Holstein. Im vergangenen Jahr war es genau umgekehrt. Mit Luisa Sophie Welsch aus Selm-Cappenberg mit Aleppo D (Ponys) und Martje Dethlefsen aus Kleinwiehe mit Horseware’s Master Boy (Pferde) stellten die beiden Mannschaften auch die Sieger in der Einzelwertung.

Sechs Teilprüfungen galt es zu absolvieren: Theorie, Laufen, Vormustern, Dressur, Stilspringen und Stilgeländeritt. Am Ende gab es strahlende Gesichter. „Das war in diesem Jahr – in beiden Abteilungen – ein Topstarterfeld mit einer breiten Spitze und einem starken Mittelfeld“, sagte Cornelia Endres, Bundestrainerin der Pony-Dressurreiter, die einmal mehr die Dressuren kommentierte. Auch Vielseitigkeits-Bundestrainer Hans Melzer war voll des Lobes. „Zwei Dinge haben mich besonders gefreut“, sagte er nach dem Geländeritt der Abteilung Pferde: „Die vielen guten Paare und die Topleistungen – zehn Mal wurde die Note 9 und besser vergeben –, aber auch die Tatsache, dass im Vergleich zu den Vorjahren so viele Jungs am Start waren.“

Seine Komplimente trafen beim Team aus Schleswig-Holstein ins Schwarze. Die Mannschaft von Landestrainer Detlef Peper glänzte sowohl durch gutes Reiten, als auch durch den hohen Jungen-Anteil: Joseph Tietje aus Gnutz mit Wild Cherry, Georg von Schiller aus Rabel mit Delektra sowie Finn von Schmeling aus Hamburg mit Pilula, am Ende Fünfter in Einzelwertung, traten für Holstein an. Verstärkt wurde das Team durch Neele Schwarz aus Eutin mit Emilion sowie die Martje Dethlefsen. Die 13-jährige Nichte des zweimaligen Mannschaftsolympiasiegers Peter Thomsen aus Lindewitt saß im Sattel von Horseware’s Master Boy, mit dem Kirsten Thomsen erfolgreich bis aus Drei-Sterne-Niveau unterwegs war. In Warendorf bewies der Holsteiner Lehrmeister-Qualitäten: Beim Geländeritt fehlte nicht viel zur absoluten Spitzennote. Dethlefsen bekam die 9,8, aber auch in der Dressur (8,8) und im Springen (8,2) konnten sich die Leisungen des Paares sehen lassen. „Ich bin meiner Tante sehr dankbar, dass ich Master Boy reiten darf, nachdem sie ihn aus dem großen Sport verabschiedet hat“, sagte die Sieger. „Für den Herbst ist nun der Start im U15-Finale geplant“, verriet Kirsten Thomsen, die die Tochter ihrer Schwester auch trainiert.

Einheitlich in Topform präsentierten sich im Gelände die Rheinländer (Marleen Emig mit Loxlin B, Nils Kirschbaum mit Littel Leo P, Anais Neumann mit Chocolate Chips, Kira Theberat mit Van Deik und Lina Gesa Völke mit Pluspunkt). Nicht nur dank drei Mal 9,0 beim Geländeritt landete das rheinische Team auf Platz zwei und stellte mit Maleen Emig auch die Zweite der Einzelwertung.

Zwei Mal Bronze gab es für Nele Mader aus Trochtelfingen mit Mystika, sowohl in der Einzelwertung als auch mit ihrer Mannschaft vom Landesverband Baden-Württemberg. Das Nachsehen hatten die Hannoveraner, die vor Springen und Dressur noch auf Medaillenkurs gelegem hatten. Das Team Hannover wurde Vierter, Titelverteidiger Westalen landete auf Platz fünf.

Am Ende hatten aber auch die Westfalen gut lachen. Nach Dressur und Springen übernahm das Pony-Quintett von Anna Schulze Zurmussen (Luisa Sophie Welsch mit Aleppo D, Marie Füntmann mit Rabia, Amelie Helmer mit Nabur, Josefine Hölscher mit Donna, Kim Riegelmeier mit Nemo) die Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab. Nur beim Geländeritt, der in dieser Abteilung den Abschluss machte, wurde es noch einmal eng, als der Ritt der letzten Starterin von Hauptkonkurrent Schleswig-Holstein – Leonie Rieth aus Meyn mit Maddox – mit einer 9,8 belohnt wurde. MIt nur einem einzigen Punkt Vorsprung behielten die Westfalen jedoch die Nase vorn und stellten in der Einzelwertung nicht nur die Siegerin, Luisa Sophie Welsch, sondern auch die Zweitplatzierte, Marie Füntmann (Recklinghausen).

Leonie Rieth wurde Dritte. Gemeinsam mit Maximilian Beckmann mit Moonlight, Lina Sophie Losse mit Sandiego, Märtha-Louise Neeth mit Carino sowie Leo von Schmeling mit Johnny Boy gewann sie außerdem Mannschaftssilber mit dem Holsteiner Team.

Dritte in der Teamwertung in der Abteilung Ponyreiter wurde die Mannschaft aus Baden-Württemberg, die als einziges Ponyteam im Theoreiteil die Multiple-Choice-Aufgaben mit einer glatten 10 gelöst hatte. Das beste Ergebnis für die Mannschaft aus dem Ländle erzielte Emma Brüssau a aus Schriesheim mit Rocky. Das Paar bekam für seine Geländevorstellung eine 9,5 und landete am Ende in der Gesamtwertung auf Platz fünf.

Jeweils Vierter in der Einzelwertung wurde in beiden Abteilungen ein Junge: der erst zwölfjährige Maximilian Beckmann (Brunsbüttel) mit Moonlight vom Team Schleswig-Holstein bei den Ponys und Fritz Ludwig Lübbeke aus Wingst mit Caramella vom Team Hannover.