Ergebnisse Jugend-WM Distanzreiten: Clara Haug auf Platz 31 - Frankreich gewinnt Teamwertung

 

Tarbes/FRA (fn-press). Bei den Weltmeisterschaften im Distanzreiten für Junioren und Junge Reiter hat Clara Haug (Waren) mit Zyona als beste deutsche Teilnehmerin Platz 31 belegt. Mehr als 90 Nachwuchs-Distanzreiter aus der ganzen Welt waren auf die 120 Kilometer lange Strecke in Tarbes, in der Nähe der berühmten Pilgerstätte Lourdes, in Frankreich gestartet. Der Sieg ging an das gastgebende Team aus Frankreich, das bei der vorherigen Jugend-WM Bronze geholt hatte.

Die 18-jährige Clara Haug hatte sich mit ihrer 15-jährigen Araberstute Zyona während des Rittes im Mittelfeld gehalten. Nach dem Zieleinlauf war sie noch um einige Plätze aufgestiegen. Denn gleich vier Reiter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten waren als erste ins Ziel gekommen. Aber nur einer von ihnen blieb auch in der Wertung. Bei den anderen drei bestanden die Pferde die abschließende Untersuchung durch die Tierärzte nicht. Der Sieg an AL Jahouri Khalifa Ali Khalifan mit Niac Amor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der nach sechs Stunden und 34 Sekunden im Ziel war und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,97 Kilometern in der Stunde geritten war. Die Silbermedaille gewann Marijke Visser aus den Niederlanden mit Eomer (Reitzeit: 06:13:05/19,30 km/h). Bronze sicherte sich die Australierin Erin Krahnen mit Emily Jones TE (Reitzeit: 06:21:10/18,89 km/h).

In der Mannschaftswertung gewann das Team aus Belgien hinter den Franzosen die Silbermedaille. Platz drei ging an das Team aus Spanien. Die deutsche Mannschaft kam nicht in die Wertung, da Clara Haugs Teamkollegen Kjell Kiewert (Langenberg) und Sabrina Birmele (March) den Ritt nicht beenden konnten. Als erstes war die WM für den 16-jährigen Kjell Kiewert zu Ende. Er konnte bei seinem Championats-Debüt sein Pferd Cheyenne nach der zweiten Runde, also nach der Hälfte der 120 Kilometer, nicht mehr für die dritte Runde qualifizieren. Bei der 21-jährigen Sabrina Birmele kam das Aus mit Eurazia du Vallois vor der letzten Runde. „Bei beiden Pferden haben die Tierärzte leichte Taktunreinheiten gesehen und sie deshalb nicht weiter gehen gelassen, das ist für unsere Mannschaft natürlich sehr schade“, erklärte Equipechef Renan Borowicz (Berlin). Bundestrainer Georg Ording (Warendorf) ärgerte sich ebenfalls über das Ausscheiden von Sabrina Birmele. „Sie ritt bis dahin unter den ersten 15 und hat eine gute Leistung gebracht“, so Ording. „Auch Kjell hatte einfach Pech mit dem Pferd, aber er hat gut geritten, man konnte eine deutliche Entwicklung sehen.“ Georg Ording, der erst seit Anfang Juni Bundestrainer der Distanzreiter ist, sagte, dass er außerdem einige Erkenntnisse für seine weitere Arbeit und zukünftige Championate mitgenommen habe. „Wenn wir das dann alles umgesetzt bekommen, sind wir vielleicht beim nächsten Championat – der EM der Senioren in Most in Tschechien – soweit, dass wir auch um eine Medaille mit reiten können“, so seine Prognose.