Ergebnisse HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter: Doppelerfolg für Schleswig-Holstein

Teike Carstensen gewinnt das Finale mit Pferdewechsel

Braunschweig (fn-press). Teike Carstensen aus Sollwit in Schleswig-Holstein ist die neue Championess der Nachwuchsspringreiter. Die 15-jährige gewann mit der, von der Familie selbst gezogenen Holsteiner Stute Zürich bei den Löwen Classics in Braunschweig eine der renommiertesten Nachwuchsprüfungen in Deutschland, das HGW-Bundesnachwuchschampionat. Auf Platz zwei folgte mit Johanna Huesmann(17) aus Lütjenburg eine weitere junge Amazone aus Schleswig-Holstein, Dritte wurde Julia Schacht (18) aus Osnabrück/Weser-Ems.

Erneut wurde das HGW-Bundesnachwuchschampionat auf absolut hohem Niveau ausgetragen, alle 15 Teilnehmer der Finalprüfung wurden in der Grundnote mit 8,0 und besser bewertet, drei Mal gab es sogar eine 9,0 und besser. „Die jungen Leute sind unglaublich gut geritten“, fasste Bundestrainer Heinrich-Hermann Engemann (Bissendorf) seine Eindrücke zusammen. Auch der Namensgeber und Initiator der Serie, Hans Günter Winkler (Warendorf), freute sich: „Es ist einfach wunderbar, unsere Jugend so gut zu sehen“, sagte er.

Entschieden wird das Championat traditionell mit einem Pferdewechsel der besten Vier. Mit der Wertnote 9,0 aus dem Umlauf führten Johanna Huesmann und der Holsteiner Wallach Coco Chambato das Ranking an, eine 8,9 hatten Julia Schacht und die Hannoveraner Stute Que Sera erhalten, die Wertnote 8,8 brachten Teike Carstensen mit Zürich sowie Lara Könemann aus Rhede/Westfalen mit Codoro mit.

Als erstes musste Lara Könemann mit dem Pferd von Johanna Huesmann in den Parcours. Doch diese beiden harmonierten nicht miteinander, nach zwei Verweigerungen war für sie die Vorstellung beendet. Für die Tochter von Nationenpreisreiter Gerd Könemann blieb so – wie bereits im vergangenen Jahr – nur der vierte Platz. Besser lief bei Johanna Huesmann, Nichte von Carsten-Otto Nagel aus Wedel, mit Lara Könemanns Pferd Codoro. Allerdings passte auf dem Weg zu Sprung drei die Distanz nicht so ganz, ein Abwurf war die Folge. Zu der 9,0 aus dem Umlauf addierte sich eine 8,4. Ebenfalls die Note 8,4 erhielt Julia Schacht, die im Sattel von Zürich Platz genommen hatte. Am besten kamen Teike Carstensen und Que Sera zurecht. Für ihre absolut sichere und souveräne Runde vergaben die Richter die Tageshöchstnote, 9.2. „Das Pferd ist ganz toll geritten“, lobte Teike später. „Es ist natürlich aufregend, ein fremdes Pferd über solch einen Parcours zu reiten, aber die Stute lag mir einfach“. FN/Birgit Springmann

Foto von Jürgen Stroscher: Teike Carstensen mit Zürich und Hans Günter Winkler