Ergebnisse Fahrturnier CAI Drebkau 2015: Zweispänner - Sieg für Sebastian Warneck

Anna Sandmann und Stefan Schottmüller folgen

Drebkau (fn-press). Das Fahrsportzentrum Drebkau am Schlosspark in Raakow war an diesem Wochenende Austragungsort eines Drei-Sterne-Fahrturniers (CAI3*). Für die deutschen Zweispännerfahrer war das Turnier ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften Ende September in Ungarn. Der Sieg ging an Sebastian Warneck aus Dabendorf.

Zwar erfolgt die WM-Nominierung erst nach dem CAIO Riesenbeck (30.7./2.8.), dennoch galt es, vor den Augen von Bundestrainer Wolfgang Lohrer (Meißenheim) Bestleistungen zu zeigen und noch mögliche Gespannkombinationen zu testen. Natürlich war an diesem Wochenende mit Hitzerekorden auch in Drebkau das Wetter eines der zentralen Themen. Vorsorglich hatten die Verantwortlichen ein Hindernis aus der Marathonstrecke herausgenommen. „Aber das wäre eigentlich nicht nötig gewesen“, berichtete Lohrer. „Die Pferde haben die Hitze weit aus besser weggesteckt als die Fahrer, es gab nach dem Marathon keine Probleme“.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Lähden vor zwei Wochen hatte der heutige Gesamtsieger noch mit seinem Dressurergebnis gehadert. Weil sich eines seiner Pferde mächtig von der Außenwelt ablenken ließ, sprang für ihn dort nur Rang 25 heraus. In Drebkau waren Balos und Beat me Okydo deutlich entspannter: 41,65 Punkte bedeuteten Platz eins in der Dressur vor Lokalmator Sandro Koalick und Stefan Schottmüller aus Kraichtal. Auch im Gelände konnte Warneck punkten: Mit Balos in Kombination mit Bento war er Dritter, mit seinem zweiten Gespann Siebter. Den Sieg im Gelände holte sich jedoch die deutsche Vize-Meisterin, Anna Sandmann aus Lähden. Mit ihren beiden Pferden Andy und Donvito vd Mulligenfree war sie in allen sieben Hindernissen konstant gut unterwegs. Platz zwei ging an den Polen Dariusz Bajer, Stefan Schottmüller wurde hinter Josef Hrouda (CZE) Fünfter.

In der Zwischenwertung führte damit Warneck mit 3,88 Punkten Vorsprung vor Koalick und Schottmüller. Anna Sandmann hatte sich nach Platz acht in der Dressur mit ihrem Marathonsieg auf Platz vier vorgearbeitet. Während sich Koalick und Schottmüller im Kegelparcours Abwürfe und mehrere Zeitfehler leisteten, konnte Warneck mit nur einem Abwurf und Zeitfehlern Platz eins halten. Beste im Parcours war Anna Sandmann: Fehlerfrei und lediglich einen Wimpernschlag zu langsam gewann die 19-Jährige diese Teilprüfung und schob sich auf Platz zwei der Gesamtwertung vor. Einen Sprung nach vorn machte auch Arndt Lörcher: Für den Wolfenbütteler waren Dressur und Marathon mit Rang elf bzw. Rang 13 nicht ganz nach Wunsch verlaufen, eine fehlerfreie Fahrt (mit wenigen Zeitfehlern) brachten ihm dann aber Platz zwei im Hindernisfahren und Platz vier in der Gesamtwertung ein. Dritter wurde Stefan Schottmüller, Sandro Koalick beendete das Turnier im Heimatverein als Fünfter.

Ergebnisse Vierspänner aus Drebkau

Neun Gespanne waren in der Vierspänner-Konkurrenz am Start. Für die Teilnehmer ging es nicht nur um Sieg und Platzierung, sondern auch um Punkte für den Hallen-Weltcup. Siegreich war am Ende Rainer Duen aus Minden. Der 44-Jährige war im Hindernisparcours als Einziger ohne Abwurf geblieben und verwies damit auf der Schlussgeraden den Ungarn Lajos Moro auf Platz zwei. Der Abstand zwischen den Beiden betrug lediglich 0,13 Punkte. Christoph Sandmann (Lähden) musste sich trotz eines deutlichen Sieges im Marathon am Ende mit Platz vier zufrieden geben. Zwar fiel bei ihm nur ein Ball im Parcours, aber es kamen etliche Zeitfehler hinzu. Dritter wurde der Schwede Axel Olin.

Ergebnisse Einspänner aus Drebkau

Schon nach Dressur (Platz eins) und Marathon (Platz eins) schienen die frischgekürten Deutschen Meister, Marlen Fallak (Nägelstedt) und ihre ehemalige Bundeschampioness des Schweren Warmblutes, Tessa FST (v. Valerius), mit etwas mehr als sieben Punkten uneinholbar. Exzellent dann auch ihre Leistung im Kegelparcours: Kein Abwurf, lediglich 4,41 Zeitfehler. Damit gewann das Paar souverän die Kombinierte Wertung vor dem Polen Bartlomiej Kwiatek mit Niger. Auf Platz drei behaupteten sich Marion Freymann (Hamburg) und ihre Hannoveraner Stute World Pearl Q (v. Worldly I), allerdings schon mit 28,98 Punkten Differenz zur Siegerin.