Ergebnisse Fahren CHIO Aachen: Michael Brauchle Zweiter im Marathon der Vierspänner

 

US-Amerikaner Chester Weber gewinnt die Einzelwertung

Aachen (fn-press). Vierspännerfahrer Michael Brauchle hat beim CHIO Aachen knapp den Sieg in der Marathonfahrt verpasst. Am Ende musste er sich allerdings dem Australier Boyd Exell geschlagen geben, der vier der acht imposanten Hinderniskomplexe in der schnellsten Zeit absolvierte. Aber auch der zweimalige Weltmeister konnte seinen Titel nicht verteidigen. Neuer Aachen-Sieger in der Einzelwertung wurde der US-Amerikaner Chester Weber. Als bester Deutscher landete Christoph Sandmann (Lähden) Platz fünf.

Einmal mehr bewies Michael Brauchle in der Soers sein Geschick und seine schnelle Reaktionsfähigkeit beim Geländefahren. Mit seinen 92,87 Strafpunkten gab er fast bis zum Schluss den Ton an. „Die Witterungsverhältnisse waren schon schwer, aber meine Pferde sind konditionell sehr stark“, sagte er im Interview. Als positiv wertete er daher die Entscheidung der Verantwortlichen, das verlangte Tempo zu senken. „Das war eine sehr gute Sache, denn man konnte von Hindernis zu Hindernis immer wieder im Schritt fahren, was sehr gut war“, sagte er. Erst der vorletzte Starter machte die Hoffnung auf den Sieg zunichte. Mit nur 91,63 Strafpunkten setzte sich Boyd Exell vor den 24-jährigen Sportsoldaten. „Schade, im ersten Hindernis musste Michael eine zusätzliche Volte fahren. Ohne die hätte er wahrscheinlich wieder gewonnen“, sagte Karl-Heinz Geiger. Der Bundestrainer hofft nun darauf, dass Brauchle zu seiner alten Form in der Dressur zurückfindet. So konnte dieser dank seiner heutigen Leistung zwar etliche Plätze gutmachen, kam aber dennoch nicht über Platz elf hinaus.

Als bester Deutscher landete Christoph Sandmann auf Platz fünf der Einzelwertung. Nach Dressur und Kegelfahren war der dreimalige Mannschaftsweltmeister noch auf Platz vier gelegen, ließ er allerdings im Gelände im Hinblick auf die Weltreiterspiele in der Normandie etwas ruhiger angehen: 102,23 Minuspunkte bedeuteten Platz neun. Etwas Pech hatte sein Teamkollege Georg von Stein (Modautal). Er blieb mit seinem Gespann in Hindernis drei einmal hängen und verlor dadurch wertvolle Zeit. Vor allem in den technischen Hindernissen habe er mit seinen jungen Pferden noch ein paar Defizite, sagte von Stein im Interview. Mit 112,28 Minuspunkten ordnete er sich im Marathon direkt hinter dem zweiten deutschen Einzelfahrer Rainer Duen (Minden) ein, der mit 112,24 Minuspunkten den 16. Platz belegte. Die dritte Teamfahrerin Mareike Harm (Negernbötel) landete mit 118,62 Minuspunkten auf Platz 18. „Mareike ist hier sehr ordentlich gefahren, hat die schweren Aufgaben im Aachener Kurs gut gemeistert“, sagte Geiger.

Mit den Ergebnissen in der Marathonfahrt fiel das deutsche Team vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Während die Niederländer ihre Führung mit 280,12 Minuspunkten weiter ausbauen konnten, müssen die Deutschen nach zwei Teilprüfungen mit 307,24 Minuspunkten auch noch den Ungarn (297,73) den Vortritt lassen. Die Entscheidung im Nationenpreis fällt morgen im Kegelfahren.