Ergebnisse Fahren aus Herford: Favoriten vorn

Siege für Sandmann, Freund, Brauchle und Pfeffer

Herford (fn-press). 85 Gespanne gingen an diesem Wochenende auf dem Hof Meyer zu Hartum in Herford an den Start. Die Siege in der schweren Klasse holten sich Christoph Sandmann (Lähden/Vierspänner), Marco Freund (Neu-Isenburg/Zweispänner), Steffen Brauchle (Lauchheim/Pony-Vierspänner) sowie Jan-Felix Pfeffer (Henstedt-Ulsburg/Pony-Zweispänner).

Gesichtet wurde in allen Anspannungsarten. Für die Vierspännerfahrer war Herford ein Pflasterstein auf dem Weg zum Nationenpreis in Riesenbeck und zu den Europameisterschaften in Aachen. Die Zweispännerfahrer konnten eine Empfehlung für die Teilnahme am Nationenpreis in Riesenbeck und an den Weltmeisterschaften in Ungarn abgeben und für die Ponyfahrer ging es um Tickets für die Weltmeisterschaften in Breda. Wer aber letztendlich die deutschen Farben bei den jeweiligen Championaten vertreten wird, entscheidet sich erst nach den weiteren Sichtungen u.a. in Lähden (19/21. Juni), Drebkau (3./5. Juli), Minden (9./12. Juli) und Schildau (24./26. Juli).

Zweispänner

Von einem „Luxusproblem“ mag Wolfgang Lohrer (Meißenheim), Bundestrainer der Zweispännerfahrer, nur ungern sprechen. Tatsache aber ist, dass er über eine recht große Anzahl potentieller WM-Fahrer verfügt. Die Top-Platzierten der ersten Sichtung in Zeiskam und der „Einlaufprüfung“ in Blievenstorf gehörten auch in Herford zu den Besten. Der Gesamtsieg ging an Marco Freund. Der 19-jährige gewann die Dressur und blieb als einziger Teilnehmer in dem von Wilhelm Wörner (Groß-Umstadt) sehr anspruchsvoll gebauten Kegelparcours ohne Zeit- und Hindernisfehler. Lediglich im Gelände musste Freund dem Dabendorfer Sebastian Warneck den Vortritt lassen. Warneck war nach dem Gelände und der Dressur (Platz zwei) auch Zweiter der Zwischenwertung, fiel aber mit 14,86 Punkten in den Hindernissen hinter Stefan Schottmüller (Kraichtal) auf Platz drei zurück. Schottmüller machte vor allem im Kegelparcours Punkte gut, hier belegte er mit nur einem Abwurf Platz zwei. Gesamt-Vierter wurde der Wolfenbüttler Arndt Lörcher. Der Sieger von Blievenstorf probierte in Herford quasi „Plan B“, fuhr im Gelände sein Dressurgespann und setzte in der Dressur und im Hindernisfahren erstmals den Schimmel Zaffiro, den ihm Rainer Bruehlheide aus Halle für die Saison zur Verfügung stellt, ein. Auf Platz fünf fuhr Lars Schwitte aus Südlohn. Anna Sandmann (Lähden), die Siegerin von Zeiskam, verpasste ganz knapp eine Platzierung. Sie war Fünfte im Gelände und Vierte im Hindernisfahren, hatte aber in der Dressur Probleme. „Auf dem Abfahrplatz sah alles sehr gut aus, kaum war sie eingefahren, galoppierte das eine Pferd nur noch“, berichtete Lohrer.

Vierspänner

Bei den Vierspännern war Christoph Sandmann einmal mehr das Maß aller Dinge. Mehr als 15 Punkte trennten den amtierenden Mannschafts-Vize-Weltmeister am Ende von Mareike Harm (Negernbötel). Die einzige Fahrerin in der „Königsklasse“ hatte hinter Sandmann Platz zwei in der Dressur belegt und mit dem Wallach Vizier ein neues Pferd in Herford eingesetzt. Platz drei ging an Rainer Duen (Minden), Platz vier an Rene Poensgen (Eschweiler). Großen Jubel gab es am Samstag im Team Gerkens. Der mehrfache Weltmeister der Pony-Vierspännerfahrer Dirk Gerkens gewann in Herford seinen ersten Marathon in der „großen“ Vierspänner-Klasse. Auch bei Sebastian Hess (Ubstadt-Weiher) wurde gefeiert – nicht nur der Geburtstag des Fahrers sondern auch der Sieg im Hindernisfahren.

Ponygespanne

Die Sieger der ersten Pony-Sichtung im österreichischen Bregenz ließen auch in Herford nichts „anbrennen“. Steffen Brauchle gewann mit sieben Vorsprung bei den Vierspännern vor Tobias Bücker (Emsdetten), Dieter Höfs (Weil der Stadt), Thomas Bär (Mühltroff) und Florian Wißdorf (Neuss). Etwas knapper hingegen der Sieg von Jan-Felix Pfeffer. Nach Platz eins in der Dressur, Platz drei im Gelände und Platz fünf im Hindernisfahren, wurden für den 37-jährigen am Ende 111,12 Punkte notiert, „Verfolger“ Dieter Baackmann (Emsdetten) kam auf 112,61 Punkte. Jakob Fink (Großsteinhauserhof) belegte Rang drei vor Sven Kneifel (Wunstorf), Christof Weihe (Minden), Nina Schäfer (Mümlingtal) und Thomas Tischer (Neu-Isenburg). Einzelsiege feierten Dieter Höfs (Dressur Pony-Vierspänner), Thomas Bär (Marathon Pony-Vierspänner), Florian Wißdorf (Hindernisfahren Pony-Vierspänner), Niels Kneifel (Marathon Pony-Zweispänner) und Norman Eggeling (Verden, Hindernisfahren Pony-Zweispänner).

Fahren Vecses/HUN: Georg von Stein auf Platz drei

Vecses/HUN (fn-press). Beim Nationenpreis der Vierspänner in Vecses in Ungarn hat Georg von Stein aus Modautal in Hessen Platz drei in der Kombinierten Wertung belegt. Es siegte der Niederländer Ijsbrand Chardon vor dem Ungarn Zoltan Lazar. Den Nationenpreis gewannen einmal mehr die Mannschafts-Weltmeister aus den Niederlanden, vor dem Team aus Ungarn und der deutschen Mannschaft. Für das deutsche Team waren Georg von Stein und Michael Brauchle nach Ungarn gefahren.

Der Sieg in der Dressur und im Gelände war noch an den Ungarn Lazar gegangen, denn in beiden Teilprüfungen verwies er den Niederländer Ijsbrand Chardon auf den zweiten Platz. Aber Zoltan Lazar vergab im Kegelparcours den Sieg. Er kam mit 11,03 Punkten ins Ziel (Platz neun) und fiel mit 140,72 Punkten hinter Ijsbrand Chardon zurück. Dieser fügte den beiden zweiten Plätzen noch einen weiteren zweiten Platz mit 1,15 Strafpunkten im Kegelfahren hinzu und zog in der Gesamtwertung mit 134,90 Punkten an Lazar vorbei. Georg von Stein hatte in der Dressur Platz vier, im Gelände Platz vier und im Hindernisfahren mit nur drei Strafpunkten Platz drei belegt. So kam er auf eine Gesamtpunktzahl von 142,51 Punkten und belegte Platz drei. Sein Teamkollege Michael Brauchle aus Lauchheim in Baden-Württemberg belegte am Ende Platz sieben (151,37). Er hatte sich nach Platz neun in der Dressur, Platz fünf im Gelände und Platz vier im Kegelfahren von Teilprüfung zu Teilprüfung gesteigert.

Platz drei für Einspännerfahrerin Anika Geiger

Auch die Einspänner starteten in Vecses. Aus deutscher Sicht war hier nur Nachwuchsfahrerin Anika Geiger (Rechtmehring), Tochter des Bundestrainers der Vierspänner Karl-Heinz Geiger am Start. Sie konnte sich im internationalen Starterfeld mit ihrem Pferd Felix Feuerstein gut behaupten – im Gelände fuhr sie sogar die schnellsten Zeiten und nahm den Sieg mit nach Hause. Mit Platz sechs in der Dressur, dem Sieg im Gelände und Platz fünf im Kegelfahren belegte sie am Ende Platz drei im internationalen Starterfeld. Der Sieg ging an Stefan Ulrich aus der Schweiz.

Daniel Schneiders in Saumur/FRA auf Platz zwei

 

Einen großen Erfolg konnte auch Vierspännerfahrer Daniel Schneiders für sich verbuchen. Er startete beim internationalen Fahrturnier in Saumur in Frankreich und wurde nur vom amtierenden Weltmeister Boyd Exell aus Australien geschlagen. 19 Vierspännerfahrer waren in Saumur am Start und Exell ließ mit Platz eins in der Dressur und Platz eins im Gelände nichts „anbrennen“. Platz fünf im Hindernisfahren mit 4,09 Strafpunkten konnte seinen Sieg nicht mehr gefährden, so dass er mit einem großen Vorsprung mit 138,26 Punkten die kombinierte Wertung gewann. Daniel Schneiders aus Petershagen in Ostwestfalen hatte nach Platz acht in der Dressur immer mehr aufgeholt. Im Gelände belegte er hinter Exell Platz zwei und im Hindernisparcours gelang im eine von insgesamt nur zwei Nullrunden des gesamten Starterfeldes. So beendete er das Turnier mit 163,07 Punkten auf Platz zwei. Platz drei ging an den Belgier Edouard Simonet mit 168,08 Punkten.