Ergebnisse EM Springen Dänemark 2013: Platz vier nach erster Nationenpreis-Runde

 

Daniel Deußer und Ludger Beerbaum fehlerfrei

Herning (fn-press). Mit zwei souveränen fehlerfreien Runden begeisterten Ludger Beerbaum und Daniel Deußer im ersten Umlauf des Nationenpreises der Springreiter bei der Europameisterschaft in Herning. Das Team, zu dem auch Carsten-Otto Nagel und Christian Ahlmann gehören, rangiert zur Halbzeit auf Platz 4.

Es ist nach wie vor alles offen: Lag im Zeitspringen am Dienstag die Equipe aus Frankreich deutlich in Führung, rangiert nach dem ersten Umlauf des Nationenpreises die britische Mannschaft mit 8,18 Fehlerpunkten an erster Position, gefolgt von der Schweiz (8,45) und Frankreich (11,14). Das Quartett von Bundestrainer Otto Becker bleibt mit 12,77 Fehlerpunkten auf dem vierten Rang. Es folgen Schweden (13,44), die Niederlande (16,61), Italien (16,84) und Belgien (16,88).

Der deutsche Parcourschef Frank Rothenberger hatte den 19 teilnehmenden Mannschaften lösbare Aufgaben gestellt. Bei solchen Nationenpreisen gilt es schließlich, die schwächeren Mannschaften nicht zu „alt“ aussehen zu lassen. Am Donnerstag im zweiten Umlauf sind nur noch die zehn besten Teams zugelassen. Otto Becker: „So viel ist sicher, der Parcours wird morgen schwerer. Das ist hier kein Selbstläufer. Wir haben noch einen langen Weg vor uns.“

Zunächst freut sich der Bundestrainer über zwei fehlerfreie Runden. Daniel Deußers erst zehnjähriger westfälischer Wallach Cornet D’Amour spielte wie schon im Zeitspringen mit den Hindernissen. „Ich bin mit einem guten Gefühl hier nach Dänemark gefahren, denn Cornet hat in dieser Saison alle Erwartungen erfüllt. So ein Pferd wie ihn hatte ich noch nie.“ Der Sohn des Cornet Obolenksy gehört zur Hälfte einem US-Amerikaner und seinem Arbeitgeber Stephex Stables im belgischen Mechelen, wo Deußer auch lebt. Der 32-Jährige hat das feste Versprechen der Besitzer, Cornet D’Amour mindestens noch bis zu den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie reiten zu können.

Die zweite Nullrunde glückte Ludger Beerbaum auf der ebenfalls erst zehnjährigen Holsteinerin Chiara. Als Schlussreiter lastete ein gewisser Druck auf ihm. „Chiara ist super in Schuss, ich bin total happy.“ Er ritt mit viel Schwung in die dreifache Kombination, um am mittleren Doppelrick keinen Abwurf zu kassieren. Das war nämlich die Klippe des Parcours, die auch bei Christian Ahlmann auf Codex One und Carsten-Otto Nagel auf Corradina zum Fehler führte. Viele Pferde erkannten die hintere Stange zu spät oder hatten zu wenig Vorwärtsdrang. Carsten-Otto Nagel haderte mit sich: „Das ist enttäuschend, wir haben heute denselben Fehler gemacht wie gestern. Corradina traute sich nicht, richtig zuzuspringen. Ich habe ihre Unsicherheit deutlich gespürt.“ Dennoch hatte Nagel ein dickes Lob für die 15-jährige Holsteinern parat: „Sie war nur in dieser einen Situation nicht souverän, ansonsten sprang sie super.“ Christian Ahlmann konnte es sich nicht so recht erklären, warum auch Codex am Doppelrick patzte. Er sei eigentlich mit genug Schwung vor den Sprung der Kombination gekommen.

Brite Ben Maher in Führung

In der Einzelwertung liegt nach wie vor der Brite Ben Maher vorne. Mit Cella, einer Tochter von Otto Beckers einstigem Erfolgspferd Cento, blieb er wieder fehlerfrei, so dass sein Konto mit „Null“ geführt wird. Knapp dahinter folgen der Schweizer Steve Guerdat mit Nino de Buissonetts (0,29). Auf den folgende Rängen: Roger-Yves Bost (Frankreich, 0,58), Rolf-Göran Bengtsson (Schweden, 1,63), Luciana Diniz (Portugal, 1,85) und Daniel Deußer (2,01). Ludger Beerbaum ist mit 3,34 Fehlerpunkten belastet (11.), Christian Ahlmann mit 7,42 (25.) und Carsten-Otto Nagel mit 7,49 (26.)

Der zweite Umlauf des Nationenpreises beginnt am Donnerstag um 18 Uhr.

Ergebnisse: www.european-herning.de

Foto von FEI/Kit Houghton: Der Brite Ben Maher mit Cella