Ergebnisse Dressur vom Samstag Dressurturnier CDI3* Stadl-Paura 2014

 

Österreichs Nachwuchs begeisterte in Stadl-Paura-Die Profis stellten sich dem ersten Grand Prix

Stadl-Paura – Ein vollgespicktes Programm mit vielen schönen Highlights erwartete die dressursportbegeisterten Zuschauer am heutigen Samstag, dem vierten Turniertag beim Drei-Sterne-Event in Stadl-Paura. Neben den finalen Musikküren der Pony, Junioren und Jungen Reiter-Tour ist am Abend der erste Teilbewerb der Grand Prix Tour, die Qualifikation zum Grand Prix Special, angesetzt.

Celine König ist die Pony-Queen in Stadl-Paura

Am Vormittag wurde fulminant mit den kleinsten Bewegungskünstlern begonnen. Die 18 besten Ponyreiter präsentierten mit malerischer Musik unterstrichen ihre eigens zusammengestellten Choreographien und mussten sich am Ende einer genialen Celine König geschlagen geben. Die 15-jährige Deutsche konnte gemeinsam mit ihrem „Daddy´s Daydream“ auf ein mehr als erfolgreiches Wochenende zurückblicken. Das eingespielte Duo, das im vergangenen Jahr schon beim Nachwuchs-Event in Hagen auf sich aufmerksam machte, kürte sich in allen drei Pony-Prüfungen zu den glorreichen Gewinnern und verwies mit beachtlichen 77,042 Prozentpunkten Nikoline Ulrich und Liselott Marie Linsenhoff auf die hinteren Ränge.

Als beste Österreicherin rangierte eine toll gerittene Nicola Louise Ahorner auf den vordersten Plätzen. Die rot-weiß-rote Nachwuchshoffnung meisterte ihre Kür mit Bravour und heimste mit ihrer schicken „Dynasty“ 69,583 Prozentpunkte ein, die für den siebenten Endrang reichten. Zudem platzierten sich Alessa-Louisa Djaber Ansari am 14., Victoria Wurzinger am 16. und Kathrin Brugger am 17. Rang.

Bravo Nicola Louise Ahorner!

Als Schlussreiterin holte sie den Triumph in der Junioren-Kür

Traumhafte Darbietungen im Viereck und spannungsgeladener Nervenkrimi bis zum allerletzten Startpaar – das bot die Musikkür der Junioren. Nur den Besten aus der Qualifikation war es vorbehalten hier anzutreten und sich dem finalen und allesentscheidenden Bewerb zu stellen. Am Ende einer fulminanten Prüfung sorgten die Gastgeber sogar für die sagenhafte Sensation und konnten voller Stolz den Sieg nach Hause holen.

Nachdem mit Laura Hviid und ihren grandiosen 73,042 Prozentpunkten die Latte hoch lag, konnte nur mehr Schlussreiterin Nicola Louise Ahorner den dänischen Kür-Sieg verhindern. Begleitet von den Melodien von Kultband Abba legte die Wienerin mit einer beeindruckenden Trab-Tour los, wo sie von Beginn an Prozentpunkte gutmachte. Verstärkungen, Traversalen, Tourenwechsel – alles gelang wie an der Schnur und voller Harmonie, Schwung und Pepp. Mit Spannung wurden die Horse-Events-Screens begutachtet und auf die Endnoten gewartet. Man hatte es bereits während ihrer Runde vorausgeahnt und wurde von den Richtern bestätigt: 73,833 Prozentpunkte bedeuteten den überragenden Triumph in der Kür und einen weiteren Riesenerfolg für die erst 14-jährige Schülerin von Alois Goldberger, die ja schon vor zwei Wochen in Caselle di Sommacampagna als Gewinnerin der Musikkür hervorging.

Zu verdanken hatte sie ihren Mega-Erfolg dem Oldenburger „Robbespiere“, den sie heuer von ihrer Mutter zum Geburtstag geschenkt bekam. „Robby ist seit letztem Jahr schon in unserem Besitz gewesen und war eigentlich für meine Mama gedacht. Ich durfte mit ihm die letztjährigen Österreichischen Meisterschaften bestreiten, wo ich den Titel in der Jugend gewinnen konnte. Im Jänner – ich konnte es zuerst gar nicht glauben – hat ihn mir dann meine Mutter geschenkt.“, erzählte Nicola voller Stolz. Kein Wunder, dass sie im selben Atemzug von ihren Eltern schwärmt: „Ich muss mich wirklich sehr bei meinen Eltern bedanken. Sie unterstützten mich von Anfang an und machen mir das alles möglich. Ein Dank gebührt auch meinen Trainern Alois Goldberger, Belinda Weinbauer und Fiona Quarda, ohne die ich niemals so weit gekommen wäre.“ Nach den triumphalen Leistungen beim CDI3* in Stadl-Paura steht in den kommenden Wochen eine erholsame Zeit bevor. Der Fahrplan für die nächsten Turniere wird noch zusammengestellt, aber eines ist klar, die Europameisterschaften werden heuer noch ein fixes Ziel für die sympathische Nachwuchsamazone sein.

Rang drei in der heutigen Kür ging an die Niederländerin Marjan Hooge, die mit „Fulltime“ 72,708 Prozentpunkte bekam und sich über einen Stockerlplatz freuen konnte.

Sehr ordentlich und souverän unterwegs waren des Weiteren Kristina Sober und Florentina-Gisi Lorenz, die sich mit ihren Runden am sechsten und achten Platz auszeichnen konnten. Zudem platzierten sich Victoria Wurzinger und Valerie Pitkowitz am zehnten und vierzehnten Rang. Die zweifache Siegerin Diana Porsche hatte leider ein wenig Pech und musste nach einer gelungenen Trab-Tour im Galopp einige Abzüge hinnehmen (16. Platz).

Einfach brillant!

Oliver Valenta siegte in der Kür der Jungen Reiter

Nach dem grandiosen Heimsieg in der Junioren-Kür blieb die nächste Sensation beim Stadlinger CDI3* nicht lange aus: Mit einer Vorstellung par excellence konnte sich Oliver Valenta unter tosendem Applaus den Triumph in der Kür der Jungen Reiter sichern.

Der von Christian Schumach trainierte heimische Kaderreiter, der sich gestern in der Qualifikation noch knapp am zweiten Rang geschlagen geben musste, lieferte gemeinsam mit seinem „Valenta´s Rivel“ eine Traumrunde ab. In bewährt souveräner, so punktegenau gerittener Manier brachte er Publikum und Richter zum Staunen und erntete zu Recht nicht nur die meiste Bewunderung, sondern auch die allerbesten Wertnoten. Das fünfköpfige, international besetzte Richterkollegium war sich einig und belohnte die Runde mit 73,150 Prozentpunkten und dem verdienten Sieg. Die triumphale Kür bot jede Menge Highlights, die sich sehen lassen konnten. Besonders hervorzuheben waren die astreinen Serienwechsel auf gebogener Linie und die losgelassene Schritt-Tour, die er nach den zweiten Dreierwechseln auf der Mittellinie eingebaut hatte.

Auf den hinteren Plätzen reihten sich Kevin Herold und Michala Mejlgaard Jensen am Podium ein. Sie konnten mit ihren Pferden „Popeter“ und „Uno IV“ die 70-Prozentmarke toppen und sich somit auch gute Platzierungen sichern. Am vierten Rang durfte mit Karoline Valenta ein weiteres rot-weiß-rotes Spitzenergebnis gefeiert werden. Wie wir sie kennen trumpfte die Schwester vom siegreichen Niederösterreicher mit viel Gefühl und einer harmonischen Runde auf, die sich mit 70,825 Prozentpunkten sehen lassen konnte.

Für drei weitere Österreicherinnen klappte der Sprung in Kür-Platzierung: Franziska Fries wurde Neunte, Florentina-Gisi Lorenz Dreizehnte und Alina Larissa Djaber Ansari Achtzehnte.

Deutsche Überlegenheit im ersten Grand Prix

Pünktlich um 17:45 Uhr durfte man sich in Stadl-Paura auf den ersten Teilbewerb der Grand Prix Tour A freuen. Insgesamt 25 internationale Spitzenreiter stellten sich dieser Qualifikationsprüfung für den Grand Prix Special, wo am Ende Deutschland ganz klar dominierte. Gleich fünf Mal war die Bundesrepublik an der Spitze klassiert und entzückte dabei dreimal mit Wertnoten über 70 Prozentpunkte.

Die allerbeste Runde hatte Thomas Wagner gezeigt. Der 32-Jährige absolvierte im Sattel seines Oklund-Sohns „Very Keen“ sämtliche Lektionen der höchsten Klasse mit Bravour und führte mit 71,320 Prozentpunkten das Starterfeld an. Nur wenige Zehntel dahinter sicherte sich Landsfrau Sanneke Rothenberger den zweiten Rang. Deutschlands erst 21 Jahre junge Top-Reiterin schaffte gemeinsam mit ihrem Rheinländer „Favourit“ nach Fidermark exakt 71 Prozentpunkte.

Dass Österreich für ihn ein gutes Pflaster ist, bewies er bereits beim diesjährigen Hallenevent in Graz, wo er den Grand Prix Special eindrucksvoll für sich entscheiden konnte. Heute reichten die 70,480 Prozentpunkte von Matthias Kempkes und seinem „Riccoletto“ für Rang drei.

Unter den Platzierten war mit Nikolaus Erdmann auch Österreich vertreten. Im Sattel seines Fuchswallachs „Lamborghini 79“ konnte der Kärntner ja heuer schon den Hallencup in Weikersdorf gewinnen und seine Form unter Beweis stellen. In der Special-Tour holte er im heutigen Grand Prix 66,940 Prozentpunkte und den hervorragenden sechsten Rang.

Ergebnisse Dressur vom Samstag Dressurturnier CDI3* Stadl-Paura 2014:

Competition 07

FEI Pony Riders Freestyle test

1.Daddy's Daydream / König Celine (GER) - 77,042%

2.Dornick-Son / Ulrich Nikoline (DEN) - 73,292%

3.Massimiliano 3 / Linsenhoff Liselott Marie (GER) - 72,625%

4.Prince Of Glory / Remold Valentina (ITA) - 72,542%

5.Kingsley Ciske / Kurstjens Demy (NED) - 72,083%

6.Modderbeek's Flo / Knudsen Anne Sofie Kystol (DEN) - 71,375%

7.Dynasty / Ahorner Nicola Louise (AUT) - 69,583%

8.Den Ostriks Dailan / Raumanns Lana (GER) - 69,250%

9.Westerhuis Jorik / Aborg Malene (DEN) - 68,708%

10.Noerlunds Vincente / Senger Christine Marie (DEN) - 68,583%

11.Lundemarksgaards Layout / Elsner Caroline T. (DEN) - 68,042%

12.Rappenbergs Little Lord / Krüger Leonie (GER) - 67,542%

13.Carlos WE / Holzknecht Paulina (GER) - 67,375%

14.De Luxe 47 / Djaber Ansari Alessa-Louisa (AUT) - 66,208%

15.Domino / Prijs Noa (ITA) - 66,167%

16.Sappori / Wurzinger Victoria (AUT) - 63,625%

17.Dornik's Dream / Brugger Kathrin (AUT) - 63,500%

18.Casper F / Szoke Tóth Berill (HUN) - 60,833%

 

Competition 08

FEI Juniors Freestyle test

1.Robbespiere / Ahorner Nicola Louise (AUT) - 73,833%

2.Denzel / Hviid Laura (DEN) - 73,042%

3.Fulltime / Hooge Marjan (NED) - 72,708%

4.Donna Samba NDS / Andersson Sofie (SWE) - 71,833%

5.Windhook / Thill Michèle (LUX) - 71,542%

6.Don Farino / Remold Valentina (ITA) - 70,333%

6.Perfect Illusion SJP / Sober Kristina (AUT) - 70,333%

8.Coco Procol Harum / Lorenz Florentina-Gisi (AUT) - 70,000%

9.Solist 150 / Walterscheidt Lena Charlotte (GER) - 69,833%

10.Dorian 4 / Wurzinger Victoria (AUT) - 69,125%

11.Flora / Jenei Péter (HUN) - 68,292%

12.Donna Jackson / Remy Charlotte (LUX) - 67,792%

13.Beach Boy van de Zuuthoeve / Moermans Noa (BEL) - 67,083%

14.Louisdora / Pitkowitz Valerie (AUT) - 66,125%

15.Khohotun / Zsadányi Viktória (HUN) - 65,208%

16.Porsche's Eloy / Porsche Diana (AUT) - 65,083%

17.Samba Khan / Schumann Xenia Herta (ITA) - 63,542%  

 

Competition 09

FEI Young Riders Freestyle test

1.Valenta's Rivel / Valenta Oliver (AUT) - 73,150%

2.Ropeter / Herold Kevin (GER) - 71,400%

3.Uno IV / Jensen Michala Mejlgaard (DEN) - 70,950%

4.Diego 349 / Valenta Karoline (AUT) - 70,825%

5.FBW Daktari / Klössinger Lisa-Maria (GER) - 70,600%

6.BMC Don Cardinale / Thill Michèle (LUX) - 69,825%

7.Sundorfs Aqino / Tange Anne Fabricius (DEN) - 69,550%

8.Citango 2 / Ponnath Laura (GER) - 69,150%

9.Alassio's Boy / Fries Franziska (AUT) - 68,925%

10.Fil Rouge / Roos Laurence (BEL) - 67,550%

11.San Rabino / Clausen Celine Boddum (DEN) - 67,425%

12.Wild Soul / Salminen Piia (FIN) - 67,175%

13.Eminem A / Andreosso Laura (LUX) - 67,100%

14.Sir Anthony 3 / Lorenz Florentina-Gisi (AUT) - 67,050%

15.Ballentino / Gémes Barnabás (HUN) - 66,525%

16.Magic Tec / Federspiel Anne-Sophie (LUX) - 66,300%

17.Donna Charian / Smidt Caroline B. (DEN) - 65,875%

18.Donna Rubina / Djaber Ansari Alina Larissa (AUT) - 65,825%

 

Competition 10

FEI Grand Prix (Tour A)

1.Very Keen / Wagner Thomas (GER) - 71,320%

2.Favourit / Rothenberger Sanneke (GER) - 71,000%

3.Riccoletto / Kempkes Matthias (GER) - 70,480%

4.Wunderkind 9 / Weihermüller Stefanie (GER) - 68,180%

5.Cristobal 14 / Frenzen Annabel (GER) - 68,160%

6.Lamborghini 79 / Erdmann Nikolaus (AUT) - 66,940%

7.D'accord 58 / Herrmann Jan (GER) - 66,880%

Foto: Nicola Louise Ahorner, der Siegerin in der Junioren-Kür © Fotoagentur-Dill