Ergebnisse Dressur Mannheim 2014: Beata Stremler Siegerin im Grand Prix um den Grimminger-Preis

 

Mit dem Grimminger Preis, der internationalen Dressur-Grand-Prix-Prüfung, nahm das zweite Wochenende des 51. Mannheimer Maimarktturniers am Freitag im MVV-Reitstadion seinen Auftakt. Die 2013 im großen Stadion am Freitagmorgen und Sonntagmittag eingeführte internationale Dressur-Matinée traf auch in diesem Jahr auf große Begeisterung bei den Dressurreitern und verleitete manch einen zu der Feststellung, „dies wäre der richtige Austragungsort für ein internationales Dressur-Championat“.

Der Grand Prix, zugleich Qualifikationsprüfung für den Grand Prix Special am Samstag (16 Uhr) und die Musik-Grand-Prix-Kür am Sonntag (12 Uhr), sah viele neue Reiter-Pferde-Paarungen am Start, deren Ziel die in diesem Jahr Ende August, Anfang September stattfindenden Weltreiterspiele sind. Allen voran die aus Polen stammende, in Duisburg lebende und dort einen eigenen Dressurausbildungsstall betreibende Siegerin Beata Stremler mit dem elfjährigen Rubincon D, einem rheinischen Sohn des Dressurhengstes Rubin-Royal. Der elegante, dunkelbraune Wallach glänzte besonders in den Piaffe-Passage-Touren und sicherte mit 72,04 Prozent seiner sympathischen Reiterin den Sieg und damit einen ganz besonderen Ehrenpreis: Esperanza, eine filigrane Pferde- Figurine aus dem Hause Swarovski.

Denkbar knapp fiel die Entscheidung um Platz zwei und drei aus. Mit 70,84 Prozent ging die Silberschleife an die erstmals in Mannheim startende Dänin Maria Anita Andersen mit Blue Hors Leredo (70,84) vor der Mannschafts-Zweiten der Olympischen Spiele in London, Dorothee Schneider (Framersheim), mit dem Peterhof-Zuchthengst Silvano (70,72), bei dem mehrere Fehler eine deutlich höhere Prozentzahl verhinderten. Die Plätze vier und fünf gingen an die beiden Lokalmatadorinnen Uta Gräf mit Dandelion (70,42) und den Vorjahres-Siegern der Grand-Prix-Kür in Mannheim, Jenny Lang und Loverboy (70,26).

 

Ins Rampenlicht geritten war Beata Stremler erstmals bei den Dressur-Europameisterschaften 2011 in Rotterdam, wo sie mit ihrem späteren Olympia-Pferd Martini 13. wurde. Während Martini derzeit eine Verletzung auskuriert, hat die Polin schon in ihrem zweiten Grand Prix mit Rubicon D, den sie schon als fünfjähriges Pferd unter ihren Sattel bekommen hatte und selbst bis zum Grand Prix ausbildete, in Mannheim bewiesen, dass sie ein zweites, gleichwertiges Grand-Prix-Pferd zur Verfügung hat.

Weitere Topstars der Dressurszene, wie die spanische Medaillen-Gewinnerin bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften Beatriz Ferrer-Salat oder die Team-Dritte der Olympischen Spiele in Hongkong, die dänische Prinzessin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein, brachten ebenfalls junge Nachwuchspferde an den Start, konnten aber mit ihnen im Grand Prix noch keinen der vorderen Plätze belegen. Prinzessin Nathalie durfte sich – ebenso wie der Doppel-Europameister der Springreiter von 2005, Marco Kutscher, – am Freitag übrigens über eine Geburtstagstorte des Mannheimer Veranstalters freuen!                                                   

Fotos:

Bild 1 - Siegerehrung mit der Siegerin Beata Stremler und Prüfungsponsorin Dr. Anne Grimminger

Bild 2 - Strahlende Gesichter bei der Geburtstagsgratulation für Nathalie zu Sayn-Wittgenstein (Zweite von links) durch Turnierchef Peter Hofmann (rechts) Es feiern mit: Die Grand-Prix-Zweite Maria Anna Andersen (Dänemark, Zweite von rechts) und Ansager Carsten Sostmeier (links)

Fotos von rvma/Rainer Schmid