Ergebnisse Dressur Grand Prix Special WM Frankreich 2014: Silber und Bronze für Deutschland

 

Helen Langehanenberg und Kristina Sprehe hinter der Weltmeisterin Charlotte Dujardin

Caen (f-press). Nach Mannschafts-Gold schmücken zwei weitere Medaillen die deutschen Dressurreiterinnen. Helen Langehanenberg und Damon Hill NRW gewinnen im Grand Prix Special die Silbermedaille, Kristina Sprehe und Desperados FRH sichern sich Bronze. Neue Weltmeisterin ist die Britin Charlotte Dujardin mit Valegro, die damit nach den Olympischen Spielen 2012 und der Europameisterschaft 2013 beim dritten Championat in Folge triumphiert.

„Das war ganz großes Kino.“ Bundestrainerin Monica Theodorescu schnappte regelrecht nach Luft. Sowohl Kristina Sprehe auf Desperados als auch Helen Langehanenberg auf Damon Hill zeigten im Kampf um die Medaillen ungemein starke Ritte, die noch besser waren als im gestrigen Grand Prix, der Teamentscheidung. Der 13-jährige Hannoveraner Desperados kam nur in der ersten Passage etwas aus dem Takt, ansonsten gelang die Prüfung makellos. „Für das Team zu starten und ein gutes Ergebnis erzielen zu müssen, setzt einen natürlich unter Druck. Aber jetzt in der Einzelentscheidung konnte ich ganz befreit reiten, ich habe ja nichts zu verlieren“, sagte Kristina Sprehe. Mit dem guten Gefühl, bereits Mannschafts-Weltmeisterin zu sein, habe sie das Viereck betreten. Die 27-Jährige aus Dinklage musste noch eine Dreiviertelstunde zittern, ob ihre 79,762 Prozent ausreichen würden, denn ihre größte Konkurrentin, die Niederländerin Adelinde Cornelissen mit Parzival, kam erst als letzte Starterin an die Reihe: „Ich habe ihren Ritt gesehen und bin gestorben“, erzählte Kristina Sprehe in der Pressekonferenz lachend. Cornelissen wurde ihr nicht gefährlich, sondern beendete den Grand Prix Special mit Platz vier (79,328). Bronze also für Deutschland.

Silber gesellte sich hinzu, denn auch Helen Langehanenberg riskierte auf dem 14-jährigen Damon Hill mehr als im eher auf Sicherheit angelegten Grand Prix. Die Galopptour war vom Allerfeinsten. „Ich hatte gestern vollmundig angekündigt, heute was draufzulegen, jetzt bin ich total happy, dass das auch geklappt hat“, meinte die 32-Jährige. 84,468 Prozent sicherten souverän Platz zwei, aber zur Nummer 1, Charlotte Dujardin, fehlt noch ein Quäntchen. „1,5 Prozent Vorsprung, da bin ich schon recht nah dran, ich gebe nicht auf und kämpfe weiter“, so Helen strahlend. Noch mehr Risiko in der Kür am Freitag? Die Antwort fällt kurz und knapp aus: „Na klar.“

Charlotte Dujardins niederländischer Wallach Valegro agierte wieder einmal präzise wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk. Für seine Piaffen zückte die Richter mehrfach die Topnote „10“. „Das war heute einer der besten Ritte, die ich je hatte“, erklärte die Britin, die den Grand Prix mit 86,12 Prozent abschloss und nun das dritte Championat in Folge gewann.

Fabienne Lütkemeier platzierte sich mit dem Hannoveraner Wallach D’Agostino an 19. Stelle (74,082 Prozent). Auch die 24-jährige Paderbornern zeigte eine gute, nahezu fehlerfreie Prüfung. Für die abschließende Kür am Freitag ist sie jedoch nicht zugelassen. Nur die 15 besten Teilnehmer aus dem Grand Prix Special können um die zweiten Einzelmedaillen kämpfen.

Foto von Dirk Caremans/FEI: Podium Grand Prix Special mit Helen Langehanenberg, Charlotte Dujardin und Kristina Sprehe