Ergebnisse Dressur CHIO Aachen 2014: Totilas zieht an Valegro vorbei

 

Hochklassiger Grand Prix Special mit deutschen Topleistungen

Aachen (fn-press). Bundestrainerin Monica Theodorescu strahlte: „Unsere vier sind sensationell gut geritten, ich bin total glücklich.“ Sie hatte allen Grund. Matthias Alexander Rath und Totilas schlugen die Olympiasieger aus Großbritannien, Charlotte Dujardin und Valegro, die Zweite wurden. Helen Langehanenberg und Damon Hill NRW sowie Isabell Werth mit Bella Rose folgten auf den Plätzen drei und vier, Kristina Sprehe und Desperados FRH auf Rang sechs.

Es ist ein beinahe unglaubliches Comeback: Zwei Jahre mussten Matthias Alexander Rath und der niederländische Hengst Totilas krankheitsbedingt pausieren. Seit sie auf die turniersportliche Bühne zurückgekehrt sind, endete jede Prüfung mit einem Sieg. Im Aachener Grand Prix Special wuchs das Paar über sich selbst hinaus. Der 14-jährige Gribaldi-Sohn leistete sich keinen Fehler, zeigte nur einmal in der Piaffe eine leichte Rückwärtstendenz. Matthias Alexander Rath steuerte den Rappen konzentriert und sicher durch die Lektionen: 84,549 Prozent. Damit waren die britischen Olympiasieger Valegro und Charlotte Dujardin geschlagen. Wie schon im Grand Prix gelangen die Galoppwechsel nicht so perfekt, wie man es von dem Pferd gewohnt ist. Mit 83,157 Prozent mussten das Paar Rath und Totilas den Vortritt lassen.

Ann Kathrin Linsenhoff, gemeinsam mit Paul Schockemöhle Besitzerin von Totilas, freute sich riesig über den Erfolg ihres Stiefsohns: „Dass es für Matthias und Totilas hier so auf den Punkt passt, ist phantastisch. Es waren zwei schwierige Jahre. Toll, dass Matthias das Durchhaltevermögen hatte.“ Dieser Freude kann sich Bundestrainerin Monica Theodorescu nur anschließen. „Das war genial heute. Nicht nur Totilas, sondern auch unsere anderen Pferde. Alle haben sich im Vergleich zum Grand Prix noch gesteigert.“

Damon Hill und Helen Langehanenberg überzeugten ebenso mit einer starken Vorstellung. Auf der Diagonalen im starken Trab stolperte der 14-jährige Hengst kurz, ansonsten lief es wie am Schnürchen (82,078 Prozent, Platz drei). Isabell Werth und ihr zehnjähriger Nachwuchsstar Bella Rose schlossen sich als Vierte an (81,471). Die Macke in den Zweierwechseln kommentierte die 44-jährige Reiterin gut gelaunt mit dem Satz: „Die Zeit wird kommen.“ Dass dieser eleganten westfälischen Stute, einer Tochter des Belissimo, die Zukunft gehört, ist für Isabell Werth sonnenklar. „Vorausgesetzt natürlich, dass sie gesund bleibt.“

Auf dem fünften Platz behauptete sich die fein reitende Schwedin Tinne Vilhelmson-Silfven mit dem Hannoveraner Don Auriello (79,039). Kristina Sprehe und Desperados, die im Grand Prix unter ihren Möglichkeiten geblieben waren, schlossen im Special zur Spitze auf. Das Paar absolvierte alle Lektionen fehlerfrei und bestach durch seine Eleganz: 79,039 Prozent (Platz sechs).