Ergebnisse DKB-Bundeschampionate Warendorf 2015: Erfolgreicher Start am Mittwoch

Warendorf (fn-press). Bei wunderbar sonnigem Wetter erlebten heute 2.500 Besucher den Start der DKB-Bundeschampionate 2015 in Warendorf: Drei Prüfungen standen auf dem Programm. Während bei den sechsjährigen Springpferden die erste Qualifikation für das Finale am Sonntag ausgetragen wurde und auch die ein Jahr jüngeren, fünfjährigen Parcourskünstler ihren ersten Auftritt hatten, lösten auf dem Viereck die sechsjährigen Dressurpferde bereits die ersten Finaltickets.

Den Auftakt machten heute 156 sechsjährige Springpferde, die auf dem Springplatz Burandtwiese ihre erste Qualifikation austrugen. Am Ende konnten sich vier von ihnen die ersten Siegerschleifen sichern. In der ersten von vier Abteilungen siegte der Westfale Can do Light von Can do L-Davignon I (Züchter: Friedhelm Havelt (Sassenberg), Besitzer: Takamichi Mashiyama). Mit Reiter Thomas Holz (Greven) im Sattel zeigte der Wallach eine flotte Nullrunde in 60,49 Sekunden. Die zweite Abteilung ging ebenfalls an ein westfälisch gezogenes Pferd: Lady Like von Light On-Pep (Züchter: ZG Hermann und Tanja Schlattmann (Neuenkirchen), Besitzerin: Nele Grafmüller) und Reiter Maurice Tebbel (Emsbüren) blieben fehlerfrei in 61,63 Sekunden. Ohne Strafpunkte in 63,78 Sekunden absolvierte die Westfalenstute Curly von Carell-Forsyth (Züchterin und Besitzerin: Anja Haßmann (Münster)) mit Reiter Toni Haßmann (Lienen) den Parcours: der Sieg in Abteilung drei. In der vierten Abteilung sicherten sich die Oldenburger Stute Cascaja von Coupe de Coeur-Noble Champion (Züchterin: Anne Haase (Ottersberg), Besitzerin: Viviane Potthoff) und Reiter Gerhard Autmaring (Georgsmarienhütte) mit einem Nullfehlerritt in 64,12 Sekunden die Schleife für Platz eins. Erstmals wurden bei den sechsjährigen Springpferden zusätzlich zur Wertung nach Fehlern und Zeit auch Wertnoten vergeben. Die beste Wertnote des Tages gab es für Santiago Bravo von Stakkato-Calypso II (Züchterin: Insa Heitzmann (Stolzenau), Besitzer: Michal Szadkowski) und Reiter Johannes Ehning (Borken): 9,5 lautete das Urteil der Richter. Die nach Addition der Wertnoten aus erster und zweiter Qualifikation zehn besten Pferde ziehen ebenso wie die 25 punktbesten Paare nach beiden Prüfungen in das Finale am Sonntagnachmittag ein. Eine Einschätzung, wie der neue Modus bei Reitern und Publikum ankam, nahm Richter Joachim Geilfus vor: „Von den Reitern gab es viele positive Rückmeldungen zum neuen Modus und es fällt auf, dass mehr Zuschauer als m vergangenen Jahr die Prüfung bis zum Ende auf den Tribünen verfolgt haben.“ Auch Geilfus‘ Gesamturteil nach der ersten Qualifikation fiel positiv aus: „Die Qualität bei den sechsjährigen Springpferden war in diesem Jahr sehr hoch, bis auf wenige Ausnahmen waren die Pferde den Anforderungen souverän gewachsen, es gab ungemein viele fehlerfreie Ritte und über 50 Mal eine Wertnote von 8,0 und höher.“

Auch bei den fünfjährigen Springpferden stand heute die erste Qualifikation auf dem Programm, 98 Pferde gingen mit ihren Reitern an den Start. Mit der höchsten Wertnote des Tages (9,0) sicherten sich der Hannoveraner Wallach Aussie-Bay von Armitage-Acord II (Züchterin: Sonja Nestler (Bawinkel), Besitzer: Guido Klatte) und Reiter Guido Klatte junior (Lastrup) den Sieg in Abteilung eins. 8,8 lautete die Wertnote für die Westfälin Coconut Chocolate von Cornado I-Contender und Reiter Christian Kukuk (Riesenbeck). Dies bedeutete den Sieg in Abteilung zwei. Züchter der Stute ist Hermann Gerland (Taufkirchen), Co-Trainer des FC Bayern München. Besitzer des Pferdes sind Nationalspieler Thomas Müller und seine Frau Lisa. In der dritten Abteilung ging der Sieg mit der Wertnote von 8,7 an den Oldenburger Hengst Carnan von Cartogran-Kannan (Züchter und Besitzer: Gestüt Lewitz) und Reiter Christopher Kläsener (Mühlen).

Die Finalqualifikation der 6-jährigen Dressurpferde sah drei Sieger: Die erste Abteilung gewann Danza (von Dimaggio-Rubin-Royal). Vorgestellt von Julia-Katharina von Platen (Wietze) erreichte die Hannoveraner Stute der Besitzergemeinschaft Mucker-Sieverding-Vorwerk (Züchter: Johannes zur Lage (Bersenbrück)), die Note 8,4. Der Württemberger Wallach FBW Fairplay H von Fürst Hohenstein-Disco-Tänzer (Züchter: Werner Häfner (Osterburken), Besitzerin: Linda Knoll) wurde von Ines Knoll (Ostrach) vorgestellt und setzte sich mit der Note 8,3 an die Spitze der zweiten Abteilung. Dort stand er jedoch nicht allein. Ebenfalls mit 8,3 bewertet wurde die Vorstellung von Damon’s Dejaron und Heiner Schiergen (Krefeld). Der Hengst von Damon Hill stammt aus der Zucht von Christian Becks (Senden) und ist im Besitz von Melanie Becks. Insgesamt nahmen 44 Pferde an der Prüfung teil. Die zehn Besten sind fürs Finale am Samstag gesetzt. Fünf weitere Finalplätze werden über das Kleine Finale am Freitag vergeben.

Obwohl die Prüfungen schon in vollem Gange sind, riss der Anreisestrom mit Pferden und Ponys im Warendorfer Norden nicht ab. Ab morgen sind mit dem Reitpferde- und Vielseitigkeitsplatz vier der fünf Plätze im Einsatz. Unter anderem haben dann die fünfjährigen Dressurpferde, die Vielseitigkeits- und die Fahrpferde ihre Finalqualifikationen. Auch bei den sechsjährigen Springpferden werden erste Finaltickets vergeben.