Ergebnisse DKB-Bundeschampionate Warendorf 2014: Gold für Equitaris und Zikade

 

Vierjährige Reitpferde

Warendorf (fn-press). Der westfälische Hengst Equitaris ist der neue Bundeschampion der vierjährigen Hengste, die Trakehner Stute Zikade gewann bei den DKB-Bundeschampionaten in Warendorf Gold in der Klasse der vierjährigen Stuten und Wallache.

Beide Entscheidungen auf dem Reitpferdeviereck waren ausgesprochen spannend. Während bei den Hengsten nach dem Finale Teil A klar war, dass die Fremdreiterinnen, es waren Stefanie Wolf und Emma Kanerva, über Gold und Silber entscheiden würden, brachte der Fremdreitertest bei den Stuten und Wallachen eher eine Überraschung.

Drei Prämienhengste der letzten NRW-Hauptkörung bestritten das Finale Teil B: der Westfale Equitaris von Estobar NRW-Rubiloh (Züchter: Norbert Borgmann; Besitzer: Hof am Eifgen; Reiterin: Wibke Hartmann-Stommel), der Rheinländer Fürst Fohlenhof von Fidertanz-Mephistopheles (Züchter: Johannes Baumeister; Besitzerin: Claudia Heicke; Reiterin: Lisa Neukäter) und der Westfale Bonamour von Bonifatius-Rousseau (Züchter: ZG Andreas und Ute Brinkmann; Besitzer: Gestüt Kampmann; Reiterin: Janine Ebben). Sowohl Equitaris, 2013 noch Vierter, als auch der Titelverteidiger und Sieger der Finalqualifikation Fürst Fohlenhof waren von den Richtern Peter Mannheims, Reinhard Richenhagen und Johann Speth mit der Gesamtwertnote 9,0 bedacht worden, Bonamour erzielte die 8,7. „Ein Hengst wie aus dem Bilderbuch“ hatte Kommentator Dr. Dietrich Plewa den Rheinländer Fürst Fohlenhof beschrieben, der am meisten mit seinem ausdrucksvollen Trab punkten konnte (WN 9,5). Kleinere Abstriche gab es in der Schrittnote - 8,5. Der Schritt war auch die schwächste Grundgangart von Equitaris, auch hier lautete das Richterurteil 8,5. Für seinen Galopp und den Trab erhielt der Braune die Wertnote 9,5: „Eine vorzügliche Vorderbeintechnik, große Elastizität und einen beeindruckenden Raumgewinn in der Galoppverstärkung“, hatten zu dieser Beurteilung geführt, erläuterte Dr. Plewa. Bonamour hatte seine höchsten Bewertungen (WN 9,0) für den „großzügigen Galopp“ und die Ausbildung („innere Gelassenheit gepaart mit sehr viel Ausdruck“) erhalten. Im Fremdreitertest addierte sich für Bonamour die Wertnotensumme 17,5, mit insgesamt 61,0 Punkten hieß das Bronze für den Fuchs. Fürst Fohlenhof bekam von den Emma Kanerva und Stefanie Wolf im Schnitt 18,5 Punkte, so dass der Sieger von 2013 in diesem Jahr mit 63,5 Punkten Silber holte. Großer Applaus brandete auf, als Sprecher Klaus Blässing die Fremdreiternoten für Equitaris verkündete: 20,0 – also jeweils die Höchstnote 10,0. Mit insgesamt 65,0 Punkten ging damit Gold an Equitaris und gleichzeitig der dritte Titel innerhalb weniger Stunden an seine Reiterin Wibke Hartmann-Stommel. Die erfahrene Championatsreiterin hatte zuvor bereits den dreijährigen Ponyhengst Golden West und die dreijährige Ponystute Tropensonne zu Gold geritten.

Auch in der Konkurrenz der Stuten und Wallache waren die beiden Fremdreiterinnen das Zünglein an der Waage. Neun Youngster hatten das Finale Teil A erreicht, aus dem als Beste die Oldenburger Stute Fame W OLD von Fürstenball-Lauries Crusador xx (Züchter: Klaus Gerstenberg, Besitzer: Thomas Wimpissinger; Reiter: Johannes Westendarp) gekommen war. Die Dunkelbraune hatte die Richter mit „ihrer inneren Gelassenheit, der leichten Anlehnung und der guten Zusammenarbeit mit ihrem Reiter“, überzeugt und auch für den „superelastischen, auch in den Wendungen absolut ausbalancierten Trab“ hatte es die Wertnote 9,5 gegeben. Leichte Schwächen sahen die Richter im Gebäude (WN 8,0), in der Addition bedeutete das 44,5 Punkte und damit 1,5 Punkte Vorsprung vor der an zweiter Stelle rangierten Zikade mit ihrer Reiterin Dorothee Schneider. Die dunkelbraune Trakehner Championess von Singolo-Tambour aus der Zucht und dem Besitz von Norbert Timm, 2013 Sechste im Warendorfer Finale, war vom Richter-Trio mit einer 9,5 für den Trab und jeweils einer 9,0 für den Galopp und die Ausbildung bedacht worden und hatte ihre schwächste Note im Schritt (7,5). Platz drei (42,5 Punkte) in der Richterwertung hatte sich Forever Love Floriscount-Rotspon erobert. Die Hannoveraner Stute aus der Zucht von Elke und Claudia Tegtmeyer und dem Besitz von Monika Ahlers gefiel mit ihrer Reiterin Dora Asendorf mit ausgewogenen Grundgangarten (alle 8,5) und ihrer Ausbildung (WN 9,0). Im Fremdreitertest konnte die führende Fame W OLD allerdings nicht überzeugen: Mit einer Gesamtwertnotensumme von 17,5 erhielt sie von Emma Kanerva und Stefanie Wolf die schlechteste Bewertung der drei Finalistinnen: 62,0 Punkte bedeuteten am Ende Silber. Am zweiter Stelle sahen die Fremdreiterinnen Forever Love (18,0) - 60,5 lautete damit das Endergebnis für die Rappstute, die amtierende Hannoveraner Vize-Championess ist. Der Ritt auf Zikade fiel den beiden Fremdreiterinnen eindeutig am besten: 19,5 Punkte führten zu einem Gesamtergebnis von 62,50 und damit dem Titel Bundeschampioness 2014.