Ergebnisse Deutsche Meisterschaften Dressur Balve 2014: Sprehe übernimmt die Führung

 

Neuer Rekord mit über 84 Prozent im Grand Prix

Balve (fn-press). Mit einem neuen Rekord beendete Kristina Sprehe (Dinklage) auf Desperados den Grand Prix, die erste Wertungsprüfung der Deutschen Meisterschaft Dressur in Balve. 84,72 Prozent lautete das Juryurteil. Auf Platz zwei ritt Isabell Werth (Rheinberg) mit Don Johnson (79,74), gefolgt von Fabienne Lütkemeier (Paderborn) mit D’Agostino.

„Als mein Vater aufschrie, wusste ich, dass es ein gutes Ergebnis ist“, sagte die 27-jährige Kristina Sprehe, die mit dem 13 Jahre alten Hannoveraner Desperados ihren wohl besten Grand Prix überhaupt zeigte. Durchlässig, locker, konzentriert und fehlerfrei absolvierte der elegante Hengst das Prüfungspensum. Richter Martin Richenhagen schwärmte hinterher: „Mir zitterten richtig die Hände, so hat mich der Ritt begeistert.“ Über 84 Prozent, noch mal drei Prozent mehr als vor drei Wochen beim Turnier „Horses & Dreams“, besagten alles. Nach diesem Turnierauftakt geht das Paar am morgigen Samstag im Grand Prix Special als haushoher Favorit ins Rennen. Am Sonntag wird Kristina Sprehe eine neue Kür präsentieren. „Im Training klappte es so gut, dass ich es riskieren kann, sie bei der DM erstmals zu reiten. Sie verriet nur so viel: „Viel Geigenmusik und deutlich schwieriger als die alte.“

Auch Isabell Werth hatte allen Grund zu strahlen. Ihr ebenfalls 13-jähriger Hannoveraner Don Johnson, der sich in der Vergangenheit gerne mal kleine Frechheiten leistete, marschierte lammfromm, aber höchst energisch durchs Viereck und punktete in seinen kraftvollen Verstärkungen. „Er war heute sehr seriös. Ich sitze jetzt nicht mehr auf einem rohen Ei, das Pferd fängt an zu wirken“, erläuterte Isabell Werth, die mit knapp 80 Prozent auf Don Johnson eines ihrer besten Ergebnisse erzielte.

„Jedes Turnier ein Prozent mehr“, so brachte Bundestrainerin Monica Theodorescu die Leistungssteigerung von Fabienne Lütkemeier auf den Punkt. Die 24-Jährige aus Paderborn reihte sich mit 77,92 an dritter Stelle ein. Ihr 14-jähriger Hannoveraner D’Agostino bestach durch Präzision und verlor nur Punkte durch eine leicht missglückte Pirouette.

Ulla Salzgeber aus dem bayerischen Blonhofen, die ihrem 15-jährigen Wallach Herzruf’s Erbe in der Wintersaison viele turnierfreie Wochen gegönnt hatte, schloss sich als Viertbeste an (76,3). Auf dem fünften Platz behauptete sich wiederum Isabell Werth mit ihrem Weltcup-Final-Pferd El Santo NRW (75,06).

Der Grand Prix Special, in dem die Reiter die erste Medaille gewinnen können, beginnt am Samstag um 9.30 Uhr. Um die zweite Einzelmedaille wird am Sonntag ab 10.30 Uhr in der Kür gekämpft.