Ergebnisse CVIO**** Verden 2015: Team Deutschland II gewinnt Nationenpreis Voltigieren

(Verden) Hochkarätiger Voltigiersport, ein atemberaubender Showabend und eine Stimmung, die ihresgleichen suchte – das bot der CVIO4* in Verden. Höhepunkt der viertägigen Veranstaltung war der Nationenpreis am Sonntag, den Deutschland II souverän gewann.

Den Nationenpreisentscheidungen gingen Prüfungen im Einzel, im Pas de Deux und für die Gruppen voran. Nach Pflicht, Kür und Technik siegte bei den Herren Viktor Brüsewitz (Garbsen) auf Rockard H mit Longenführerin Winnie Schlüter. Nach den drei Teilprüfungen hatte der Athlet eine Wertnote von 8,138 erturnt. Auf Rang zwei folgte Jannis Drewell (Steinhagen) auf Diabolus mit Longenführerin Simone Drewell. Die internationale Richtergruppe um den Vorsitzenden Jochen Schilffarth hatte seine Leistungen gesamt mit einer 8,011 bewertet. Dritter wurde Thomas Brüsewitz (Garbsen) mit Airbus und Irina Lenkeit an der Longe (7,977). Bei den Damen stand die Italienerin Anna Cavallaro mit ihrem Pferd Harley und Longenführer Nelson Vidoni an der Spitze (Wertnote: 8,084). Es folgte Corinna Knauf aus Köln mit Stute Fabiola W. Mit ihrer Schwester Alexandra Knauf an der Longe turnte sich die Siebte der Weltreiterspiele in Caen zur Note 7,945. Platz drei belegte Kristina Boe (Husum) auf Rockard H mit Winnie Schlüter (7,842). Das Pas de Deux sah US-amerikanische Sieger: Die Schwestern Cassidy und Kimberly Palmer waren in beiden Kür-Prüfungen mit Leon und Wolfgang Renz an der Longe spitze und erhielten die Gesamtnote 8,309.

Bei den Gruppen gewann der Favorit: Der amtierende Weltmeister, das Team aus Neuss-Grimlinghausen, stand mit Stute Delia FRH und Longenführerin Jessica Lichtenberg nach Pflicht und zwei Kür-Auftritten souverän auf der Spitzenposition (Wertnote 8,560).

In der erstmals ausgetragenen Norka-Trophy, einer nationalen Prüfung für Athleten ohne internationale Erfahrungen, wurde Anja Traub (Krumbach) mit Cyrano und Longenführerin Doris Marquart zur Besten gekürt.

Highlight der vier Tage war der Nationenpreis, Preis der Firma Norka, am Sonntagnachmittag. Fünf Equipen traten an: Der Sieger wurde aus den Darbietungen aus jeweils zwei Einzel-Voltigierern und einem Pas de Deux ermittelt. Team Deutschland II zeigte Topleistungen: Thomas Brüsewitz (Garbsen) erzielte auf Airbus mit Irina Lenkeit an der Longe mit der Note 8,446 das beste Resultat. Christine Kuhirt (Haan) auf Fuzzy (Longe: Stefan Lotzmann) und  Gera Marie Grün und Justin van Greven (Köln) im Pas de Deux auf Danny Boy (Longe: Patric Looser) komplettierten mit den Wertnoten 8,407 bzw. 8,266 das hervorragende Ergebnis. Mit der Gesamtsumme von 25,179 gewann das Team den Nationen-Preis vor Deutschland I und den USA.

Auch neben dem Sport hatte der CVIO einiges zu bieten: Am Freitagabend wurden die über 220 Athleten und Aktiven aus neun Ländern mit dem feierlichen Einmarsch der Nationen von Bürgermeister Lutz Brockmann auf dem Verdener Rathausplatz empfangen. Mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt von dem amtierenden Europa- und Weltmeister Jacques Ferrari (Frankreich) und der Mannschaftsführerin vom Weltmeister Neuss-Grimlinghausen drückte die Stadt Verden dem Voltigiersport ihre Anerkennung aus. Am Samstag fand eine bunte Show aus Spitzensport und Unterhaltung statt. Top-Athleten wie die Schwestern Hannah und Joanne Eccles aus Großbritannien, Jacques Ferrari und Lambert Leclezio aus Mauritius präsentierten ihre Show-Küren, die Flying Spindlers vom Circus Berolina sorgten mit ihrer Akrobatik auf dem Pferderücken für einen ganz besonderen Nervenkitzel. Außerdem kam es zu einer ganz außergewöhnlichen Ehrung: Mit Delia v. De Niro/Wittinger (Z.: Helmut Ostermeier in Bückeburg) vom Team Neuss-Grimlinghausen wurde zum ersten Mal in der Geschichte ein Voltigierpferd mit dem Namenszusatz FRH ausgezeichnet. Mit dieser Unterstützung wollen der Hannoveraner Förderverein und die Uelzener Versicherung dazu beitragen, dass Delia ihre Voltigierer noch lange Zeit von Triumph zu Triumph trägt.

Turnierleiter Fritz Prommersberger war am Ende der Veranstaltung glücklich: „Das war unser erstes internationales Turnier und alle Teilnehmer, Richter, Funktionäre und Sponsoren waren begeistert. Das ist für uns das größte Lob.“ Auch Martin Stäcker vom Unternehmen Norka sah sich in seinem Engagement bestätigt: „Die Teilnehmer der Norka-Trophy waren über dieses neue Prüfungsangebot so dankbar und fühlten sich geradezu geehrt. Da weiß man, dass man den Sport an der richtigen Stelle unterstützt.“