Ergebnisse Bundeswchampionate Warendorf 2014: Baccardi und Special Diva OLD holen die Titel

 

Dreijährige Reitpferde

Warendorf (fn-press). Die jüngsten Champions der DKB-Bundeschampionate in Warendorf sind der Westfale Baccardi und die Oldenburger Stute Special Diva OLD. Sie gewannen die Konkurrenzen der dreijährigen Hengste bzw. der dreijährigen Stuten und Wallache.

Von ursprünglich 19 gestarteten Hengsten in der Finalqualifikation hatten sich sechs für das Finale qualifiziert, die besten Drei daraus kamen in den Fremdreitertest. Gleich als erster Starter hatte sich Baccardi, Sohn des Belissimo aus einer Mutter von De Niro (Züchterin: Agnes Beckhoff; Besitzer Wilhelm Rüscher-Konermann), vorgestellt von Claudia Rüscher für den Einzug in den Fremdreitertest empfohlen. Der Prämienhengst der westfälischen Körung, der vor wenigen Wochen unter der Auszubildenden der Station Rüscher-Konermann, Kira Wegmann, auch das Westfalen-Wappen gewann, konnte sich im Verlauf der Championatstage etwas steigern. Bereits Sieger der Finalqualifikation (WN 8,9) führte er nach dem Finale Teil A mit der Wertnote 9,1 das Feld der besten Drei an. Seine schlechteste Note erhielt der Braune für sein Gebäude (WN 8,5), die Höchstnote (10,0) für den Schritt. „Der Schritt war lehrbuchmäßig“, erläuterte Berichterstatter Dr. Dietrich Plewa das Urteil der drei Richter, Peter Holler, Dr. Carsten Munk und Peter Olsson. Im Trab und Galopp wusste Baccardi ebenso zu gefallen wie in der Erfüllung der Kriterien der Skala der Ausbildung (WN 9,0). Auch die beiden Fremdreiterinnen, Bettina Hoy und Kim Pfeiffer, fühlten sich auf Baccardi wohl und vergaben in der Wertnotensumme 19,0 Punkte – 64,5 lautete somit das Endergebnis für den Braunen.

Mit der zweithöchsten Vorbewertung (WN 9,0) war Lilliano OLD in den Fremdreitertest eingezogen. Der Braune von Lissaro-Sir Donnerhall I aus der Zucht und dem Besitz von Karl-August Schulte-Varendorff, vorgestellt von Christiane Schulte-Varendorff, hatte sich bei seinem zweiten Auftritt auf dem Warendorfer Reitpferdeplatz ebenfalls verbessert – in der Finalqualifikation war er mit der Wertnote 8,6 noch Vierter gewesen. Im ersten Teil des Finales erhielt der Oldenburger sowohl für den Galopp als auch den Trab die 9,5. „Deutliche Bergauf-Tendenz, imponierende Losgelassenheit, schöne Vorderbeintechnik“, nannte Dr. Plewa als Begründung. Zu den 45,0 Punkten des Richtertrios addierten sich 19,0 Punkte der Fremdreiterinnen – 64,0 Punkte insgesamt bedeuten Silber.

Dritter der Runde war der Hannoveraner Prämienhengst Nymphenburg‘s First Ampere. Der Sohn des Ampere wurde von Jan Siemsglüss aus einer Mutter von Weltruhm gezogen und steht im Besitz des Gestüts Nymphenburg. Mit Eike Bewertungen im Sattel erhielt der Braune von den Richtern im Durchschnitt die Wertnote 8,9 und glänzte vor allem im Galopp (WN 10,0). „Ausgezeichnet, optimal bergauf, mit deutlicher Rahmenerweiterung“, sagte Plewa. Von den beiden Fremdreiterinnen gab es eine 17,5 – mit 62,0 Punkten gewann der Braune Bronze.

Im Finale waren drei Hannoveraner, zwei Westfalen und ein Oldenburger am Start. Die Väter der Finalisten waren Belissimo, Dancier, Fürstenball, Lissaro, Ampere sowie Romanov Blue Hors.

Auch bei den dreijährigen Stuten und Wallachen waren die Abstände zwischen den drei Besten des Finales Teil A hauchdünn. Ein glattes „Gut“ (9,0) war den Richtern die Vorstellung des Hannoveraner Wallachs Lordswood Dancing Diamond wert. Der sportlich aufgemachte Rappe von Dancier-Wolkenstein II (Züchter: Heinrich Ebeling; Besitzer: Alice Whitefield und Heather Stack; Reiterin: Anne-Kathrin Pohlmeyer) erhielt im Galopp die Wertnote 9,5, für den Trab, den Schritt und die Ausbildung die Wertnote 9,0. Die beiden Fremdreiterinnen, Bettina Hoy und Kim Pfeiffer, sahen Lordswood Dancing Diamond mit einer Gesamtwertnote von 19,0 auf Platz zwei – 64,0 lautete damit das Endergebnis.

Auf Platz zwei (WN 8,9) hatten die Richter Special Diva OLD von Sir Donnerhall I-Diamond Hit gesetzt. Die vom Gestüt Lewitz gezogene Oldenburger Dunkelfuchsstute wurde von Heiko Klausing vorgestellt. Für den „imponierenden Galopp mit viel Untersprung und Rhythmus“ gab es die Wertnote 9,5, Schritt und Trab wurden mit einer 9,0 bedacht. Bettina Hoy und Kim Pfeiffer fühlten sich auf der Stute offensichtlich am wohlsten: Zu den 44,50 Punkten der Richtergruppe addierten sich 19,5 Punkte. Wie bei Lordswood Dancing Daimond lautete das Gesamtergebnis der Stute somit 64,0 – da aber gemäß Reglement bei Punktegleichheit die Ergebnisse des Fremdreitertests mehr Gewicht haben, hieß das Gold für Special Diva OLD und Silber für Lordswood Dancing Diamond.

Bronze gewann der Oldenburger Quel Filou. Trotz einiger Unstimmigkeiten mit seiner Reiterin Eva Möller war der Sieger der ersten Finalqualifikation in die Runde der besten Drei eingezogen. Der Sohn des Quaterback aus einer Mutter von Stedinger (Züchter: ZG Alois und Christian Hinxlage; Besitzer Hof Kasselmann GmbH & Co KG) hatte sich mehrfach gegen die Reiterhand gewehrt und in der Ausbildungsnote lediglich eine 7,0 erhalten. Für den Trab, den Galopp und das Gebäude zückten die Richter die 9,5, in der Summe ergab das für den Braunen im Finale Teil A die Wertnote 8,8. Die beiden Fremdreiterinnen vergaben die Gesamtnote 18,5, in der Summe machte das 62,5 Punkte.

Insgesamt waren 17 dreijährige Stuten und Wallache in Warendorf an den Start gegangen. In das Finale waren sechs Pferde eingezogen – alle mit einer Wertnote von 8,6 und besser! Gleich drei der an erster bis sechster Stelle Platzierten haben den Celler Landbeschäler Dancier zum Vater, je einen Nachkommen stellten Sir Donnerhall I, Quaterback und Fürstenball. Mit drei Pferden war der Hannoveraner Zuchtverband am stärksten vertreten, zwei Finalisten stellte der Oldenburger, einen der Württemberger Verband.