EM Vielseitigkeit Junge Reiter Strzegom 2015: Deutsches Team auf Platz zwei

Guter Start für deutsche Teilnehmer bei der Vielseitigkeits-EM der Jungen Reiter

Strzegom/POL (fn-press). Das polnische Strzegom ist am Wochenende Schauplatz der Vielseitigkeits-Europameisterschaften der Jungen Reiter. Den deutschen Teilnehmern gelang ein guter Start in der Dressur. Nach der ersten Hälfte der Starter sind lediglich die Briten besser und liegen nach der ersten Hälfte der Dressur in der Team- und Einzelwertung in Führung. Mit vier Paaren unter den ersten Zehn konnten sich auch die Deutschen eine gute Ausgangsposition für die kommenden Tage sichern.

„So gut war sie noch nie. Das war unser bestes Ergebnis dieses Jahr und auf Zwei-Sterne-Niveau“, freute sich Julia Füntmann (Recklinghausen) über ihre zwölfjährigen Westfalenstute Contina. Die deutsche Einzelreiterin beendete als vorletzte Starterin ihre Dressur mit nur 42,4 Minuspunkten. „Es wäre noch ein bisschen mehr drin gewesen. Leider habe ich im starken Trab etwas zu viel riskiert“, sagte sie. So ging die Position des „Overnightleaders“ an Emily King und Locksley. Die Tochter der britischen Busch-Legende Mary King hatte bereits früh mit nur 42,0 Minuspunkten die Messlatte für den ersten Dressurtag gesetzt. Mit ihrem Ergebnis und dem Resultat ihrer Teamkollegin Ella Hitchman mit ihrem Schimmel Rocky Rockstar (45,2) liegen die Briten mit 87,2 Minuspunkten vor Deutschland (94,2) und Irland (103,3) in Führung.

Den Auftakt fürs deutsche Team machte am ersten Tag Sportsoldatin Pauline Knorr aus Hude mit Abke’s Boy. Sie legte mit 44,9 Minuspunkten vor, womit sie auf Platz vier im Zwischenstand rangiert. Die DM-Dritte Lisa-Marie Förster (Ahlen) verließ mit Columbo mit 49,3 Minuspunkten (Platz neun) das Viereck – auch für sie das beste Resultat in diesem Jahr, das sogar durch ein Ausfallen im Außengalopp noch etwas gedrückt wurde. Dennoch ist die Psychologie-Studentin nicht böse darüber, dass die Dressur hinter ihr liegt. „Gelände und Springen liegen ‚Calle‘ einfach mehr.“

Einen guten Einstieg in ihre erste Europameisterschaft gelang auch Marie-Sophie Arnold aus Fürfeld bei Bad Kreuznach. Anders als ihre Mitstreiter ist die 19-jährige Abiturientin „Quereinsteigerin“. Nur einmal nahm sie als Ponyreiterin am Bundesnachwuchschampionat teil, danach ging sie eigene Wege. Mit ihrem zehnjährigen Hannoveraner Remember Me wurde sie im vergangenen Jahr Zweite im CDV-Cup und startete in diesem Jahr bereits auf Zwei-Sterne-Niveau durch. „Marie ist zielstrebig und furchtlos“, charakterisiert Mutter Regine Arnold ihre Tochter. Diese verdankt ihren Einstieg in die Vielseitigkeit einer Wette. „Ich habe gesagt, wenn sie eine ‚bunte‘ Schleife in der Dressur gewinnt, zahle ich den Lehrgang.“ So fing es an. Seither bestand Marie-Sophie Arnold nichtn nur etliche Dressurprüfungen mit Erfolg, sondern belegt auch in Strzegom mit 44,3 Minuspunkten Platz drei im Einzelranking.

Insgesamt bewerben sich 56 Paare um den Titel, zehn Nationen stellen eine Mannschaft. Am morgigen Freitag starten noch Christoph Wahler (Bad Bevensen) mit Green Mount Flight sowie die Deutsche Meisterin Flora Reemtsma (Groß Walmtorf) mit Iskarosz fürs deutsche Team.