EM Compiegne: Piotrowski gewinnt Bronze in der Kür

 

Cathrine Dufour aus Dänemark verteidigt ihren Titel

Compiège/FRA (fn-press). Zum Abschluss der Dressur-Europameisterschaften in Compiègne gab es noch einmal Bronze für Juliette Piotrowski (Kaarst) und Sir Diamond in der Kür. Die Goldmedaille ging an die Titelverteidigerin Cathrine Dufour aus Dänemark mit Atterupaards Cassidy, Silber holte sich Stephanie Koijman aus den Niederlanden mit Winston.

Bereits in der Einzelwertung hatte das Trio die Medaillen unter sich ausgemacht. In der Kür war Juliette Piotrowski als Erste der drei an der Reihe. Mit dem achtjährigen Oldenburger Sir Diamond (v. Sandro Hit I) legte die angehende Pferdewirtin ordentlich vor: 76,425 Punkte vergaben die Richter für die schwungvolle und zur Musik passende Kür, womit sie sich schon deutlich vom übrigen Feld absetzte. Bei Stephanie Koijman, die bereits in der ersten EM-Prüfung maßgeblich zum Sieg ihrer niederländischen Mannschaft beigetragen hatte, griffen die Richter noch tiefer in die Tasche. Sie kam auf 79,225 Punkte. Doch auch das war noch nicht das Maß der Dinge bei dieser EM: Wie schon am Tag zuvor erwies sich auch in der Kür die Dänin Cathrine Dufour mit dem 10-jährigen Caprimond-Sohn Atterupaards Cassidy als unangefochtene Nummer eins. Mit einem Ergebnis von 83,6 Punkten ließ sie ihre Konkurrenz weit hinter sich und holte zum zweiten Mal Kür-Gold bei Europameisterschaften der Jungen Reiter.

Auf Platz fünf beendete Charlott-Maria Schürmann (Gehrde) mit dem Celler Landbeschäler Edward (v. Embassy I) die EM-Kür. Ihre Musik hatte zu früh eingesetzt, so dass sie zunächst unschlüssig war, was sie tun sollte. Auf Intervention bei den Richtern durfte sie schließlich neu beginnen und erzielte 73,075 Punkte, keine zwei Zehntel weniger als die Viertplatzierte Britin Pippa Hutton mit Duela (73,2). Dass sie als vierte Deutsche in der Einzelwertung überhaupt starten konnte, verdankte Schürmann dem Verzicht von Vivien Niemann (Mannheim). Deren Wirsol’s Cipollini hatte sich in der vorangegangenen Prüfung leicht verletzt und wurde zur Schonung nicht mehr eingesetzt.

Die dritte Deutsche in der Kür, Florine Kienbaum (Lohmar), hatte wie schon in der Mannschaftsprüfung das Pech, sehr früh am Start zu sein. Für ihre Vorstellung von Don Windsor OLD erzielte sie 72,725 Punkte und landete damit auf Platz neun.

„Es war eine tolle Woche hier in Compiègne, mit herrlichem Wetter und einer tollen Stimmung im Team. Unter dem Strich können wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein und die drei Medaillen heute (Gold und Silber bei den Junioren, Bronze bei den Jungen Reitern) waren noch einmal ein toller Abschluss einer gelungenen EM“, zog Oliver Oelrich, der mit Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen die Nachwuchsreiter betreute, das gemeinsame Fazit.