EM Compiegne 2013: Deutsches Juniorenteam gewinnt Gold

 

Silber für die Niederlande, Bronze für Dänemark

Compiègne/FRA (fn-press). Die deutsche Junioren-Mannschaft hat bei den Europameisterschaften in Compiège die Goldmedaille geholt. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 72,414 Prozentpunkten verwiesen Johanne Pauline von Danwitz (Tönisvorst) mit Habitus, Claire-Louise Averkorn (Nottuln) mit Condio B, Anna-Christina Abbelen (Kempen) mit Fürst on Tour und Jessica Krieg (Heinsberg) mit Florence die Reiterinnen aus den Niederlanden (70,712) und Dänemark (68,865) auf die Plätze. Insgesamt bewarben sich Teilnehmer 14 Nationen um den Titel.

Dieses Ergebnis war zu Beginn des Jahres noch nicht vorherzusehen, denn bei den Junioren wurden die Karten neu gemischt. Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen (Hoya) reiste daher mit einer komplett neuen Mannschaft nach Frankreich. Das beste Ergebnis erzielte Schlussreiterin Johanne Pauline von Danwitz mit dem früher von Louisa Lüttgen gerittenen Habitus. Sie übernahm mit 74,081 Prozentpunkten die Spitzenposition in der Mannschafts-Prüfung. „Sie hat sich das ganze Jahr schon sehr beständig gezeigt“, sagte Meyer zu Strohen. So konnte das Paar bereits den Preis der Besten 2013 sowie die beiden Sichtungsprüfungen in Wiesbaden und Hagen am Teutoburger Wald für sich entscheiden.

Als ähnlich beständig erwies sich Marie-Claire Averkorn. Die 17-jährige Schülerin von Pony-Bundestrainerin Cornelia Endres landete mit Condio B mit 72,703 Prozentpunkten auf Platz zwei. „Mit ihrem Ergebnis hätte es sogar schon zur Goldmedaille gereicht“, freute sich Equipechefin Maria Schierhölter-Otte. Denn bereits am ersten Tag hatten die beiden 16-jährigen Pony-Umsteigerinnen Anna-Christina Abbelen und Jessica Krieg den Grundstock für den Sieg gelegt. Beide hatten sich laut Meyer zu Strohen „lediglich ein paar kleine, verzeihliche Fehler“ und wurden mit 70,459 beziehungsweise 70,027 Prozentpunkten für ihre Vorstellungen belohnt.

EM Compiegne: Silber für die Jungen Reiter

Niederländer gewinnen dank Schlussreiterin Kooijmann Gold

Compiegne/FRA (fn-press). Bei den Dressur-Europameisterschaften in Compiègne haben die deutschen Jungen Reiter Silber mit der Mannschaft gewonnen. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 71,228 Prozentpunkten mussten sich Juliette Piotrowski (Kaarst) mit Sir Diamond, Charlott-Maria Schürmann (Gehrde) mit Edward, Florine Kienbaum (Lohmar) mit Don Windsor OLD und Vivien Niemann (Mannheim) mit Wirsol’s Cipollini der Mannschaft aus den Niederlanden mit 72,465 Prozentpunkten geschlagen geben. Bronze ging an das Team aus Belgien (69,711). Insgesamt bewarben sich Teams aus elf Nationen um den Titel.

Nach dreimal Mannschaftsgold in Folge gab es ein jetzt in Frankreich „nur“ Silber für die Jungen Reiter. „Ein bisschen enttäuscht sind wir natürlich schon. Die Erwartungshaltung war nach den Sichtungen und Lehrgängen schon groß“, sagte Oliver Oelrich, der zusammen mit Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen die deutschen Nachwuchsreiter betreut. „ Es waren halt überall kleine Dreher drin.“

Das hatte bereits mit der Diskussion um die Startgenehmigung für Juliette Piotrowskis Ersatzpferd Sir Diamond begonnen. Auch die Vorstellung der ersten Teamreiterin Florine Kienbaum lief nicht ganz nach Plan. Dennoch lag die deutsche Mannschaft nach dem ersten Prüfungstag mit 73,097 Prozentpunkten für Piotrowski und 69,5 Prozentpunkten für Kienbaum noch in Führung.

Daran änderte sich auch nach der dritten Reiterin, Charlott-Maria Schürmann mit dem Celler Landbeschäler Edward nichts, obwohl auch sie kleine Abstriche machen musste (71,105). Der Abstand auf die Niederländer schrumpfte allerdings deutlich. Alle Last ruhte daher auf der 19-jährigen Schlussreiterin Vivien Niemann mit Wirsol's Cipollini, im vergangenen Jahr noch Vizeeuropameisterin der Junioren. Die Folge waren Fehler in der Galopptour und ein Ergebnis von 67,864 Prozentpunkten. „Das Paar wirkte schon angespannt, ging nicht mit der gewohnten Sicherheit“, sagte Oelrich.

Den Ausschlag zugunsten der Niederländer gab schließlich deren Schlussreiterin Stephanie Kooijmann mit Winston. 75,158 Prozentpunkte vergaben die Richter für ihre Vorstellung. „Das war schon gewaltig“, sagte Oelrich. „So ein herausragender Ritt hat uns heute leider gefehlt.

Noch aber sind die Europameisterschaften nicht zu Ende. Am Freitag und Samstag geht es für die Teilnehmer um die Medaillen in der Einzelwertung. Auf Grund ihrer guten Ergebnisse sind alle vier deutschen Jungen Reiter - wie auch die Junioren - erst am Samstag wieder am Start. Am Sonntag geht es abschließend dann noch um die Titel in der Kür.

Foto von FEI/Dirk Caremans: v.l.n.r. Claire Louise Averkorn, Anna Christina Abbelen, Jessica Krieg und Johanne Pauline von Danwitz