EM Aachen 2015: Rund 40 Prozent der genannten Dressurpferde stammen aus deutscher Zucht

Aachen (fn-press). An diesem Wochenende blickt die Pferdeszene gespannt nach Verden, wo die besten fünf- und sechsjährigen Nachwuchsdressurpferde der Welt um die Titel kämpfen. Ab kommenden Mittwoch sind ihre älteren Kollegen in der Aachener Soers an der Reihe. Sie haben den sportlichen Olymp bereits erklommen: Sie vertreten bei den Europameisterschaften die Farben ihres Landes. Spannend sind beide Events aber nicht nur für Reitsportinteressierte, sondern auch für die deutschen Züchter, denn rund 40 Prozent der genannten Dressurpferde bei der EM in Aachen stammen aus deutsche Zucht.

Von den 72 Pferden, die für die Dressureuropameisterschaften genannt sind, stammen 29 aus deutschen Züchterställen. Am Start erwartet werden 16 Hannoveraner, fünf Oldenburger, drei Trakehner, zwei Bayern sowie je ein Westfale, Brandenburger und Rheinländer. Wenig überraschend ist die Tatsache, dass alleine bei zehn deutschen Pferden der berühmte „Donnerhall“ auf der Vaterseite zu finden ist, insgesamt sind es sogar 13 Pferde. Dem Oldenburger Stempelhengst aus der Zucht von Otto Gärtner ist übrigens ein eigenes Schaubild am Tag der deutschen Pferdezucht (Dienstag, 18. August) sowie am Donnerstag (13. August) gewidmet.

Nicht ganz so üppig vertreten sind deutsche Pferde erwartungsgemäß in der Western-Dressur Reining, in der ebenfalls in der ersten EM-Woche die Titel vergeben werden. Reining ist bekanntermaßen eine Hochburg der Quarterhorses amerikanischen Ursprungs. Die meisten Pferde sind daher auch bei der American Quarter Horse Association (AQHA) oder deren deutschen Zuchtverband DQHA registriert. Von 41 genannten Pferden sind insgesamt fünf in Deutschland geboren.