Ellwangen: Baden-Württemberg gewinnt Effol-Länderteamwertung

 

Mannschaftswettbewerbe beim 6. Bundespferdefestival

Ellwangen (fn-press). Für den Bundescharakter des 6. Bundespferdefestivals, das am ersten Augustwochenende im baden-württembergischen Ellwangen ausgetragen wurde, sorgte die Effol-Länderteamwertung. Zur Freude der Gastgeber holte sich die Mannschaft aus Baden-Württemberg den Sieg.

Ein Team bestand aus zwei bis vier Reiter-Pferd-Paaren. Diese mussten in mehreren vorgegebenen Wettbewerben ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen und Punkte sammeln. In der Länderwertung waren auch Teams von Regionalverbänden zugelassen. Zudem gab es eine Effol-Wertung für freie Teams.

Ergebnis Effol-Länderwertung (Länder- und Regionalteams)

1. Baden-Württemberg; 61 Punkte

2. Mittelfranken, 59

2. Hessen-Kreisreiterbund Bergstraße, 59

4. LV Schleswig-Holstein, 57

5. Spreng Team Bayern, 53

6. Regionalverband Württemberg, 51

7. Regionalverband Schwaben, 43

8. Regionalverband Nordbaden, 42

Ergebnis Effol-Wertung Freie Teams

1. Team Hessen, 73

2. Team Ipf- und Jagstzeitung, 64

3. Breitensportreiter Filstal, 54

4. Die Mauker (Mittelfranken), 53

5. KRV Neu-Ulm, 48

6. Pferdefreunde Wertachau, 29

7. Team Schrankenschneiderhof, 19

Bundesweites Championat des Freizeitpferdes/-ponys:

Sieg für Sartors Black and Magic und Sogneblakkens Marle

Beste Freizeitpferde und Ponys beim 6. Bundespferdefestival gekürt

Ellwangen (fn-press): Vielseitig, rittig, gelassen und ausdauernd: Als perfekte Partner präsentierten sich die vierbeinigen Teilnehmer beim 6. Bundesweiten Championat des Freizeitpferdes/-ponys, das im Rahmen des Bundespferdefestivals in Ellwangen ausgetragen wurde. Gewertet wurden die Pferde und Ponys in zwei Rassegruppen, so dass es am Ende des Tages auch zwei Sieger des vielseitigen Wettbewerbs gab. In der Gruppe II holte sich Sartors Black and Magic den Sieg. Der Knabstrupper (von Sandro Hit von Bolero (DNK)) erhielt 88 Punkte. Die Siegerschärpe in der Rassegruppe I legten die Richter begeistert um den Hals von Sogneblakkens Marle – ein Fjordpferd von Sogneblakken von Mosby (86,2 Punkte).

Die jungen Pferde und Ponys im Alter von vier bis sieben Jahren mussten sich in fünf Teilprüfungen beweisen, die alles abfragen, was ein gutes Freizeitpferd ausmacht: Rittigkeit, Fremdreitertest, Grundgangarten, Gruppengeländeritt, Gehorsamsaufgaben, wobei der Fremdreitertest und die Gehorsamsaufgabe mit doppelter Punktzahl ein höheres Gewicht bekamen. Und so fiel die Entscheidung für den Knabstrupper-Hengst Sartors Black and Magic auch erst mit der letzten Teilprüfung, in der er volle 10 Punkte erhielt. Bis dahin hatte die sechsjährige Deutsche Reitpferde-Stute Seytan a von Sir Oldenburg (Züchter: Thomas Klingenberg (Schömberg)) die Nase vorn. Sie musste sich mit ihrer Besitzerin und Reiterin Naomi Kirschner (Engelsbrand) am Ende mit 83,2 Punkten geschlagen geben. Der Sieger zog von Beginn an die Aufmerksamkeit auf sich. Nicht nur wegen seines auffallenden Äußeren, der Rapptigerschecke wurde von seiner Besitzerin Sabine Ellinger sehr gut ausgebildet und vorgestellt, was sich zum einen in der guten Rittigkeit niederschlug. Zum anderen war es auch für Fremdreiterin Katharina Luz (Blaustein) eine Freude, den sechsjährigen Hengst zu reiten. Mit den Worten „der hat Spaß gemacht“ gab die erfahrene Berufsreiterin den schicken Bunten (Züchter: Ruth Westergaard) mit der Note 9,5 wieder an seine Reiterin zurück. Wenn er überhaupt eine Schwäche zeigte, dann in der Teilprüfung Geländereiten, wo er „nur“ die Noten 7,5 für Verhalten in der Gruppe und Rittigkeit beim Springen bekam. Für seinen Sieg wurde Sartors Black and Magic zudem vom Bereich Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit der FN-Goldmedaille ausgezeichnet. In der Gruppe II starten durften Pferde der Rassen Arabisches Vollblut, Deutsches Reitpony, Deutsches Reitpferd (Deutsches Pferd, Deutsches Sportpferd, Hannoveraner, Trakehner, Württemberger), Kleines Deutsches Reitpferd und Knabstrupper.

Sogneblakkens Marle – der Sieger in der Klasse der Rassegruppe I empfahl sich als edles und grundsolides Freizeitpferd. Auch die siebenjährige Falbstute begeisterte im Fremdreitertest mit Höchstnote 9,5 und bewies sich als absolut geländetauglich. Ohne Murren ließ sie sich von ihrer Reiterin Julia Küger in der Gruppe an wechselnden Positionen reiten und problemlos von der Gruppe entfernen. Dafür gab es die 10,0 von den Richtern - ebenso für ihre Sprünge über die drei Geländehindernisse. Ein weiteres Kompliment an die Reiterin, die Besitzerin Karoline Kraska (Rheda-Wiedenbrück) und den Züchter Hans Giesen aus Odenthal gab es mit der bronzenen Medaille des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Den Vizetitel holte sich der Welsh-Cob-Pony-Hengst Cherry Jamiro (von Pentrefelin Jake – Chery Bronco) aus der Zucht und im Besitz der ZG Friederike und Uwe Rosenthal aus Siegen. Der achtjährige Braune wurde von Ilka Rosenthal vorgestellt und setzte sich mit 80,3 Punkten ganz knapp vor die Fjordstute Litla vom Schwalbenhof (von Dexter – Kenrick), die es auf 80,2 Punkte brachte. Außer Fjordpferd und Welsh Cob waren die Rassen Connemara, Haflinger und New Forest Pony in Gruppe I zugelassen

„Alle Pferde haben gezeigt, dass sie tolle Freizeitpartner sind. Sie haben über den ganzen Tag ihre Qualität bewiesen – trotz erschwerter Bedingungen mit Hitze und Regen“, sagte Monika Schröter, die mit Annette Slonka gemeinsam richtete. Auch das Ausbildungsniveau sei erfreulich gewesen. Nicht nur die Richter, auch die Teilnehmer fanden lobende Worte. „Eine schöne Prüfung. Wir können hier zeigen, was für wunderbare Freizeitpferde Connemara Ponys sind“, sagte Alexandra Krämer, die tags zuvor mit ihrer Sternbergs Mandy (von Currachamore Cashel – Monaghanstown Fred) bei der FN-Bundesstutenschau Sportponys mit der FN-Bundesprämie ausgezeichnet worden war. Zudem holte sie in der Gruppe I den Titel des Süddeutschen Champions. Ein Titel, der auch in der Gruppe II vergeben wurde und der hier an die Drittplatzierte Proud June Pearl ging – ein Deutsches Reitpony von Poseidon – Nauke (Züchter: Christiane Püsch-Kasper (Gemünden), Besitzer: Familie Strack (Schweppenhausen)).

Vielleicht sind beim nächsten Mal auch wieder mehr als 22 Pferde am Start. Am bundesweiten Championat des Freizeitpferdes/-ponys können alle vier- bis siebenjährigen Pferde und Ponys (ab 128 Zentimeter) mit Zuchtbescheinigung eines FN-Mitgliedszuchtverbandes oder einer Zuchtbucheintragung in einem FN-Mitgliedzuchtverband teilnehmen. Der genaue Termin und Ort des nächsten Championates wird rechtzeitig bekanntgegeben.

FN-Bundesstutensschau der Sportponys 2014:

Siegerinnen gekürt

Auswahl der Bundessiegerstuten beim 6. Bundespferdefestival

Ellwangen (fn-press). Die zweite FN-Bundesstutenschau der Sportponys wurde am ersten Augustwochenende im Rahmen des Bundespferdefestivals in Ellwangen ausgetragen. Die besten Stuten der Rassen Deutsches Reitpony, Connemara Pony, New Forest Pony, Welsh Ponys (Sektionen A bis C) und Welsh Cob (Sektion D) waren angetreten, um den Bundessiegertitel der jeweiligen Rasse zu gewinnen. Insgesamt neun Siegerinnen wurden gekürt.

Bei den Deutschen Reitponys gewann in der Gruppe 3- und 4-jährige Stuten FS Daddy`s Starlight (Vater: FS Don´t Worry, Muttervater: FS Champion de Luxe). Die rheinisch gezogene Fuchsstute gehört dem Ferienhof Stücker aus Weeze, der auch Züchter ist. Sie setzte sich gegen insgesamt 24 Konkurrentinnen durch. Bei den 5- und 6-jährigen Deutschen Reitponys holte sich Navarra BEVS den Titel. Sie stammt von Davidoff aus einer Mutter von Nature Boy. Züchter und Besitzer der sechsjährigen bayerischen Stute ist Barbara-Elisabeth von Stetten (Seeg). Diese freute sich noch über einen zweiten Titel. Von Stetten ist Besitzerin von Nena (von Nature Boy - FS Pour l´Amour), die sich den Sieg in der Klasse Deutsches Reitpony 7- bis 12-jährige Stuten holte. Züchter der elfjährigen in Bayern eingetragenen Stute ist Hans Bockholt (Steinfurt).

Bei den Connemara Ponys ging die Siegerschärpe an Kinzighausen Hazy Jane (Vater: Frederiksminde Hazy Marvel, Muttervater: Garryhinch Finn). Die neun Jahre alte Stute wurde von Michael Jaczak (Wächtersbach) gezüchtet und von ihrer Besitzerin Desirée Theis (Neu-Anspach) vorgestellt. Titelträger der New Forest Ponys wurde Fuchshofs Tessy von Hove´s Tabaluga, Muttervater Van Dyke B. Die beim Baden-Württembergischen Zuchtverband eingetragene fünfjährige Preisträgerin ist im Besitz ihres Züchters Franz Fuchs sen. (Neuler). Bei den Welsh Ponys gewann in der Sektion A Wiesenhofs Iquiria (Vater: Linebroks Ikarus, Muttervater: Weston Harlequi). Die siebenjährige 116 Zentimeter große Schimmelstute wurde von ihrer Besitzerin Lucie Bertram (Stendal) vorgestellt. Züchter des vom Zuchtverband Berlin-Brandenburg entsandten Ponys ist Heinz Müller (Schönwalde/Glien). Titelträger in der Kategorie Welsh Pony (Sektion B) ist die siebenjährige Melbrigda Be Happy von Bräuhof Philippo, Muttervater Moorkieker Gawain. Die Fuchsstute misst 130 Zentimeter. Sie entstammt der Zucht von Carina Huttner (Raisting), Besitzerin ist Marion Huttner (Raisting). Tirion Golden Chaffy ist die Bundessiegerstute Welsh Pony (Sektion C). Die sieben Jahre alte Schimmelstute aus Großbritannien stammt von H/S Marvel und Muttervater Degla Country Flyer ab. Sie ist im Besitz von Corinna Janßen (Untermünkheim). In der Klasse Welsh Cob (Sektion D) setzte sich die siebenjährige Meisterhofs Ribana an die Spitze. Vater der Dunkelbraunen ist Meisterhofs Mogli, der Muttervater Cobtain Little Prince. Züchter und Besitzer sind Rupert und Marianne Nutz aus Teisendorf.

Die Stuten wurden maximal zu zehnt je Ring vorgestellt und einzeln auf der Dreiecksbahn im Stand, Schritt und Trab gemustert und anschließend im Hinblick auf das Zuchtziel der Rassen nach den Beurteilungskriterien Typ, Körperbau, Korrektheit des Ganges, Trab, Schritt und Gesamteindruck rangiert. „Das war eine überragende Spitze, die wir hier gesehen haben. Die Homogenität in den Klassen - besonders bei den jüngeren Ponys - war sehr groß. Das ist ein Zeichen für den züchterischen Fortschritt. Die Stuten sind sehr modern und bewegungsstark. Ich hab mich daran erfreut. Was man hier gesehen hat, muss motivieren zu züchten und zu kaufen“, fasste Hans-Willy Kusserow, einer der Richter bei den Deutschen Reitponys, seinen Eindruck von den vierbeinigen Teilnehmern zusammen. Zeitgleich begutachtete eine weitere Richtergruppe die Vertreter der anderen Rassen. „Das ist schon anspruchsvoll zu richten. Aber wir haben ja Unterstützung von den Rasseexperten der Interessensgemeinschaften, die bei den jeweiligen Rassen Teil der Richtergruppe sind“, sagte Claudia Sirzisko. Auch sie war sehr zufrieden mit den präsentierten Ponys. „Die Qualität war insgesamt sehr gut. Diese Rassen müssen sich vom Deutschen Reitpony abgrenzen. Bei der Beurteilung achte ich darauf, dass der Typ erhalten ist, also dem Typ der Rasse des Ursprungslandes entspricht, gleichzeitig aber Bewegung und Gebäude sich verbessern.“