Edward Gal freut sich über Einladung von Ann-Kathrin Linsenhoff

 

 

Edward Gal freut sich über Einladung von Ann-Kathrin Linsenhoff

Der Ex-Reiter von Totilas im Gespräch mit dem „CHIO Aachen-Magazin“: Platz 2 bedeutet mit diesem Pferd eine Niederlage – öffentlicher Druck ist riesig - Tipps für Matthias Rath

 

Noch nie hat ein Dressurpferd solche Schlagzeilen gemacht wie der Rappe Totilas, der zukünftig von dem Deutschen Matthias Alexander Rath geritten werden wird. Gegenüber dem „CHIO Aachen-Magazin“ hat sich nun erstmalig Edward Gal, der mit Totilas unter anderem dreifacher Weltmeister wurde und den Deutsche Bank Preis beim CHIO Aachen 2010   gewann, nach dem Verkauf des Pferdes geäußert.

Gal kündigte an, eine Einladung, Totilas in seinem neuen Stall zu besuchen, annehmen zu wollen. Ausgesprochen hat die Einladung Ann-Kathrin Linsenhoff, neue Mitbesitzerin von Totilas. „Das finde ich sehr nett“, so Gal, „denn Totilas auf irgendeinem Turnier das erste Mal wiederzusehen, wäre sehr schwierig geworden.“

Zu Matthias Alexander Rath hat es noch keinen direkten Kontakt gegeben, dem Deutschen rät er zu Gefühl und Geduld: „Wenn es läuft, musste ich als Reiter fast nichts mehr machen, Totilas ging von ganz alleine – ein unglaubliches Gefühl.“ Doch der Weg dahin sei hart, „Matthias wird viel Geduld brauchen, bis er und Totilas ein Team sind. Und er muss wissen, dass ein zweiter Platz mit Totilas für die Öffentlichkeit immer eine Niederlage bedeutet.“ Daher rät Edward Gal zu viel Gelassenheit und harter Trainingsarbeit, denn ein Grand Prix-Pferd von einem anderen Reiter zu übernehmen sei immer schwer, bei der öffentlichen Aufmerksamkeit auf das Duo Totilas/Rath erst recht.

Der Verkauf von Totilas hat Edward Gal hart getroffen, aber „wenn es um so viel Geld geht, verstehe ich die Entscheidung natürlich. Das gehört zu unserem Sport nun einmal dazu.“ Der Verkauf bedeutet für Edward Gal auch Entlastung: „Ich habe nicht mehr diesen riesigen öffentlichen Druck, immer gewinnen zu müssen. Und alles ist viel ruhiger, sobald wir auf einem Turnier den LKW geöffnet haben, waren unglaublich viele Menschen um uns rum. Und zum Popstar tauge ich irgendwie nicht.“