Dressurreiten: Von Rio zum CHI Donaueschingen 2016

Dorothee Schneider und Forward Looking

Jessica von Bredow-Werndl mit Zaire

Isabell Werth auf El Santo

Nicht nur die Olympiastars versprechen hochkarätigen Dressursport

Kaum sind sie zurück aus Rio de Janeiro, wo sie im Dressurviereck ganz Deutschland begeistert haben, schon sind sie unterwegs zum CHI Donaueschingen: Das Team der ESCON-Marketing GmbH um Veranstalter Dr. Kaspar Funke freut sich seinem Publikum zum 60. Jubiläum des Int. S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier vom 15.-18. September im Dressurviereck ganz großen Sport bieten zu können, allen voran unsere gefeierten Stars aus Rio! Dorothee Schneider und Isabell Werth gewannen gemeinsam mit der deutschen Dressur-Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Brasilien Team-Gold, Isabell holte sich zusätzlich die Silbermedaille in der Einzelwertung. Beide starten in der Großen Tour und stellen ihren Nachwuchs in den Youngsterserien NÜRNBERGER Burg-Pokal und Louisdor-Preis vor.

Die Dressur hat beim CHI Donaueschingen sowohl eine lange Tradition als auch einen hohen Stellenwert und verspricht in diesem Jahr – mit einem exzellenten Starterfeld in allen Kategorien – großen Sport und spannende Entscheidungen. Neben den genannten Olympioniken ist auch eine weitere starke deutsche Reiterin, die nur knapp die Aufnahme in die Olympiamannschaft verpasst hat, am Start: Jessica von Bredow-Werndl. Sie stellt ihren Hengst Unee BB in der 4*-Tour vor, in der Isabell Werth Emilio und El Santo genannt hat und Dorothee Schneider mit Fohlenhofs Rock´n Rose sicherlich ein Wörtchen mitreden wird. Darüber hinaus liest sich die Liste der Teilnehmer ebenso gut wie die der Springreiter: Mit Reitern wie u.a. Beatrice Buchwald, Fabienne Lütkemeier, Nadine Capellmann oder Nathalie zu Sayn-Wittgenstein darf man sich auf interessanten Spitzensport im Viereck freuen. Und auch hier mangelt es nicht an aufstrebenden Dressurtalenten: Victoria Michalke, Charlott-Maria Schürmann, Nadine Husenbeth und Kathleen Keller sind allesamt Mitglieder der „Deutsche Bank Reitsport Akademie“ und drauf und dran, den „Großen“ Konkurrenz zu machen. Interessante Starter des ausländischen Feldes sind unter anderem der Portugiese Miguel Ralao Duarte und sein Lusitano Xenophonte D´Artela sowie die Deutsch-Italienerin Pia Laus-Schneider, die mit Wallach Shadow wieder in die internationale Dressurszene einsteigen will. Spannend wird es in der Großen Tour am Samstagabend im Grand Prix und am Sonntagvormittag im Meggle Preis, dem Grand Prix Special.

Die jüngeren Dressurpferde werden im NÜRNBERGER Burg-Pokal (7-9-jährige Pferde) und im Louisdor-Preis (8-10-jährige Pferde) vorgestellt. Beide Prüfungsserien sind in den letzten Jahren zu regelrechten Publikumsmagneten avanciert, die große Aufmerksamkeit erregen. Kein Wunder, denn aus beiden Serien gehen regelmäßig die vierbeinigen Leistungsträger von morgen hervor. Das beste Beispiel dafür sind die Pferde der aktuellen deutschen Olympiamannschaft. Drei der vier Erfolgspferde waren auf ihrem Weg in die Olympiamannschaft im NÜRNBERGER Burg-Pokal erfolgreich: Weihegold OLD unter Beatrice Buchwald, Showtime FRH unter Dorothee Schneider sowie Desperados FRH unter Falk Rosenbauer. Das jüngste Paar der Mannschaft aus Rio, der erst 9-jährige Wallach Cosmo unter Sönke Rothenberger, wurde 2015 Zweiter im Louisdor-Preis. In Donaueschingen geht es nun um die heißbegehrten Qualifikationen beider Serien, denn weder Isabell Werth noch ihre Bereiterin Beatrice Buchwald oder Dorothee Schneider haben sich bis jetzt für die diesjährigen Finale in Frankfurt qualifiziert. Deshalb bringen alle drei auch ihre Nachwuchshoffnungen nach Donaueschingen mit. Genannt sind bei Isabell Werth der 9-jährige Wallach Sorento und der bereits bis Intermediaire I erfolgreiche Schimmelhengst DSP Belantis. Dorothee Schneider hat den Wallach Santiago angekündigt, mit dem sie im letzten Jahr das Finale des NÜRNBERGER Burg-Pokal gewinnen konnte, und Chocolat, die Rosandro-Tochter, die erst seit Kurzem in ihrem Beritt ist. Beatrice Buchwald stellt den Diamond Hit-Sohn Den Haag vor. Viel Zeit bleibt nicht mehr, um die begehrten Tickets für die Finale in Frankfurt zu lösen: In Donaueschingen finden die vorletzten Qualifikationen statt!

Welchen hohen Stellenwert die Dressur in Donaueschingen hat, zeigt der Ausbau der Rahmenbedingungen, die die Möglichkeiten der Programmgestaltung im Jubiläumsjahr deutlich verbessern. Durch die Flutlichtanlage, die zum ersten Mal auch den Dressurplatz der Fürstlich Fürstenbergischen Parkanlage überstrahlt, ist es nun möglich, hochkarätigen Dressursport in den Abendstunden zu präsentieren. Abgerundet wird das Dressurerlebnis durch die vielseitige Ausstellungswelt mit eigener Gastromeile, die alle Besucher zum Schlemmen und Verweilen einlädt.

Bilder:

Jessica von Bredow-Werndl (Foto von K.-H. Frieler)

Isabell Werth (Foto von sportfotos-lafrentz.de)

Dorothee Schneider (Foto von sportfotos-lafrentz.de)