Dressurreiten: Totilas siegt mit 82,80 Prozent in Wiesbaden

 

2011 hat Totilas schon einmal im Biebricher Schlosspark gewonnen, damals war es sein zweiter Turnierauftritt unter Matthias Alexander Rath überhaupt. Heute siegte das Paar in Wiesbaden erneut und es war der zweite Auftritt der Beiden nach zwei Jahren Pause. „Das war noch mal eine deutliche Steigerung zu dem Grand Prix in Kapellen vor zwei Wochen“, freute sich der 29-Jährige. „82 Prozent – das ist schon super super.“ Und Chefrichterin Isobel Wessels aus Großbritannien erklärte: „Wir Richter waren sehr beeindruckt von der Vorstellung von Totilas“, und dann fügte sie mit verschmitztem Lächeln hinzu: „Die Grußaufstellung war etwas schief und tief, aber die Piaffen waren besser als in Kapellen, er hatte schöne Passagen und Übergänge und das Bild von den beiden war toll. Es freut mich, dass die Beiden eine solche Partnerschaft entwickelt haben.“

Am Montag wird Totilas mit Rath im Grand Prix Special, im Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden, an den Start gehen. Und dann? „Dann hoffe ich, dass ich in drei Wochen eine Startgenehmigung für Perl-Borg bekomme“, erklärt Rath. In Perl findet in diesem Jahr die erste Sichtung für die Weltreiterspiele in der Normandie statt.

Die Begeisterung für den bewegungsgewaltigen Rappen ist ungebrochen. Das Wiesbadener Publikum drängelte sich auf den Tribünen und in dichten Reihen rund um das Schlosspark-Viereck. Auch das ZDF und HR-Fernsehen sind angereist, um den „wieder auferstandenen Dressurhengst“ den Zuschauern zu präsentieren.

Auf Platz zwei folgte die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth mit der zwölfjährigen Hohenstein-Tochter Harmonie und glatten 74 Prozent. Es war erst das zweite Turnier für Werth im Sattel von Harmonie, die bisher von ihrer Besitzerin Christina Hennig ausgebildet und auf Turnieren vorgestellt worden ist. Für die Siegerehrung hatte ‚Tante Isabell’ von den Organisatoren Dispens bekommen. Sie musste ganz schnell nach Rheinberg in die Kirche zur Firmung ihres Neffen.

Mit einer nahezu fehlerfreien Runde präsentierte Kaderreiterin Jenny Lang ihren Loverboy, erhielt 73,54 Prozent und wurde Dritte. Sowohl Harmonie als auch Loverboy gehen am Sonntagabend in der traditionellen Wiesbadener Flutlichtkür an den Start.

Neben allem Trubel rund ums Dressurviereck schlenderte einer ganz entspannt durch den Biebricher Schlosspark: Nationalspieler Thomas Müller. Während seine Frau Lisa ab Sonntag in der Piaff-Förderpreis-Serie der U25-Dressurreiter in Wiesbaden an den Start geht, steigt der Fußball-Star heute, am Samstagabend, in Frankfurt in den Flieger nach Brasilien: Die WM ruft! Beim Wiesbadener PfingstTurnier genoss das Paar noch ein paar gemeinsame Stunden. Wiesbadener Fußball-Fans unter den Pferdeliebhabern freuten sich und schickten den Spitzen-Kicker mit den besten Wünschen Richtung WM.

Foto von WRFC/Toffi: Nach langer Auszeit zurück auf internationalem Dressurparkett: Matthias Alexander Rath und Totilas im Wiesbadener Schlosspark.