Dressurreiten: Sieg für Esther Maruhn im NÜRNBERGER BURG-POKAL von Lübeck

Lübeck. Für Esther Maruhn und ihren neunjährigen Hannoveraner Wallach Wilson Pickett endeten die Lübecker Reitertage 2014 mit einem großen Erfolg. In der Qualifikation zum NÜRNBERGER BURG-POKAL setzte sich das Paar in der letzten Prüfung am Sonntagnachmittag durch. Mit 72,22% (1480,50 Punkten) sah das Richtergremium Esther Maruhn ganz vorne. Zweiter wurde der mehrfache Berufsreiterchampion Hartwig Burfeind mit dem achtjährigen Hannoveraner Hengst Lapagenos, der dritte Platz ging an Wolfgang Schade im Sattel von Amore San Remo, einer achtjährigen in Bayern gezogenen Stute.

Für die Reiterin ist der Sieg und der damit verbundene Einzug in das Finale am Jahresende die Erfüllung eines Traumes. In den beiden vergangenen Jahren hatte Esther Maruhn den Sieg in einer der 15 Qualifikationen jeweils knapp verpasst. In der Hansestadt hat es nun geklappt und so zeigt sie sich die Siegerin glücklich und dankbar gegenüber ihrem Partner: Wilson Pickett habe ich zu verdanken, dass wir jetzt vor der traumhaften Kulisse der Frankfurter Festhalle am Jahresfinale dieser tollen Serie teilnehmen dürfen.“

Seit der Premiere 1992 hat sich der NÜRNBERGER BURG-POKAL zu einem wichtigen Element in der Ausbildung junger Dressurpferde entwickelt. Für Hans-Peter Schmidt, im Ehrenamt Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands und Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), steht der Ausbildungsstand des jungen Pferdes auf dem Prüfstand: „Im St-Georg-Special wird die Ausbildung pferdegerecht gefordert.“

Den Lohn nachhaltiger Ausbildung erhielt die deutsche Equipe bei den Olympischen Spielen in London sowie der letztjährigen Europameisterschaft in Dänemark. Für beide Veranstaltungen wurden ausschließlich Pferde nominiert, die über den NÜRNBERGER BURG-POKAL gefördert wurden. Bei den kontinentalen Titelkämpfen 2013 gewann die deutsche Mannschaft nach 2005 erstmals wieder Gold in der Mannschaftswertung.