Dressurreiten: Sieg für deutsche Para-Equipe beim ersten Nationenpreis in Mannheim

(pbb) Seit 2003 bereichern Prüfungen für behinderte Dressurreiter das Mannheimer Maimarkt-Turniers – in diesem Jahr fand nun der erste Nationenpreis für die Para-Equestrians präsentiert von der adViva GmbH Heidelberg statt. „Ich freue mich, dass in Verfolgung unseres Ziels der Inklusion der Paras in ein Regelturnier jetzt eine Gleichstellung auch im Nationenpreis erfolgt“, erklärte Peter Hofmann. Besonders glücklich zeigte sich der Turnier-Chef, dass sich dafür mit der adViva GmbH Heidelberg ein Sponsor gefunden habe und dankte dessen Geschäftsführer Gerhard Bieber ganz herzlich.

Mit insgesamt 434,143 Punkten gewannen Elke Philipps/Regaliz (Grade 1a), Dr. Angelika Trabert/Ariva Avanti (Grade II), Hanne Brenner/Kawango (Grade III) und Lena Weifen/Don Turner (Grade IV) den ersten Nationenpreis vor der dänischen Equipe (418,18), den Niederlanden (415,356) und Kanada (408,484). Auf dem fünften Platz folgte Norwegen (406,399), gefolgt von Österreich (399,126), Schweden (393,543) und Russland (365,366).

„Ich bin superstolz, bei dieser Premiere dabei sein und die erfolgreiche Equipe anführen zu dürfen“, strahlte Britta Bando, die deutsche Equipe-Chefin, „und ich bin schon ein bisschen aufgeregt.“ Als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete sie den Ablauf am Sonntag: „Da fanden abwechselnd die Para-Prüfungen mit den Regelprüfungen der Dressurreiter statt – das ist für uns ganz wichtig!“

Dr. Jan Holtschmit, Chefrichter und Präsident der Ground Jury, nannte Mannheim „das größte und wichtigste Turnier für Para-Reiter, das tolle, hervorragende Bedingungen bietet“. Ganz wichtig sei, „dass die Para Equestrians hier nicht isoliert, sondern eingebunden sind“.

Die erfolgreichste Para-Reiterin Deutschlands, Hanne Brenner (Wachenheim), die aktuell in Mannheim bereits zwei Siege feiern konnte, steht nicht nur mit ihrer Stute Women of the World, sondern auch mit ihrem Nachwuchspferd Kawango auf der Longlist für die Weltreiterspiele Ende August in der Normandie. „Ich glaube, wir sind gegen Dänemark sehr gut aufgestellt und bin für die WEG ganz zuversichtlich“, so Britta Bando. Auf der Longliste stehen sieben Reiter mit neun Pferden, „letztendlich fahren wir mit fünf Reitern und fünf Pferden nach Frankreich.“