Dressurreiten – News: PETA Deutschland e.V. hat Strafanzeige erstattet

Die Tierschutzorganisation PETA Deutschland mit Sitz in Gerlingen hat Strafanzeige erstattet. Es geht um die Behandlung des Pferdes Totilas mittels der Rollkur und um die nach Meinung von PETA nicht artgerechten Haltung. Auf der Internetseite von PETA (www.peta.de/web/totilas.6525.html) liest sich das so:

„PETA erstattete im September 2012, nach monatelangen Recherchen, Strafanzeige wegen des Verdachts der Tierquälerei, nicht nur wegen der Rollkur, sondern auch wegen der nach Ansicht von PETA nicht artgerechten Haltung des Pferdes. Zudem fordern wir ein Verbot dieser „Trainingsmethoden“ und stärkere Kontrollen auf Turnieren.

Enge Boxenhaltung

Aus Dokumenten, die PETA vorliegen, geht hervor, dass Totilas neben seinem Training den Großteil des Tages in der Box verbringen muss. Um mögliche Verletzungen zu vermeiden, werden dem Hengst der Kontakt zu Artgenossen und eine freie, selbstgesteuerte Bewegung verwehrt. Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz hat PETA nun Strafanzeige gegen die Halter und den Reiter von Totilas erstattet. PETA fordert ein bundesweites Verbot der tierquälerischen Trainingsmethode.

Wegen „Leistungsabfall“ gequält

Totilas erfüllte kurz nach dem Kauf nicht die Erwartungen der neuen Halter. Um an frühere Erfolge anzuknüpfen, engagierten Schockemöhle und Linsenhoff Anfang 2012 den niederländischen Dressur-Nationaltrainer Sjef Janssen, der für seine Ausbildung mit der tierquälerischen Rollkur bekannt ist. Bei der umstrittenen Trainingsmethode wird der Kopf der Pferde so stark auf die Brust gezogen, dass Haltung, Atmung und Orientierung enorm beeinträchtigt sind. Diese Unterdrückung wird genutzt, um das Pferd unterzuordnen. Die Anwendung der „Rollkur“ ist für Pferde äußerst schmerzhaft und kann zu irreparablen körperlichen Schäden führen." (Auszug aus der Begründung von PETA Deutschland zur Strafanzeige)

HIER geht es zu dem Video, welches auf Youtube und der PETA-Seite veröffentlicht wurde.