Dressurreiten: Kür-Sieg für Isabell Werth auf Mallorca

Zweites Turnierwochenende der „Balearen Tour“ auf der Finca Es Fangar

Mallorca (fn-press). Nach Helen Langehanenberg (Billerbeck) machte nun auch Isabell Werth (Rheinberg) einen Abstecher zum kleinen, aber feinen internationalen Dressurturnier auf der mallorquinischen Finca Es Fangar. Die Grand Prix-Kür gewann sie mit ihrem rheinischen Wallach El Santo, im Grand Prix musste sie sich mit Platz zwei hinter der Niederländerin Madeleine Witte-Vrees begnügen.

Das zweite Turnierwochenende der „Balearen Tour“ auf dem schönen Areal der deutschen Unternehmerfamilie Eisenmann, übrigens die Schwiegereltern des Dressurreiters Matthias-Alexander Rath (Kronberg), war sogar mit fünf-Sternen ausgeschrieben und entsprechend üppig gotiert. Im Grand Prix dominierte wie schon beim ersten Event die Niederländerin Madeleine Witte-Vrees. Mit dem KWPN-Hengst Cennin v. Vivaldi-Donnerhall sicherte sich die 44-Jährige den Sieg mit 73,66 Prozent. Isabell Werths rheinischer Ehrentusch-Nachkomme El Santo erhielt in der ersten Piaffe nur Wertnoten zwischen 4 und 6, so dass schließlich 72,8 Prozent Platz zwei bedeuteten. Es war der erste Auftritt des Paares nach langer Pause, denn Werth hatte El Santo für die Olympischen Spiele an einen spanischen Dressurreiter verleast. Das Paar startete allerdings nicht in Rio. 

In der Kür spielten der 15-jährige Wallach und Isabell Werth ihre Routine aus, El Santo piaffierte deutlich besser und wurde von den Richtern mit 78,875 Prozent bedacht. Die Einzelergebnisse schwankten allerdings erheblich, die fünf Jurymitglieder bewegten sich zwischen 75,7 und 82,5 Prozent. Madeleine Witte-Vrees und Cennin wurden Zweite (76,875) vor Helen Langehanenberg und Damsey. Der Hannoveraner Hengst v. Dressage Royal erhielt 76,65 Prozent. Im Grand Prix hatte das Paar nur Rang neun belegt, da sich der Hengst unter anderem in der Piaffe verweigerte.

Lediglich die beiden Grand Prix-Prüfungen waren mit 12 bzw. 13 Paaren besetzt, die meisten übrigen Wettbewerbe sahen deutlich weniger Reiter und Pferde am Start, mitunter sogar nur zwei Paare. So konnte Lea Marie Golkowski aus dem rheinischen Grefrath mit High Five und Die Feine Chanel wie am Wochenende zuvor die drei internationalen Pony-Wettbewerbe gewinnen. Auch Matthias Alexander Rath trug sich zweimal in die Siegerlisten ein: Mit dem Hannoveraner Hengst Foundation gewann er den Prix St. Georges, mit dem Oldenburger Hengst Flash Hit eine Prüfung für fünfjährige Pferde.