Dressurreiten in s-Hertogenbosch: Kürsieg für Beatrice Buchwald und Daily Pleasure

Fabienne Lütkemeier löst trotz Verletzungspechs Ticket für Weltcup-Finale

s-Hertogenbsoch (fn-press). Eigentlich hätte der Dressur-Weltcup im niederländischen ‘s-Hertogenbosch die Generalprobe fürs Weltcup-Finale am Osterwochenende sein sollen. Aber sowohl Isabell Werth (Rheinberg) als auch Fabienne Lütkemeier (Paderborn) mussten auf den Start verzichten. Dafür ritt Beatrice Buchwald (Rheinberg) in der „kleinen“ Dressurtour (CDI4*) mit dem einstigen Vize-Bundeschampion Daily Pleasure zum Sieg in der Kür.

Im einen Fall ist das Pferd verletzt, im anderen die Reiterin: Isabell Werths Hannoveraner Don Johnson hatte sich im Stall eine Verletzung zugezogen, die einen Start in der Weltcup-Qualifikation von s-Hertogenbosch verhinderte. Und bei Fabiene Lütkemeier machte eine Hüftprellung als Folge eines Sturzes vom Pferd die Teilnahme am Turnier in den Brabanthallen zunichte, so dass die letzte Etappe des Weltcups vor dem Finale in Göteborg am Osterwochenende ohne deutsche Beteiligung stattfand. Das niederländische Publikum mag’s gefreut haben, denn es konnte sowohl im Grand Prix als auch in der Kür seinem siegreichen Reiter Hans Peter Minderhoud zujubeln.

Die nötigen Punkte für die Teilnahme am Weltcup-Finale hatte Werth ohnehin gesammelt. Auch nach diesem Wochenende bleibt sie mit 77 Punkten die Führende des Klassements der Western-European-League. Hans Peter Minderhoud (70 Punkte) schob sich Dank seiner Erfolge in s'Hertogenbosch noch an Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen, 66 Punkte) vorbei auf Platz zwei. Doch auch die Bayerin ist längst für Göteborg qualifiziert. Trotz des Verletzungspechs kann nun auch Fabienne Lütkemeier die Koffer für das Finale packen. Mit ihren zuvor gesammelten 50 Weltcup-Punkten liegt sie nun zusammen mit dem Niederländer Diederik van Silfhout auf Rang acht des Rankings. Die besten Neun der Western-European-League haben sich für Göteborg qualifiziert.    

Isabell Werth stieg zwar in s-Hertogenbosch nicht selbst in den Sattel, aber vor Ort war sie dennoch als Trainerin ihrer Mitarbeiterin Beatrice Buchwald, die als einzige Deutsche in der zweiten Dressurtour an den Start ging. Im Sattel des einstigen Vize-Bundeschampions Daily Pleasure musste sie sich im Grand Prix noch mit dem vierten Platz begnügen, aber in der Kür spielte Beatrice Buchwald das Potenzial des jetzt 15-jährigen westfälischen De Niro-Nachkommens voll aus: Sieg mit 75,2 Prozent. Auf Platz zwei behauptete sich der Niederländer Diederik van Silfhout mit dem zehnjährigen KWPN-Wallach Bonzanjo (74,625) vor der Spanierin Beatrice Ferrer-Salat, die ihren elfjährigen Westfalen Sir Radjah (v. Sir Donnerhall) zu 73,275 Prozent führte.