Dressurreiten: Deutsches Damentrio im Nationenpreis bei den Löwen Classics Braunschweig 2016

Die Löwen Classics vom 11. - 14. Februar sind erstmals Gastgeber für einen Nationenpreis Dressur in der Alterklasse U25 und drei schon sehr erfolgreiche junge Frauen treten unter deutscher Flagge an: Florine Kienbaum, Nadine Husenbeth und Juliette Piotrowski. Ein starkes Trio!

Aller guten Dinge sind drei…

…und das gilt für die Teamaufstellung ebenso wie für die Prüfungen. Florine Kienbaum (22) aus Lohmar hat seit 2008 an acht Europameisterschaften teilgenommen und dabei sechs Medaillen gewonnen, allein vier Mal Mannschaftsgold ist dabei. Die vorläufig letzte Goldmedaille bekam die Dressurreiterin 2014 bei der Junge Reiter-EM umgehängt.

Juliette Piotrowski (22) aus Kaarst kann ebenfalls auf vier Medaillen verweisen, zählte mit Florine Kienbaum zur Gold-Equipe des Jahres 2014 und gewann außerdem zwei Silber- und eine Bronzemedaille bei Europameisterschaften.

Nadine Husenbeth (23) gewann Deutsche Meisterschaften und das Finale des renommierten Piaff Förderpreises in Stuttgart. Die Studentin aus Sottrum ist Mitglied des B-Kaders der deutschen Dressurreiter.

Nur wenige europäische Nationenpreise U25

Auch die deutsche Bundestrainerin Monica Theodorescu (Füchtorf) blickt erwartungsvoll nach Braunschweig. Schon deshalb, weil sich Theodorescu über die Initiative der Löwen Classics-Macher für den U25-Dressursport freut. In ganz Europa weist der internationale Reitsportkalender lediglich drei Nationenpreise für die Generation U25 in der Dressur aus. Braunschweigs Löwen Classics machen 2016 den Anfang, im dänischen Odense wird im Mai ein Nationenpreis geritten, sowie im finnischen Ypäjä. Kurz und gut, die CDIO U25 sind noch ein rares Gut im Turnierkalender.

Drei Mal Dressur pur

Insgesamt drei internationale Dressurprüfungen stehen bei der Nationenpreis-Premiere in der Volkswagen Halle auf dem Programm. Schon die erste am Donnerstag ab 17.15 Uhr hat Gewicht: Im Preis von Madeleine Winter-Schulze, in der Prüfung Intermediaire II wird die Mannschaftswertung entschieden. Soll heißen, alle drei Resultate werden zusammen gerechnet, jeder Punkt zählt. „Für die Reiterinnen ist das wichtig - sie müssen sich in den Dienst der Mannschaft stellen“, unterstreicht Monica Theodorescu, die selbst Olympiagold mit deutschen Equipen gewann. „Konkret bedeutet das Unterstützung für die Teammitglieder, die Mädels müssen sich gegenseitig bei der Vorbereitung helfen und dadurch auch voneinander profitieren“.

Am Samstag treten die jungen Dressurasse - neben den drei deutschen Reiterinnen sind Teilnehmer aus Österreich, Dänemark und Polen bei der NC-Premiere in Braunschweig am Start - im klassischen schweren Grand Prix de Dressage im Preis der Equiva GmbH ab acht Uhr an. Am Sonntag folgt ab neun Uhr die Grand Prix Kür im Preis des Handwerks.