Dressur-Nachwuchs: Rückblick und Sichtungsweg 2014

Nürnberg (fn-press). Im Rahmen des Bundesjugendausschusses in Nürnberg gaben die Nachwuchs-Bundestrainer Dressur einen Rückblick auf die Saison und stellten die Sichtungswege für 2014 vor.

Über eine erfolgreiche Saison der Ponydressurreiter konnte Bundestrainerrin Cornelia Endres berichten. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bereicherte ihre EM-Mannschaft die bereits stattliche deutsche Medaillensammlung um eine weitere Goldmedaille. Insgesamt traten bei den Europameisterschaften im italienischen Arezzo 53 Teilnehmer aus 16 Nationen an, 13 davon stellten ein Team. Im Kür-Finale waren acht Nationen vertreten. „Das zeigt, dass die anderen Nationen aufholen. Unsere Stärke war nicht die überragende Qualität der Ponys, sondern eher die Durchlässigkeit und die sehr gute Anlehnung unserer Ponys“, so Cornelia Endres. Hohes Niveau hatte auch die Deutsche Jugendmeisterschaft in München. Hier erreichten 40 von 43 Teilnehmern ein Ergebnis von 63 Prozent und besser, zum Einzug ins Finale war zweimal das Erreichen der 70-Prozent-Marke erforderlich. Erfreuliches konnte die Bundestrainerin auch vom Bundesnachwuchschampionat berichten, für Cornelia Endres eine der wichtigsten Nachwuchsprüfungen überhaupt. Der Auswahllehrgang in Warendorf erfreute sich guter Beteiligung aus den Landesverbänden, lediglich ein Landesverband war nicht vertreten. Fürs Finale in Verden konnten sich 20 Paare aus acht Landesverbänden empfehlen. Dort wurde erstmals die zweite Prüfung als Dressurreiterprüfung Klasse L statt bisher Klasse A ausgetragen.

Der Sichtungsweg 2014 beginnt für die Ponydressurreiter mit dem Preis der Besten (23. bis 25. Mai) und dessen Sichtungslehrgängen, die mit Ausnahme der Bundeskadermitglieder verpflichtend sind (also auch für Perspektivkadermitglieder). Als Richtschnur für Teilnehmer gilt die 63-Prozent-Marke. Landesverbände, die die vorgegebene Quote an Teilnehmern überschreiten möchten, müssen dies schriftlich bei der FN beantragen. Die Sichtungsturniere für den Preis der Besten sind für alle verpflichtend, die besten 20 daraus erhalten die Startgenehmigung für Warendorf. Die zweite Europameisterschaftssichtung findet vom 7. bis 9. Juni im Rahmen des Pfingstturniers in Wiesbaden statt. Die Europameisterschaften selbst werden vom 14. bis 20. Juli im irischen Millstreet ausgetragen.

Ein besseres Zusammenspiel zwischen Eltern, Heimtrainern und dem Bundestrainer hatte im vergangenen Jahr Hans-Heinrich Meyer zu Strohen angemahnt. In diesem Jahr konnte der Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter berichten, dass sich die Zusammenarbeit sehr gut entwickelt habe und zunehmend vertrauensvoller wird. Auch für seine Reiter waren die Europameisterschaften ein voller Erfolg mit Triple-Gold und Einzel-Silber bei den Junioren sowie Mannschaftssilber, Silber und Bronze bei den Jungen Reitern. Für das Jahr 2014 sind konzeptionell daher keine Änderungen erforderlich, jedoch soll jedoch im Frühjahr die Beschickung von internationalen Turnieren/Nationenpreisen mit Kaderreitern forciert werden, damit diese sich frühzeitig international messen und wichtige Erfahrungen sammeln können. Da Auslandsstarts nicht immer einfach mit Schule beziehungsweise Studium, Ausbildung oder Beruf zu vereinbaren sind, soll eine gezielte Auswahl erfolgen. Über eine ausgesprochen positive Entwicklung beim Bundesnachwuchschampionat konnte auch Co-Bundestrainer Oliver Oelrich berichten. So hat sich nicht nur die anspruchsvollere Dressuraufgabe, sondern auch das Reiten auf einem 20 x 60 Meter-Prüfungsviereck bewährt. Es soll den Reitern den Sprung in das Juniorenlager erleichtern.

Der Saison 2014 hat für den Junge-Reiter-Nachwuchs traditionell ihren Auftakt mit dem Preis der Zukunft in Münster (25. und 26. Januar). Der EM-Sichtungsweg 2014 beginnt für die Junioren und Jungen Reiter beim Preis der Besten (23. bis 25. Mai) und dessen Sichtungslehrgängen und den PdB-Sichtungsturnieren. Bei den Sichtungslehrgängen gilt, dass bei einer Beschickung über die Quote hinaus, ein schriftlicher Antrag mit Begründung bei der FN einzureichen ist. Die Mitglieder des C-Kaders Junioren beziehungsweise Junge Reiter nehmen zwar nicht an den Lehrgängen teil, der Start an einem der beiden Sichtungsturniere ist jedoch ab 2014 verpflichtend. Anders als im Vorjahr ist der Start beim Preis der Besten zugleich die erste offizielle EM-Sichtung, die zweite Sichtung findet dann im Rahmen des internationalen Jugendreiterfestival „Future Champions“ in Hagen a.T.W. (13. bis 15. Juni) statt. Die Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter werden im kommenden Jahr vom 7. bis 13. Juli im italienischen Arezzo ausgetragen.

Neu ist im kommenden Jahr, dass ab 2014 Junge Reiter bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auch Pferde einsetzen dürfen, die im laufenden oder vergangenen Jahr unter einem Reiter/Senior an einem Grand Prix bei einem CDIO, Championat bzw. an Regionalen und/oder Olympischen Spielen teilgenommen haben und/oder an erster bis fünfter Stelle in einem Grand Prix bei einem CDI platziert waren. Der Passus, der dies bislang ausgeschlossen hat, wird aus der Ausschreibung gestrichen.           Hb