Doppelte Kegelpaare als Hindernisse im Fahrsport

Pilotprojekt erlaubt sogenannte "Oxer" in allen Klassen

Warendorf (fn-press). International gibt es sie bereits: sogenannte "Oxer"-Hindernisse, also doppelte Kegelpaare als vorgeschriebene Durchfahrt beim Kegelfahren im Fahrsport. Bis zum Ende der Saison sind jene Oxer nun in angemessenem Umfang in allen Klassen zulässig, anschließend werden die Erfahrungen ausgewertet und geschaut, ob entsprechende Änderungen in die LPO 2018 übernommen werden.

Bei einem Oxer sind die zwei Kegelpaare in einem Abstand von einem bis eineinhalb Metern zueinander aufgebaut. Dabei ist auch ein fächerförmiger Aufbau erlaubt, bei dem beispielsweise die linken Kegel einen Abstand von einem, die rechten von eineinhalb Metern haben. Die Durchfahrtsbreite richtet sich nach der im jeweiligen Parcours gültigen. „Es wäre schön, wenn die Oxer-Hindernisse in möglichst vielen Varianten, auch in Hindernisfolgen auf graden und gebogenen Linien, angeboten werden“, sagt Fritz Otto-Erley, Leiter der Abteilung Turniersport der FN und Disziplinkoordinator Fahren. „Natürlich muss die Schwierigkeit der Klasse entsprechend angepasst sein“, so Otto-Erley weiter. In Kombinationen bzw. Mehrfachhindernissen sind die Oxer nicht erlaubt. Am Ende der Saison werden die Erfahrungen mit den doppelten Kegelpaaren zusammengetragen und ausgewertet. Ist der Testlauf erfolgreich, wird der betroffene § 727 Ziffer 1. zur LPO 2018 hin dauerhaft ergänzt. Bereits seit Mitte 2015 wird die Leistungs-Prüfungs-Ordnung überarbeitet, die LPO 2018 soll zum 1. Januar 2018 in Kraft treten.

Beim Kegelfahren, das sich offiziell „Hindernisfahren“ nennt, müssen Kegelpaare in einer festgelegten Reihenfolge möglichst schnell durchfahren werden, ohne dass ein Kegel umfällt oder der auf ihm liegende Ball abgeworfen wird. Dabei sind im Parcours je nach Schwierigkeitsgrad, also Klasse der Prüfung, bis zu 20 Kegelpaare aufgestellt. Ihr Abstand zueinander variiert zwischen einem Plus von 20 bis 60 Zentimetern zur äußeren Spurbreite des hinteren Radpaares der Kutsche – entscheidend ist neben der Klasse auch die Anspannungsart.