Doping-Trainingskontrollen im Pferdesport: Es geht los

Im zehnten Jahr seit Gründung der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) haben es die Weisen und Halbweisen endlich geschafft. Pferde werden jetzt auch außerhalb des Wettkampfgeschehens kontrolliert. Die Vorsitzende Andrea Gotzmann bestätigte gegenüber DPA die Aufnahme der Kontrollen für die nächste Woche. Der geplante Start war eigentlich für März 2011 vorgesehen, so planten es die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die NADA. Anderthalb Jahre später ist es nun soweit. Bisher wurde nur die Reiter getestet; nun sind auch die Vierbeiner dran, was allem Anschein nach, mit vielen rechtlichen und medizinischen Hürden verbunden war. Oft war von fehlenden finanziellen Mitteln und zu geringer Personalstärke die Rede.

Erst in diesem Jahr konnte man sich offenbar eine Veterinärmedizinerin leisten, welche die anzuwendenden Standards entwickeln konnte, die jetzt in einem Werk zusammengefasst wurden.

Grund für die Einführung von Trainingskontrollen bei Pferden waren mehrere schwere Dopingverstöße bekannter deutscher Reiter gewesen, die ihre Pferde am Rande des internationalen Turnierbetriebs mit verbotenen Medikamenten behandelten. Die FN zog bereits vor mehr als drei Jahren die Notbremse und nahm Kontakt zur NADA auf.

Die Internationale Reiterliche Vereinigung hatte nach Olympia in London darauf hingewiesen, dass es aus der Sicht des Reitsports die saubersten Spiele aller Zeiten gewesen waren. Nun steht zumindest der nationale Kampf gegen Doping-Sünder auf rechtlich sauberen Füßen.