DM Zweispänner Schildau 2013: Michael Freund gewinnt Dressur

 

Weltmeisterin Carola Diener knapp hinter Freund auf Platz zwei

Schildau (fn-press). Die Deutschen Meisterschaften der Zweispänner sind heute mit der Dressur gestartet. Zu den 32 Teilnehmern bei der DM im sächsischen Schildau gehört auch „Mr. Fahrsport“ – Michael Freund aus Dreieich. Mit 34,56 Minuspunkten hat er die Dressur gewonnen und die Führung in der Meisterschaftswertung übernommen. Allerdings ist ihm die amtierende Weltmeisterin der Zweispänner Carola Diener (Lähden) mit 36,99 Punkten dicht auf den Fersen.

Michael Freund, der 2006 seine internationale Vierspänner-Karriere beendet hat, startete mit den beiden Pferden Clemens und Casper. „Die Pferde sind erst sechs Jahre alt und ich fahre sie hier für eine Kundin aus den USA, damit sie Erfahrungen sammeln. Der Meister-Titel ist nicht das Ziel, ich habe während meiner Vierspänner-Zeit genug Titel gewonnen und hier gibt es viele junge Leute, die hier gewinnen können“, erklärte er. Eine davon könnte die 23-jährige Carola Diener sein. Sie ist amtierende Weltmeisterin der Zweispänner und präsentierte mit ihren WM-Pferden Gento und Joy ebenfalls eine starke Dressurprüfung. Sie wurde dafür von den Richtern mit 36,99 Punkten und Platz zwei belohnt. „Die Pferde waren sehr gut und wir wollen uns hier den Titel zurück holen“, erklärte Diener, die bereits im WM-Jahr 2011 Deutsche Meisterin war.

Platz drei in der Dressurprüfung mit 40,19 Punkten ging an den sechsmaligen Deutschen Meister Sebastian Warneck (Nunsdorf). Bei ihm lief es auf dem Vorbereitungsplatz nicht optimal. Sein Pferd Alfred vertrat sich 15 Minuten vor der Prüfung so, dass er ihn ausspannen und gegen seinen Schimmel Beat me Okydo tauschen musste. „Dafür, dass der Schimmel erst so kurz vor der Prüfung angespannt worden ist, ist er super gelaufen und hat seine beste Dressur gezeigt, das ist ein tolles Pferd“, sagte Warneck. Stefan Schottmüller aus Kraichtal in Baden-Württemberg wurde mit 43,14 Punkten Vierter.

Platz fünf ging an den letzten Starter im 32-köpfigen Teilnehmerfeld Thorsten Zarembowicz (Viernheim). Der 34-jährige Weltmeister der Einspänner von 2010 kam mit Babette und Lou Bega auf 44,80 Punkte. „Ich habe die beiden Pferde dieses Jahr noch nicht zusammen in der Dressur gefahren, aber wir haben mit Lou Bega viel gearbeitet, so dass er jetzt auch sehr gut in der Dressur geht“, erklärte er. Anna Sandmann aus Lähden, 17-jährige Tochter von Vierspännerfahrer Christoph Sandmann, kam mit 45,31 Punkten auf Platz sechs, Platz sieben ging an Torsten Koalick (Drebkau) mit 50,05 Punkten. Titelverteidiger Oliver Böhme (Grumbach) kam mit 50,56 Punkten auf Rang neun. „Ich bin sehr zufrieden, alle haben heute ihre Bestleistung gebracht“, sagte Wolfgang Lohrer, Bundestrainer der Zweispänner.

Morgen starten die Zweispännerfahrer – anders als sonst üblich – im Kegelfahren. Auch die Pony-Zweispänner ermitteln in Schildau ihren Deutschen Meister. Sie starten morgenfrüh mit der Dressur, am Nachmittag fahren auch sie den Kegelparcours. Sonntag geht es für alle Gespanne ins Gelände. Das Besondere an den Geländehindernissen in der Fahrsport-Arena in Schildau ist, dass sie alle nebeneinander und somit sehr zuschauerfreundlich und außerdem verschiedenen Schildbürgerstreichen nachempfunden sind.