DM Balve 2013: Helen Langehanenberg erneut Deutsche Meisterin in der Dressur

Richter Peter Holler: „Das waren Ritte auf Weltklasseniveau“

Balve (fn-press). Helen Langehanenberg hat ihren Titel bei der Deutschen Meisterschaft in Balve wie erwartet souverän verteidigen können. Die 31-Jährige aus Havixbeck beendete auf Damon Hill den Grand Prix Special mit 82,167 Prozent und wurde wie 2012 Deutsche Meisterin im Special und kann am morgigen Sonntag noch einen weiteren Titel in der Kür sammeln. Wie schon im ersten Balver Dressurwettbewerb folgten Isabell Werth mit Don Johnson und Anabel Balkenhol mit Dablino auf den Plätzen zwei und drei.

„Ich bin einfach nur happy.“ Helen Langehanenberg setzte schon während des Grand Prix Specials ihr strahlendes Lächeln auf. Der 13-jährige Hengst Damon Hill gab ihr allen Grund, die Prüfung zu genießen. Fehlerfrei und mit viel sportlicher Eleganz tänzelte der westfälische Dunkelfuchs scheinbar mühelos über das Viereck und leistete sich nur zwei „Hakler“ in Übergängen. Die Richtergruppe honorierte die hervorragende Leistung mit stattlichen 82,167 Prozent. Dies war wie schon 2012 der Titel Deutsche Meisterin (Grand Prix Special).

Auch Isabell Werth freute sich riesig. „Hätte Don Johnson sich nicht zwei Fehler geleistet, wären wir vielleicht auch an die 80 Prozent heran gekommen. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, wie sehr er sich steigert und konstanter wird.“ Die neue deutsche Vize-Meisterin und der elfjährige Hannoveraner erhielten 78,125 Prozent.

Sichtlich gelassener präsentierte sich Anabel Balkenhols Dablino. Der 13-jährige Hannoveraner Wallach, den seine Reiterin früher gerne als „Pulverfass“ bezeichnete, scheint das starke Interesse an seiner Umwelt verloren zu haben. In Balve demonstrierte er ruhig und zufrieden seine Stärken in der Galopptour. Lediglich in der Piaffe könnte er noch etwas an Dynamik und Kraft zulegen. Aber mit 76,292 Prozent gehörte das Paar unbestritten zu den Höhepunkten auf dem Balver Viereck.

Hohes Lob spendierte auch Richter Peter Holler: „Wir haben hier Ritte auf Weltklasseniveau gesehen.“ Besonders Damon Hill und Helen Langehanenberg beeindruckten den Rheinland-Pfälzer: „Ich muss lange überlegen, ob es derzeit weltweit ein besseres Paar gibt.“ Für ihn sind die beiden die Favoriten auf die Goldmedaille bei der Europameisterschaft Ende August im dänischen Herning.

Begeistert äußerte sich Holler auch über die junge Garde. Einige der Nachwuchsreiterinnen nehmen sogar erstmals an der Senioren-DM teil. So hat Jessica Werndl aus Aubenhausen mit dem niederländischen Hengst Unee ein sehr talentiertes Pferd unter dem Sattel. Im Special wurde es Platz sieben (71,833 Prozent). Auch die gerade mal 20-jährige Sanneke Rothenberger aus Bad Homburg konnte bei ihrem DM-Debüt überzeugen: Platz zehn mit dem Rheinländer Favourit, den Familie Rothenberger von der Schwedin Tinne Vilhelmson-Silfven erworben hatte (69,75). Auch Neuling Jenny Lang (Karlsruhe) steuerte ihren Holsteiner Lover Boy sicher durch die Prüfung und sprang sogar über die „70-Prozent-Marke“ (Platz 9/70,333).