DKB-Riders Tour – Auftakt für den Endspurt

DKB-Riders Tour – Auftakt für den Endspurt

 

(Paderborn) Am sechsten November werden in Münchens Olympiahalle Korken fliegen, denn die Magnumflaschen Geldermann Sekt gehören zum lieb gewordenen Ritual und machen die Ehrung des Rider of the Year zum spritzigen Vergnügen. Wer diesen Titel gewinnen könnte nach sieben internationalen Stationen der DKB-Riders Tour, weiß noch keiner. Aber die fünfte Etappe in Paderborn vom 8. bis 11. September wird deutliche Hinweise liefern….

Vielleicht aber auch wieder nicht, denn im Gegensatz zu den früheren Jahren der internationalen Springsportserie ist eben nichts so ganz sicher in der Spitzengruppe. Dort hat sich Ludger Beerbaum (Riesenbeck) an erster Stelle positioniert mit 37 Punkten aus drei Starts. Insgesamt vier Mal hat der Springreiter die Gesamtwertung der Tour bereits für sich entscheiden können, zuletzt im Jahr 2009. Aber wie das so ist im internationalen Sport – die Konkurrenz schläft nicht und was bei Championaten inzwischen gang und gäbe ist, passiert auch in der DKB-Riders Tour: Die nächste Generation steht „ante portas“. Robert Whitaker zum Beispiel, der junge Brite – Sohn der Springsportlegende John Whitaker. Oder etwa die flinke, 23 Jahre junge Schwedin Angelika Augustsson, die hinter Torben Köhlbrandt (Ibbenbüren) Vierte ist. Der Niederländer Willem Greve und die Münster-Siegerin Katrin Eckermann (Münster) zählen ebenso zur Generation U25 und sie alle rangieren unter der Top-Ten des Rankings der DKB-Riders Tour.

Die E.ON Westfalen Weser Challenge in Paderborn ist die letzte Außen-Etappe der Saison, danach wird die DKB-Riders Tour in der Halle fortgesetzt. Auf dem Schützenplatz können nochmal wichtige Punkte gesammelt werden, die in München beim Countdown im November möglicherweise ihren vollen Nutzen entfalten. Dazwischen bieten nur noch Hannovers GERMAN CLASSICS diese Chance.

Welche Wege führen in Paderborn zu den meisten Punkten? Zunächst mal die Qualifikation am Samstag, dem 10. September. Nur die 40 besten Paare des Championats der Janz IT AG, einem internationalen Springen mit Stechen, sind in der Wertungsprüfung am Sonntag startberechtigt. Und die Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour ist der Große E.ON Westfalen Weser Preis ab 13.55 Uhr am 11. September. Der Run auf Punkte und Preisgeld im schweren Springen mit zwei Umläufen wird vom WDR-Fernsehen am Samstag und Sonntag live gezeigt:

 

Samstag, 10.9.          15.10 bis 16.35 Uhr                WDR

Sonntag, 11.9.           14.00 bis 16.00 Uhr                WDR

 

Ranking der DKB-Riders nach vier von sieben Etappen:

1. Ludger Beerbaum (Riesenbeck), 37 Punkte

2. Robert Whitaker (Großbritannien), 32

3. Torben Köhlbrandt (Ibbenbüren), 28

4. Angelica Augustsson (Schweden), 26

4. Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), 26

6. Willem Greve (Niederlande), 22

7. Katrin Eckermann (Münster), 20

7. Andre Thieme (Plau), 20

9. Nisse Lüneburg (Hetlingen), 18

10. Michael Whitaker (Großbritannien), 17

 

Top-Sport, Wagenrennen, Saisonausklang – E.ON Westfalen Weser Challenge

Paderborn –  In Paderborn wird der Schlusspunkt gesetzt, der vorläufige Schlusspunkt unter eine bewegende grüne Saison 2011 mit spannenden Etappen der DKB-Riders Tour, mit dem Finale der E.ON Westfalen Weser Trophy und einem jetzt schon als denkwürdig zu klassifizierenden Wagenrennen – handmade im wahren Wortsinn. E.ON Westfalen Weser Challenge vom 8. bis 11. September, das ist eines der letzten internationalen Turniere unter freiem Himmel und ein wahrer Appetithappen nur zwei Tage vor den Europameisterschaften.

In bloßen Zahlen ausgedrückt sind es 26 nationale und internationale Prüfungen – ohne Wagenrennen – die mit einem Preisgeld von rund 250.000 Euro dotiert sind. Allein im Großen E.ON Westfalen Weser Preis werden 80.000 Euro ausgeschüttet und um das CSI3* Paderborn auf die Beine zu stellen, wird von den Veranstaltern ein Etat von 850.000 Euro bewegt. Dem 80 mal 120 Meter großen Turnierplatz mitten in der Stadt wächst also eine bedeutende Rolle vom 8. bis 11. September zu, was auch damit zusammen hängt, dass Paderborns Schützenplatz die fünfte Etappe der DKB-Riders Tour beherbergt. Die sportliche Offerte in Ostwestfalen lockt aktuell 72 Teilnehmer aus 19 Nationen mit 323 Pferden im CSI3*-Bereich. Hinzu kommen 22 Teilnehmer aus acht Nationen mit 36 Pferden im internationalen CSI1* - in der SML Tour, sowie die Finalisten der E.ON Westfalen Weser Trophy, die Mannschaften aus der Region in der Janz Team Trophy und die Mitglieder des Amateur Springreiter Club Deutschland.

Eine rasante Entwicklung, bedenkt man, dass Paderborn erst 2003 nach jahrelanger Abstinenz wieder mit einem großen Reitsportereignis begann und schon 2006 international und damit auch gleich Etappe der Springsportserie DKB-Riders Tour wurde. Seither ist Weltklasse in Ostwestfalen regelmäßig zu Gast, der Turnierplatz kontinuierlich gewachsen und verbessert worden und auch die umliegenden Flächen entsprechen längst internationalen Standards.

Das „Tüpfelchen auf dem i“ ist jedoch die atmosphärische Wechselwirkung, die Paderborns E.ON Westfalen Weser Challenge zwischen Aktiven und Zuschauern entfaltet. Die internationalen Gäste kommen gern, weil die Challenge bei aller Internationalität und Professionalität eben auch „gemütlich“ ist. Und die kleinen und großen Besucher finden Sportstars „zum anfassen“ sagenhaft interessant. Da drückt man dann nochmal so gern die Daumen für die Reiterinnen und Reiter aus der Region, aber eben auch für die persönlichen Favoriten aus Australien, Brasilien oder Schweden…

 

Sportprominenz auf dem Schützenplatz

Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) hat auch schon vier Mal die DKB-Riders Tour gewonnen und ist in der DKB-Riders Tour in der Pole Position. Gleiches kann Edwina Alexander (Australien) von sich behaupten, die vor zwei Tagen in Rio de Janeiro Zweite im 1-Million-Euro Grand Prix wurde. Weltcupsieger Christian Ahlmann (Marl) muss zwar auf die EM in Madrid ab dem 13. September verzichten, nicht aber auf die E.ON Westfalen Weser Challenge. Marcus Ehning (Borken) kommt als Titelverteidiger im Großen Preis und als Mannschafts-Weltmeister ebenso wie Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), die deutsche Top-Amazone schlechthin und Philipp Weishaupt (Riesenbeck) landete in Rio mit Platz drei im Großen Preis einen richtig großen Coup – das schafft dann gleich ordentlich Selbstvertrauen für die kommenden Ereignisse.

Der Österreicher Hugo Simon ist das Selbstbewusstsein und die Erfahrung in Person und das lässt sich auch von James Paterson-Robinson aus Australien sagen. Aus der legendären britischen Springreiterdynastie Whitaker stammt Robert Whitaker, der sich in Münster auf Platz zwei des DKB-Riders Tour-Rankings vorarbeitete und unverzüglich seinen Turnierplan änderte – jetzt geht es nach Paderborn. Zu den Top-Ten der Weltrangliste und Irlands EM-Hoffnungen zählt Denis Lynch – der Titelverteidiger der DKB-Riders Tour und aus den Niederlanden kommt ein Mannschafts-Weltmeister von 2006 – Albert Zoer…..

 

Wer ist der beste Youngster in Paderborn?

(Paderborn) Sieben Stationen sind entschieden, die Achte steht unmittelbar bevor: Der illbruck-Poresta Youngster Cup ist mit der achten Etappe bei der E.ON Westfalen Weser Challenge vom 8. bis 11. September zu Gast. Die vielversprechendsten jungen Springpferde im Alter von sieben und acht Jahren zeigen sich beim CSI in Paderborn und spätestens am Sonntag weiß man, wer seine „Hausaufgaben“ am besten gemacht hat und auf dem Schützenplatz brillieren konnte.

Mit jeweils drei Prüfungen macht der illbruck-Poresta Youngster Cup jeweils bei internationalen Turnieren Station. Zwei Qualifikationen und das Stationsfinale bieten genug Gelegenheit für die internationalen Springreiter, ihre Nachwuchspferde auf „großem Parkett“ zu zeigen, gleichzeitig aber auch die Chance, Erfahrungen zu sammeln und dazu zu lernen. Genau dafür ist der illbruck-Poresta Youngster Cup gedacht, den die Unternehmerin Sabina Illbruck bereits seit mehreren Jahren möglich macht. Zunächst als Bioranch Youngster-Cup, seit Ende 2010 dann als illbruck-Poresta Youngster Cup.

Auch in Paderborn haben alle einen dabei – einen vielversprechenden Nachwuchsstar für den Parcours. Das internationale Turnier ist die vorletzte Etappe der Serie, die im Finale der besten 25 Pferde bei den Munich Indoors vom 4. bis 6. November mündet. In Führung liegt nach wie vor Felix Haßmann aus Lienen mit dem acht Jahre alten Hengst Horse Gym`s Balzaci.

 

Zwischenstand illbruck-Poresta Youngster Cup

1 Horse Gym's Balzaci, Hassmann, Felix (Lienen) 40 Punkte

2 Nabab de Revel, Eckermann, Henrik von (Schweden) 39

3 Tonton van Sint-Maarten, Ahlmann, Christian (Marl) 37

4 Bella Donna, Michaels-Beerbaum, Meredith (Thedinghausen) 26

5 Caresse, Beerbaum, Ludger (Riesenbeck) 23

5 Luwina P, Kowalski, Lisa (Leisnig) 23

7 Carella, Krieg, Andreas (Donaueschingen) 20

7 Dipylon, Kölz, Michael (Leisnig) 20

7 Primeval What Exclusive, Bruggink, Gert-Jan (Niederlande) 20

7 Quarz de la Lande, Bost, Roger Yves (Frankreich) 20

11 All Star, Lynch, Denis (Irland)18