DKB - Bundeschampionate Warendorf 2016: Die Dressurpony-Sieger

Daily Pleasure WE und Daddy Moon heißen die neuen Bundeschampions

Warendorf (fn-press). Am Vormittag des Finalsonntags gehörte das Viereck bei den DKB-Bundeschampionaten ganz den Dressurponys. In den Finals der fünf- und der sechsjährigen Bewegungstalente wussten zwei ganz besonders zu überzeugen: Daily Pleasure WE und Daddy Moon. Die beiden dürfen sich jetzt mit dem Titel des Bundeschampions schmücken.

Früh aufstehen musste, wer sich das Finale der fünfjährigen Dressurponys ansehen wollte. Dieses fand ab 8 Uhr auf dem Warendorfer Dressurplatz I statt. Bereits als fünfter der insgesamt 17 Finalisten betrat der spätere Sieger das Viereck, der Fuchshengst Daily Pleasure WE von HB Daylight aus einer Mutter von Dressman I, gezogen von Reinhard Kramer (Lathen) im Zuchtverband Weser-Ems. Vorgestellt von Ann-Cathrin Rieg (Schwäbisch Gmünd) bekam das Pony in Besitz von Philipp Bertels (Spelle) konstant gute Noten. Jeweils eine 8,0 für Trab und Galopp sowie die 8,5 für Schritt, Durchlässigkeit und Gesamteindruck ergaben eine Endnote von 8,3. Damit war Daily Pleasure WE, der schon im Vorjahr im Finale der vierjährigen Reitponys gestanden hatte, bei den fünfjährigen das einzige Dressurpony, das in den Notenbereich von acht und mehr vordringen konnte. „Das war die losgelassenste und gleichmäßigste Runde von allen“, lobte Pony-Bundestrainerin Cornelia Endres (Dülmen-Buldern). „Das Pony hat sich sehr rittig präsentiert und wurde von Ann-Cathrin Rieg auch toll vorgestellt“, so Endres weiter. Platz zwei und somit den Titel der Vize-Bundeschampioness sicherte sich FS Daddy’s Starlight von FS Don’t Worry aus einer Mutter von FS Champion de Luxe. Mit Alissa Horz (Weeze) im Sattel musste die rheinisch gezogene Stute im strömenden Regen ihre Prüfung absolvieren und wurde, so Kommentator Dr. Dietrich Plewa, „unter erschwerten Bedingungen geschickt vorgestellt.“ Dennoch war die Endnote mit 7,6 schon ein gutes Stück von der des Siegers entfernt. Sie setzte sich zusammen aus je einer 8,0 für Schritt und Trab, einer 7,0 für den Galopp und je einer 7,5 für Durchlässigkeit und Gesamteindruck. „Auch das zweitplatzierte ist ein sehr schönes Ponys. Die Stute ist bestimmt toll auszubilden, sieht momentan vielleicht noch etwas wenig bemuskelt aus“, urteilte Endres. Wie das „FS“ vor dem Namen verrät, stammt FS Daddy’s Starlight aus dem Besitz des Ferienhofs Stücker (Weeze), in deren Besitz sie auch steht.

Zwei Drittplatzierte bei den fünfjährigen Dressurponys

Gleich doppelt belegt war im Finale der fünfjährigen Dressurponys der Bronzerang. Diesen teilten sich FS Coconut Dream (von FS Coco Jambo – FS Don’t Worry) und Daiquiri (von FS Don’t Worry – Don Joshi). Ersterer ist ein rheinischer Hengst und wurde wie die Vize-Bundeschampionesse von Alissa Horz vorgestellt, die als einzige Reiterin mit zwei Ponys im Finale vertreten war. Gleich als erstes Paar mussten die beiden ran und starke Nerven beweisen, als sie wegen vermeintlich falscher Linienführung zunächst zu Unrecht abgeläutet wurden und anschließend die Aufgabe erneut beginnen durften. Für die Vorstellung des Falben vergaben die Richter die Wertnote 7,0 (Trab: 8,5; Schritt: 8,0; Galopp: 7,5; Durchlässigkeit: 6,0 und Gesamteindruck: 7,5). Auch FS Coconut Dream steht im Besitz des Ferienhofs Stücker und wurde auch von Josef Wilbers gezogen. Der andere Drittplatzierte, der bayerische Wallach Daiquiri, zeigte sich mit Lily Bendig (Berlin) im Sattel sehr konstant in seiner Leistung. Er erhielt durchweg die Wertnote 7,5. Züchter und Besitzer des Ponys ist die Gestüt Ammerland GmbH & Co. KG (Münsing). Die Sieger der Finalqualifikation, Championa L (von FS Champion de Luxe – FS Don’t Worry, Züchter und Besitzer: Ellen und Mathias Langanke, Goch) mit Reiterin Sophie Dammeyer (Rheinberg), landeten im Finale mit der Wertnote 7,3 (8,5; 6,5; 7,0; 7,5; 7,0) auf dem siebten Platz.

Daddy Moon dominiert bei den sechsjährigen Dressurponys

Zum zweiten Mal nach 2015 präsentierte Zoe Gilbers (Issum) einen Bundeschampion unter dem Sattel. Hatte sie im Vorjahr mit D-Day AT (von Dance Star AT – Notre Beau) noch das Finale der fünfjährigen Dressurponys gewonnen, siegte sie in diesem Jahr mit Daddy Moon (von FS Daddy Cool – Capri Moon) bei den sechsjährigen. Auch mit Daddy Moon stand Zoe Gilbers schon im vergangenen Jahr im Finale, die beiden belegten damals Platz sechs. In diesem Jahr bekam der Palomino-Wallach aus der Zucht und im Besitz der Zuchtstätte Bäumken (Issum), der bereits die Finalqualifikation dominiert hatte, die Wertnote 8,7 (9,0; 8,0; 8,5; 9,0; 9,0). „Ein tolles und für sein Alter schon sehr weit ausgebildetes Pony“, lobte Endres den Sieger und fügte hinzu: „Der ist bestimmt einer für den internationalen Ponysport.“ Mit der Wertnote 8,3 (9,0; 8,0; 8,5; 7,5; 8,5) belegte Cosmopolitan D (von FS Champion de Luxe – Marsvogel xx) mit Maike Mende (Nordwalde) im Sattel den zweiten Platz im Finale der sechsjährigen Dressurponys. Auch der Westfalen-Hengst aus der Zucht von Hubert Hemmelgarn (Hagen) und im Besitz von Danica Duen (Bad Oeynhausen) bekam Lob von der Pony-Bundestrainerin: „Cosmopolitan D ist ein ganz spektakuläres Ponys mit überragender Trabmechanik. Vielleicht ist er vom Ausbildungsstand her noch nicht ganz so weit wie Daddy Moon. Das hat den Unterschied ausgemacht. Aber auch er hat mit Sicherheit eine tolle Zukunft vor sich.“ Mit Steendieks Morgenstern Dalai sicherte sich ein weiterer Ponyhengst den Bronzerang im Finale. Vorgestellt von Thora Rohweder (Kiel) bekam der Sohn des FS Don’t Worry aus einer FS Champion de Luxe Mutter die Wertnote 8,2 (8,5; 8,5; 7,5; 8,0; 8,5). Der Braunfalbe steht in Besitz seines Züchters, dem Gestüt Zum Morgenstern (Büllingen). Für die Reiterin des Bundeschampions gab es übrigens ein Wiedersehen mit ihrem Bundeschampion vom vergangenen Jahr: D-Day AT belegte im Finale mit Greta Busacker (Münster), der Tochter von Ingrid Klimke, und einer Wertnote von 7,7 (8,0; 9,0; 7,5; 6,5; 7,5) den fünften Platz. Insgesamt gingen bei den sechsjährigen 13 Ponys im Finale an den Start.

Das Fazit der Pony-Bundestrainerin

Ein Fazit zu den Finals der Dressurponys zog Cornelia Endres. Zu den Fünfjährigen sagte sie: „Es waren ganz bedeutende Ponys dabei, die sich vielleicht heute hier nicht so losgelassen präsentiert haben wie in der Finalqualifikation auf dem anderen Platz. Die ganz guten Ponys sind auch oft die hochsensiblen. Die Atmosphäre hier war schwierig und daher haben sich einige Ponys unter Wert verkauft. Das ändert aber nichts an der Qualität der Ponys.“ Mit Blick auf die Sechsjährigen sagte sie: „Die Grundqualität war bei den sechsjährigen Ponys vielleicht noch etwas besser als bei den fünfjährigen, allerdings haben die sechsjährigen auch etwas mehr Routine und kamen dadurch mit der nicht ganz einfachen Atmosphäre auf dem Dressurplatz besser zurecht.“