DKB-Bundechampionate Warendorf 2015: Ergebnisse vom Donnerstag

Warendorf (fn-press). Nachdem gestern an Tag 1 bei den DKB-Bundeschampionaten nur Prüfungen für Pferde stattfanden, sind seit heute auch die Ponys am Start. In Reitponyprüfungen konkurrierten die besten dreijährigen Ponys des Landes um die begehrten Finaltickets, während die sechsjährigen Springponys ihre Einlaufprüfung absolvierten. Vor insgesamt rund 6.000 Zuschauern wurden auch bei den vierjährigen Reitpferden, den fünfjährigen Dressur-, den sechsjährigen Spring- sowie den Vielseitigkeits- und Fahrpferden Finaltickets vergeben.

Den Auftakt machten 22 dreijährige Reitponystuten und -wallache auf dem Reitpferdeplatz. Die besten acht von ihnen konnten sich ein Ticket für das Finale Teil A am Samstagmorgen sichern. Hierzu bedurfte es heute einer Wertenote von 8,0 und besser. Es siegte die Palominostute Damenwahl K WE von Dimension AT-FS Champion de Luxe mit Reiterin Jaqueline Schurf (Bedburg). Für seine Vorstellung erhielt das aus der Zucht von Hermann Koopmeiners (Cappeln) stammende Pony, das sich im Besitz von Adolf-Theo Schurf befindet, eine Wertnote von 8,7. Bei den gleichaltrigen Ponyhengsten holte sich Movie Star (von FS Mr. Right-Lancer II) mit Reiterin und Besitzerin Danica Duen (Bad Oeynhausen) mit der Wertnote 9,2 die Siegesschleife. Züchter des rheinländisch gezogenen Palomino-Hengstes ist Arno Leufkens (Straelen). Insgesamt gingen 20 Reitponyhengste an den Start, von denen sich sechs im Finale Teil A noch einmal zeigen dürfen.

Auch für die vierjährigen Reitpferde stand heute die erste Prüfung an. Es galt sich für das Finale Teil A am Samstag zu qualifizieren. Bei den Stuten und Wallachen siegte, vorgestellt von Anne-Kathrin Pohlmeier (Rethem), mit einer Wertnote von 8,4 der Hannoveraner Lordswood Dancing Diamond (von Dancier-Wolkenstein II). Der Wallach wurde von Heinrich Ebeling (Hollnseth) gezüchtet und gehört der Besitzergemeinschaft Whitefield & Stack. Mit ihm lösten noch acht weitere der insgesamt 25 Bewerber das Ticket für die nächste Runde. 13 Bewerber gab es bei den vierjährigen Reitpferdehengsten. Für die besten sechs von ihnen gibt es ebenfalls ein Wiedersehen im Finale. Der Tagessieg ging an Fürsten-Look (von Fürstenball-Londonderry) und Reiterin Isabel Bache (Mühlen). Johannes Sabel (Gersten) ist der Züchter des Hannoveraners, der im Besitz der Schockemöhle Hengsthaltung GmbH und Henriksen steht.

Die sechsjährigen Springpferde hatten heute ihren zweiten Auftritt im Parcours, so dass am Ende des Tages feststand, welche zehn wertnotenbesten und drüber hinaus welche 25 punktbesten Pferde der beiden Qualifikationen am Sonntagnachmittag in einer Springprüfung der Klasse M** mit Stechen um die Siegerschärpe springen. Die beste Wertnotensumme mit 18,9 nach Addition beider Prüfungen erreichte Chacoon Blue (von Chacco-Blue-Cartoon), der mit Reiter Christopher Kläsener (Mühlen) und einer 9,5 auch die beste Wertnote des heutigen Tages erzielte. Züchter und Besitzer des Mecklenburger Schimmelhengstes ist das Gestüt Lewitz. Die zweite Qualifikation als Prüfung sah vier Sieger: Die erste Abteilung gewann Urmel (von Uccello-Laptop) mit Reiter Bernd Rubarth (Bötersen) fehlerfrei in 67,56 Sekunden. Wilhelm Gaetke (Osten) ist Züchter des Hannoveraner Wallachs, Besitzer ist Peter Schultz. Ebenfalls „null“ und nur wenig langsamer in 68,01 Sekunden waren Casirus (von Casiro I-Landor S) und Hendrik Sosath (Lemwerder) – der Sieg in Abteilung zwei. Züchter und Besitzer des Oldenburger Hengstes ist der Vater des Reiters, Gerd Sosath (Lemwerder). Cheedy Blue (von Chacco-Blue-Kolibri) heißt der Sieger der dritten Abteilung. Mit Reiter Felix Schneider (Bedburg) absolvierte er den Parcours fehlerfrei in 68,76 Sekunden. Züchter und Besitzer des Hannoveraner Wallachs ist Dr. Jürgen Lehner (Müggendorf). In Abteilung vier ging die Siegerschleife an Büttner’s Minimax (von Cornado I-Antaeus), vorgestellt von Franz-Josef Dahlmann (Warstein). Wilhelm Harling (Sottrum) lautet der Name des Züchters des Hengstes aus der Hannoveraner Zucht, prominente Besitzerin ist Janne-Friederike Meyer.

Bei der dritten Auflage des Warendorfer Youngster Championats gingen 42 siebenjährige Springpferde an den Start. Sie bestritten ihre erste Prüfung, die die Holsteiner Stute Afrah (von Coriano-Lord Inci Pit) für sich entschied. Fehlerfrei überwand sie mit Reiterin Jana Wargers (Emsdetten) die Hindernisse in 59,41 Sekunden. Züchter der Stute ist Winfried Krautwald (Emsdetten), Besitzerin Edeltraud Krautwald. Welche 30 Pferde ins Finale am Samstag kommen, entscheidet sich morgen nach der zweiten Qualifikation, einer Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S*.

Ihre Einlaufprüfung hatten die sechsjährigen Springponys. In der Springponyprüfung der Klasse L siegte PAV Nutrix mit Sophie Hinners (Vierden). Der Hengst von Nemax-Benetton S aus der Zucht von Christiane Lindhorst (Bruchhausen-Vilsen) und im Besitz von Gabriele Heemsoth siegte mit der Wertnote 8,8. Weiter geht es für die Springponys am späten Freitagnachmittag mit der Finalqualifikation. Kurz zuvor haben dann auch die ein Jahr jüngeren, fünfjährigen Parcourstalente ihre Einlaufprüfung.

Der Tag auf dem Viereck gehörte heute den fünfjährigen Dressurpferden. Note 8,7 lautete das Richterurteil für Bellena, vorgestellt von Esther Maruhn (Brockel): der Sieg in Abteilung eins. Die Hannoveraner Stute von Belissimo-Welser stammt aus der Zucht von Hans Richelshagen (Brockel) und ist im Besitz von Felix-Ferdinand Becker. In der zweiten Abteilung siegte Sir Olli (von Sir Donnerhall I-Florestan I) mit Laura Klein (Hagen) im Sattel, Wertnote 8,6. Der Oldenburger Hengst wurde von Gerd Küst (Pinneberg) gezogen, Besitzerin ist Vivien Küst. Die beiden Qualifikationssieger ziehen als zwei der eigentlich zwölf besten, aufgrund von Wertnotengleichheit jedoch 17 von insgesamt 69 Startern direkt in das Finale am Sonntag ein. Die anderen Bewegungskünstler können morgen im kleinen Finale ihre Chance auf einen Finaleinzug wahren, hier werden fünf weitere Tickets an die Tagesbesten vergeben.

Spannend wurde es auch für die Freunde der Vielseitigkeit, die heute alle Aspiranten auf den Titel einmal bewundern konnten. In der Altersklasse der fünfjährigen Pferde siegte einer von fünf Nachkommen des Mighty Magic, Michel aus einer Mutter von Federweisser, vorgestellt von Stephanie Böhe (Döhle). Die Vorstellung des Hannoveraner Wallachs aus der Zucht und dem Besitz von Helmut Böttcher (Rehlingen-Ehlbeck) belohnten die Richter mit der Wertnote 9,2. Noch besser (9,5) beurteilte die Jury die in Bayern gezogene Stute Jadore Moi mit ihrer Reiterin Sophie Leube (Fröndenberg). Das Paar wurde jedoch nachträglich disqualifiziert, nachdem sich herausgestellt hatte, dass es sich bei der Tochter des Conthargos um ein Liste II-Pferd handelt. Zugelassen zum DKB-Bundeschampionat sind jedoch nur Pferde, die in Liste I des Turniersportregisters eingetragen sind. Insgesamt bewarben sich 51 Pferde um den Einzug ins Finale, 13 von ihnen konnten sich bereits direkt qualifizieren. Für die übrigen gibt es morgen im kleinen Finale noch eine weitere Chance. Nicht dabei sein wird Anna-Katharina Vogel (Biessenhofen), die mit ihrem – glücklicherweise glimpflich verlaufenen – Sturz von Life of Riley am überbauten Graben für einen Schreckmoment auf dem Geländeplatz gesorgt hatte. Weniger Aufregung gab es bei den sechsjährigen Vielseitigkeitspferden. Hier sicherte sich Butt’s Azahar (von Chico’s Boy-Heraldik xx) mit Reiterin Anna Siemer (Salzhausen) die Siegesschleife (Note 9,3). Züchter und Besitzer der Hannoveraner Stute ist Prof. Dr. Volker Steinkraus (Hanstedt).

Am späten Nachmittag gehörte der Militaryplatz dann den Fahrpferden. Die Finalqualifikation der vier- und fünfjährigen Fahrpferde gewann Vitaly, ein Westfalenhengst im Besitz des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts. Gestütsmitarbeiter Christian Koller (Warendorf) stellte den Vitalis-Fürst-Piccolo-Sohn der Zuchtgemeinschaft Thomas und Dunja Stuhldreier (Münster) vor und erhielt die Wertnote 7,5. Bereits im vergangenen Jahr stellte Christian Koller für das Landgestüt nicht nur den Sieger der Qualifikation, sondern am Ende im Finale mit Flavis (von Flanagran-Ehrentusch) auch den Bundeschampion.