DJM Vielseitigkeit Kreuth 2014: Vogel und Wewer übernehmen die Führung

Preis-der-Besten-Siegerinnen werden ihrer Favoritenrolle gerecht

Kreuth (fn-press). Mit der Dressur haben heute im ostbayerischen Kreuth die Deutschen Jugendmeisterschaften Vielseitigkeit begonnen. An der Spitze gab es wenig Überraschungen. Sowohl bei den Jungen Reitern als auch den Junioren konnten sich die Siegerinnen des Preises der Besten durchsetzen.

„Umso lockerer man es angeht, umso leichter fällt es einem“. Anna-Katharina Vogel hat keine Probleme mit ihrer Favoritenrolle bei den Junioren. Souverän übernahmen sie und ihr neunjähriger Brandenburger Quintano P mit nur 37,8 Minuspunkten die Führung in der Dressur. In diesem Jahr hat das bayerische Paar nicht nur den Preis der Besten, sondern auch das CIC1* beim Kreuther Frühling gewonnen. Überhaupt ist das ostbayerische Pferdezentrum ein gutes Pflaster für die 17-Jährige, die ihre vielseitige Karriere hier vor einigen Jahren bei einer Indoor-Prüfung begann. Ein „Heimspiel“ sei die Prüfung dennoch nicht. „Bis zu uns im Allgäu sind es noch rund dreieinhalb Stunden Fahrt“, so die EM-Vierte des Vorjahres. Fast drei Mal so lang war nach Dressur zweitplatzierte Kristin Rickert von der Insel Fehmarn unterwegs. Die Nachbarin von Kai Rüder sitzt im Sattel dessen Vier-Sterne-erfolgreichen Hengstes Leprince des Bois, den Rüder ihr für die DJM zur Verfügung gestellt hat. „Kristin hat den Hengst schon immer nebenher geritten, ist auch in A- und L-Springen mit ihm gegangen. In diesem Jahr ist sie nun auch in Marbach gestartet und wir haben uns gesagt, wenn es gut klappt, fahren wir auch nach Kreuth“, sagte Rüder. In Marbach war das Paar Siebter – mit 51,9 Minuspunkten in der Dressur. In Kreuth verließen die beiden das Viereck unterhalb der 40er Marke mit 39,4 Minuspunkten. Nur knapp dahinter rangiert mit 40,9 Minuspunkten Celine Geißler (Fußgönheim) auf Platz drei im Zwischenstand. Am vergangenen Wochenende noch Dritte beim Preis der Besten der Ponyvielseitigkeitsreiter in Warendorf, startet sie in Kreuth mit dem 15-jährigen Lauries Crusador xx-Sohn Lucky Luciano.

Während sich bei den Junioren 42 Paare um den Titel bemühen, sind es bei den Jungen Reitern gerade einmal 15. „In diesem Jahr gab es einen großen Wechsel. Viele der letztjährigen Jungen Reiter starten jetzt bei den Senioren, wie zum Beispiel Pia Münker oder Carolin Thenhausen. Darüber hinaus hatten wir in den letzten Jahren etwas schwächere Juniorenjahrgänge. Das macht sich jetzt bemerkbar“, sagt Bundestrainer Hans Melzer. „Was aber letztlich zählt, ist die Qualität und nicht die Quantität.“ Diese bewies wie schon 14 Tage zuvor Jule Wewer (Peheim). Mit dem Rubin Royal-Nachkommen Ruling Spirit beendete sie die Prüfung mit nur 38,3 Minuspunkten und übernahm damit wie schon 14 Tage zuvor beim Preis der Besten in Everswinkel die Spitzenposition. Mit Zweitpferd Lasse belegt sie darüber hinaus Platz 14 (48,5). Auf dem zweiten Platz im Zwischenstand landete Gregor Bensmann. Für den Münsteraner, der in Göttingen Agrarwissenschaften studiert, ist es das letzte Jahr als Junger Reiter. Mit Nick Quick kam er auf 42,3 Minuspunkte und liegt damit nach Dressur vor Christina Schwind (Düsseldorf) mit Wanda (43,3).

Ob alles bleibt, entscheidet sich in den nächsten beiden Tagen. Am Samstag steht zunächst die Geländeprüfung auf dem Programm. Und diese ist, da sind sich alle einig, „reiterlich und konditionell sehr anspruchsvoll“.