DJM Springen 2016: Lea-Sophia Gut, Joan Wecke, Philip Houston und Sven Gero Hünicke neue Meister

Nachwuchsspringreiter ermitteln in Riesenbeck ihre Besten

Riesenbeck (fn-press). Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck haben die Springreiter in den Altersklassen der Children (U14), Ponyreiter (U16), Junioren (U18) und Jungen Reiter (U21) ihre Besten ermittelt. Die neuen Deutschen Meister heißen Joan Wecke (Children), Lea-Sophia Gut (Pony), Philip Houston (Junioren) und Sven Gero Hünicke (Junge Reiter). Ihre Schärpen bekamen die jungen Meister übrigens aus der Hand des Hausherrn in Riesenbeck, dem gerade aus Rio de Janeiro heimgekehrten Bronzegewinner Ludger Beerbaum.

Vier Tage Spitzensport und eine tolle zeichnete die Premiere der Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck aus. „Wir danken euch für tollen Sport“, wandte sich Philipp Freiherr Heereman, erster Vorsitzender des ausrichtenden Reitervereins Riesenbeck, bei der Siegerehrung an die jungen Medaillengewinner. Zuvor sei die Frage aufgekommen, ob die DJM noch einmal in Riesenbeck Station machen könne und der erste Vorsitzende gab sich optimistisch: „2017 wird etwas knapp, da haben wir die Deutschen Meisterschaften der Vierspänner bei uns, aber grundsätzlich hatten wir viel Spaß mit dieser Veranstaltung, ihr dürft gern wiederkommen.“

Souverän zum Meistertitel der Pony-Springreiter

Ohne einen einzigen Fehler in allen Parcours sind Lea-Sophia Gut aus Biberach in Baden-Württemberg und ihr Pony Salvador geblieben, damit gewinnen sie souverän die Goldmedaille bei den Ponyreitern im Springen. „Salvador ist total vorsichtig und mit 18 Jahren auch relativ erfahren, er gibt mir ein gutes Gefühl“, sagte Lea-Sophia Gut. Sie ist nicht nur bei den Ponyreitern angetreten, sondern mischte auch in der Konkurrenz der Children mit. „Natürlich ist man erleichtert, wenn man eine Runde gut hinter sich gebracht , aber ich freue mich auch auf das Springen der Children“, erklärte die neue Deutsche Pony-Meisterin nach ihrem Sieg im Finale. Mit Isaura’s Doll van Wittenberg hatte sie nach allen Wertungsprüfungen der Children vier Fehlerpunkte und schloss auf Rang fünf der Meisterschaftswertung ab.

Nach allen Wertungsprüfungen mit acht Fehlerpunkten gleichauf mussten Hanna Schumacher (Gahlen/RHL) mit High Dream und Julie Thielen (Losheim/SAL) mit Bad Man im Stechen um Bronze und Silber antreten. Ein Abwurf für Hanna Schumacher bedeutete für sie die Bronzemedaille und Silber für Julie Thielen mit Bad Man. Auch diese beiden Paare sind nicht nur bei den Ponyreitern angetreten, sondern auch mit ihren Großpferden bei den Children gestartet.

Bekanntes Duell im Stechen der Children

Neue Deutsche Meisterin in der Altersklasse der Children ist Joan Wecke (Möser/SAN). Mit Colina setzte sie sich im Stechen gegen Piet Menke aus Rastede (WES) und sein Erfolgspferd Cesha OLD durch. Weniger als eine Sekunde trennte die Gold- und Silbermedaillengewinner voneinander. Die beiden haben übrigens in diesem Jahr schon gemeinsam Mannschaftssilber bei den Europameisterschaften der Children im irischen Millstreet gewonnen. Dort hatte Colina, das Pferd von Joan Wecke, noch mit leichtem Fieber zu kämpfen gehabt, „deshalb hatten wir erst überlegt, dass sie nicht bei der DJM gehen soll. Aber sie war jetzt super fit und hat sich sehr gut angefühlt, es war die richtige Entscheidung, sie in Riesenbeck zu reiten“, erklärte Joan Wecke. Sie und Piet Menke haben sich schon beim Preis der Besten ein spannendes Stechen geliefert, auch damals ging es knapp zugunsten der Reiterin aus Sachsen-Anhalt aus.

„Natürlich habe ich gedacht, dass ich diesmal vor ihr landen könnte, aber ich bin auch so zufrieden, schließlich war es sehr knapp und für mich ist es in erster Linie wichtig, dass Cesha mal wieder toll gesprungen ist“, sagte Piet Menke. „In meinen Augen hat Cesha immer die Goldmedaille verdient, auch schon bei der Europameisterschaft, sie macht einfach immer einen tollen Job.“ Die beiden wurden Vierte in der EM-Einzelwertung. Nach erfolgreichen, aber intensiven Wochen habe Cesha jetzt auch eine Turnierpause: „Sie wird weiter geritten, aber soll viel auf die Weide und vor allem ins Gelände gehen, da lasse ich sie meist einfach laufen wie sie will“, sagt der Nachwuchsreiter aus Rastede.

Bronze geht an Alia Knack, die am Finaltag der DJM ihren 13. Geburtstag feierte. Sie kassierte im Stechen einen Abwurf an einem Oxer. Mit Campari machte sie sich neben einer Medaille aber noch ein Geburtstagsgeschenk und gewann die dritte Wertungsprüfung, da sie die schnellste Reiterin im zweiten Umlauf war und es im Stechen nur um die Medaillenvergabe der Meisterschaftswertung ging.

Philip Houston souverän bei den Junioren

Einen einzigen Springfehler am letzten Sprung der Deutschen Jugendmeisterschaften haben Philip Houston aus dem rheinischen Leichlingen und Kannella am Ende zu verzeichnen. Den Meistertitel in der Altersklasse der Junioren ließen sie sich trotzdem nicht nehmen, hatten sie schließlich sowohl die erste als auch die zweite Wertungsprüfung für sich entschieden und das Starterfeld von Beginn an angeführt. Die beiden gehörten in diesem Jahr zum deutschen Junioren-Team bei den Nachwuchs-Europameisterschaften im irischen Millstreet und waren Fünfte beim Preis der Besten. Rang zwei geht mit insgesamt 4,44 Punkten an Max Haunhorst und Charis (Hagen/WES), Bronze gewinnen mit 5,97 Punkten Marec Dänekas (Holtland/WES) und seine zehnjährige Stute Papagena von Chacco Blue.

Flutlichtspringen als Premiere bei den Jungen Reitern

Erstmals wurde das Finale der Jungen Reiter in einem Flutlichtspringen schon am Samstagabend ausgetragen. Die Belohnung für die neue Idee: Volle Zuschauerränge, vor allem während des ersten Umlaufs, und eine stimmungsvolle Atmosphäre am Rande des Parcours. Sven Gero Hünicke aus Fehmarn und Sunshine Brown gewannen schon am Samstag souverän vor Philip Koch (Tasdorf) und Cees. Bronze geht an Marisa Braig aus Baden-Württemberg und Pablito van Erpekom.