Distanzreiten – News: Jugend-Europameisterschaften Distanzreiten 2012 - Gold für Frankreich

Mont-Le-Soie/BEL (fn-press). Bei den Jugend-Europmeisterschaften im Distanzreiten in Mont-Le-Soie in Belgien hat das französische Team seinen Titel verteidigt und wie schon 2010 wieder Gold gewonnen. Das deutsche Team war als viertes ins Ziel gekommen, doch dann nahmen die Richter Balzar von Michelle Kiewert aus der Wertung und die deutsche Mannschaft „platzte“ damit.

Für das deutsche Team starteten Sabrina Birmele (March) mit Eurazia du Vallois, Clara Haug (Waren) mit Ainhoa Fautina, Michelle Kiewert (Langenberg) mit Balzar und Jule Röhm (Buch) mit Lepperedu. Schon nach der ersten Runde konnte sich Jule Röhm beim Vet-Check nicht für die nächste Runde weiterqualifizieren, da ihr Lepperedu nicht ganz klar ging. Das hieß, dass für die deutsche Mannschaft alle drei anderen Reiterinnen ins Ziel kommen mussten, damit das Team gewertet werden konnte.

Sabrina Birmele, Clara Haug und Michelle Kiewert lagen vor der letzten Runde der insgesamt 120 Kilometer auf Platz acht. Die Reiter hatten die Anweisung vom Bundestrainer Jean-Louis Leclerc (Frankreich) es nicht allzu schnell anzugehen, da die letzten 20 Kilometer noch einmal stark bergauf gingen. Als vierte Mannschaft kamen die drei dann ins Ziel. „Sie sind alle gut geritten und haben sich an die Anweisung und vorgegebene Taktik des Bundestrainers gehalten“, erklärte Equipechef Renan Borowitz (Berlin). Beim abschließenden Vet-Check, bei dem die Verfassung der Pferde kontrolliert wird, gab es dann keine Einigkeit bei der Beurteilung der Fitness von Balzar von Michelle Kiewert. Die Tierärzte entschieden zwei zu eins, dass das Pferd nicht klar gehe und nahmen es aus dem Wettbewerb. „Der Ausschluss von Balzar im Ziel ist natürlich extrem ärgerlich, da wir sonst Vierter geworden wären“, so Borowitz. Somit konnten die Deutschen ihren Erfolg von 2010, als sie bei den Jugend-Europameisterschaften in Kreuth Platz vier belegt hatten, nicht wiederholen.

In der Einzelwertung belegte Sabrina Birmele Platz 22 mit einer Reitzeit von sieben Stunden, 23 Minuten und 59 Sekunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16.217 Stundenkilometern. Clara Haug kam auf Platz 25 (7:39:58/15.653 km/h). „Die Strecke war sehr anspruchsvoll, da sie sehr steinig und bergig war“, so der Equipechef. Es siegte die Italienerin Mara Feola mit Grigali (6:20:49). Sie war nach der ersten Runde noch auf Platz 29 gewesen und hatte sich besonders auf den letzten 20 Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 24 Kilometern in der Stunde nach vorne geritten. Silber und Bronze ging mit Cesar Donnais mit Srour (6:20:50) und Nina Lissarrague mit Preume  de Paute (6:20:52) an Frankreich. In der Mannschaftswertung konnte Titelverteidiger Frankreich wieder Gold gewinnen (Gesamtreitzeit: 19:06:39), Silber ging an Italien (19:07:53), Bronze an Großbritannien (20:53:43).               evb