Die größte Americana aller Zeiten: Morgen öffnet Americana 2013 ihre Tore fürs Publikum

 

Der offizielle Start der Americana mit Publikumszugang rückt immer näher. Einen Tag vor Toresöffnung fand heute die Pressekonferenz statt. Rund 20 Journalisten folgten der Einladung in den Red Grizzly Saloon. Und eines wurde schnell klar: die erwarteten 40.000 Besucher werden im Augsburger Messezentrum die größte Americana erleben, die es bisher gab. Erstmals werden Reiter aus 19 Nationen um die rund 150.000 Dollar Preisgeld kämpfen. Zum ersten Mal dabei sind Teilnehmer aus Monaco und Finnland dabei. Insgesamt 675 Starts werden von den 320 Reitern erwartet – 400 Rinder stehen parat.

Die ohnehin größte Messe ihrer Art ist dieses Jahr noch einmal erheblich gewachsen: Rund 280 Aussteller präsentieren ihre Waren und Leistungen in dem sechs Hallen umfassenden Areal. Erstmals werden sogar Besucher aus Australien erwartet, die eigens zur Veranstaltung anreisen. Um den Boden optimal herzurichten, wurden 2.800 Tonnen Lehm und Sand in die Hallen gebracht – das entspricht rund 200 LKW-Anlieferungen. „Es ist für uns die vom Aufwand her anstrengendste, aber auch schönste Veranstaltung, die wir anbieten“, erklärten die AFAG-Geschäftsführer Heiko und Hermann Könicke. Der AFAG-Projektleiter Karlheinz Knöbl freute sich über den großen Zuspruch der Aussteller und kündigte zahlreiche Messeneuheiten an. Sandra Quade und Joachim Bochmann von der Sportlichen Leitung bedankten sich für die sehr guten Bedingungen für „unseren Sport“ und die hervorragende Zusammenarbeit mit der AFAG.

Erstmals ist die Americana Gastgeber der FEI-anerkannten Reining Europameisterschaft, die seit 2003 alle zwei Jahre ausgetragen wird und bei der bisher Deutschland drei Mal und Italien zwei Mal Mannschafts-Gold gewannen. Entsprechend groß war die Zahl der Sportler, die sich heute bei der Pressekonferenz den Fragen stellten. Denn neben der Dachauerin Carolin Lenz, die mit erst 23 Jahren schon sechs Mal den Americana-Trail gewann, Anna Limmer – Titelverteidigerin in der Western Riding und Superhorse – sowie Ute Holm, der mehrfachen Deutschen Meisterin und Europameisterin im Cutting, war auch fast das komplette Reining-Nationalteam Deutschlands dabei. Teamchef Nico Hörmann, Bundestrainer Kay Wienrich, Grischa Ludwig, Alexander Ripper, Sylvia Rzepka Mona Dörr und Steffen Breug. Nur Volker Schmitt konnte leider an der Pressekonferenz nicht teilnehmen. Übrigens ging das deutsche Nationalteam direkt nach der Pressekonferenz zur "teambildenden Maßnahme" über - die Reiner gingen raften.

Die Chancen für das deutsche Nationalteam sind groß – und auch die eigenen Erwartungen entsprechen den bisherigen Erfolgen. Bundestrainer Kay Wienrich: „Ich hätte den falschen Job, wenn ich nicht einen Platz auf dem Podium als Ziel hätte.“ Alexander Ripper, bei der Premiere 2003 erster Gold-Medaillengewinner der FEI im Einzelwettbewerb meinte: „Es gilt, Vollgas zu geben.“ Die FEI-Reining-Europameisterschaft wird am Donnerstag mit der Mannschaftswertung und am Sonntag mit der Einzelentscheidung ausgetragen. Für die Einzelentscheidung qualifizieren sich unabhängig der Nationalität die besten 15 Reiter vom Donnerstag.

ECHA European Cutting Championship auf der AMERICANA 2013: Denis Pini (ITA) & Playlite führen nach Open Go Round

30 Pferd-Reiter-Kombinationen traten im Vorlauf der ECHA European Championship Open an, die zehn besten (plus Ties) schafften es ins Finale, wobei mindestens ein Score von 142 erzielt werden musste . Sieger des Vorlaufs wurde Denis Pini auf Davide Tresoldis Playlite. Die beiden scorten eine 148 und verwiesen damit Gianluca Munarini und Spooks Smokin Cat (Bes. Impresa Agricola Cuoghi) ganz knapp auf Platz 2 (147,5). Gianluca Munarini auf This Cats Sultan (Bes. Jan Willem Bembom) und Denis Pini auf Fletchs Hot Shot (Bes. Robin Vijgen) teilten sich zudem mit je einer 145,5 auch noch den dritten Platz. Damit haben beide Reiter, die zur absoluten Cuttingspitze Italiens zählen, jeder zwei Pferde im Finale.

Es war bereits der zweite Erfolg für Denis Pini und Playlite (von CD Lights aus einer Playgun-Tochter) auf dieser AMERICANA. Der AQHA Wallach hatte schon das Masters Cutting Open für sich entschieden. Mit Playlite gewann Pini u.a. zweimal die Super Stakes in Italien, die European Championship in Reggio Emilia und die Maturity. Zudem waren die beiden Dritte der NCHA World Series of Cutting Mercuria Open beim EquitaLyon 2012. „Ich habe ihn seit 1 ½ Jahren im Training“, so Denis. „Playlite ist ein hervorragendes Pferd, das schnelle Rinder liebt. Wir hatten hier auf der AMERICANA dafür hervorragende Bedingungen. Das Finale wird aber nicht einfach werden, allein wenn ich an Gianluca und Spooks Smokin Cat denke. Der Hengst ist ein herausragendes Cuttingpferd und Gianluca ein großartiger Reiter.“

Tatsächlich hat der multiple Italian Futurity Champion und zweifache World Series of Cutting Mercuria Open Champion Gianluca Munarini das AMERICANA Cutting bereits viermal in großartiger Manier gewonnen. Spooks Smokin Cat ist ein 7-jähriger AQHA Hengst von High Brow Cat aus der Spooks Smokin Rio, der u.a. NCHA Futurity Semi-Finalist war und bisher über $ 16.000 gewonnen hat. Mit diesem Hengst führte der Munarini 2011 den Go Round der AMERICANA Cutting EM.

Auf Platz 5 folgte die Amerikanerin Sheri Mason mit Smartys Real Hope, einer 7-jähigen AQHA Stute im Besitz von Beatrice Pasella – der Score 145. Den sechsten Platz teilten sich mit jeweils einer 143 zwei deutsche Reiter: Malte Döring auf Smooth Cats Style (die beiden lagen im Non Pro Go Round auf Platz 2) und Uwe Röschmann auf Dirk Fransens HB Catandmouse. Achter wurde Markus Schöpfer mit dem 14-jährigen Needy Times. Auf Platz 9 folgten schließlich vier Reiter: Gianluca Marchesini mit Poo As A Cat, einer Stute, die von Denis Pini trainiert wird und mit ihm Zweite im Masters Cutting war, Malte Döring mit Kiss My Cat, Santino Hangenbeck mit HS Sonitas Smart Lena und Natascha Haas mit Red Freckles Quixote, die zusammen mit Malte Döring im Non Pro Go Round den zweiten Platz erzielte.

Gesa Meier-Bidmon & Aint It The Blues gewinnen Western Pleasure Non Pro All Ages

Die Western Pleasure Non Pro All Ages entschieden Gesa Meier-Bidmon und ihr 11-jähriger Blue Roan AQHA Hengst Aint It The Blues für sich. Die beiden setzten sich in einem 7-köpfigen Starterfeld an die Spitze. Platz 2 ging an Mirja Bassing und ihren 8-jährigen AQHA Wallach Only Guns N Roses vor Johanna Oswald auf Not Dun Being Lazy, die mit ihren drei Jahren das jüngste Pferd in diesem Starterfeld war.

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